Hinweis zum Transkript

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Ich wollte dieses Babygefühl wieder. es, glaube ich, so eine Verbindung mit niemand anderem gibt. Sorry. Wie mit einer Schwester oder einem Bruder. das läuft jetzt. Wir wollen mehrere Kinder. Let's go. kann man diese Liebe dann teilen? um Gottes Willen, was haben wir diesen Kinder angetan? dass es anstrengend wird mit zwei kleinen Kindern, war mir schon bewusst. Ich finde es krass, dass du das so sagst. Oh Baby. Weil, dann wäre Theo und ich Man kann nicht rückblickend entscheiden in diesem Moment. Man kann nur nach vorne blicken, die logischere Entscheidung treffen. Letzte Frage. Wann kommt Kind 3? Eltern nach Acht, Eltern nach Acht, Kinder im Bett, Kinder im Bett, zwischen Windel, Mief und Snacks, zwischen Windel, Mief und Snacks, Tagesabschlussbericht, Tagesabschlussbericht. Oh, los geht's los. Eltern nach Acht, Eltern nach Acht. Hallo, hallo. Hallo, Schatz. Hallo, mein wunderschöner, gut gebauter, intelligenter, immer netter Hase. Okay, nehm ich. Why not? Gut. Damit ist mein Komplimente-Konto voll für heute. Ach, ich dachte, für die Woche reicht das jetzt. Du hast so frisch gewaschenes Haar. Nee, das hab ich nun wirklich nicht, aber ich hab ein ganz neues Trockenshampoo gefunden, was, glaube ich, funktioniert. Ich hab gerade nur gedacht, deine Haare sind gruselig, deswegen hatte ich jetzt überlegt, ob die frisch gewaschen sind, aber Trockenshampoo, okay. Also ich würde es nicht empfehlen. Einen wunderschönen guten Abend, guten Tag oder wann auch immer ihr das hört. Ja, sehe ich auch so. Guten Tag. Ich war gestern bei einem Event und die Unterhaltung, die ich dort hatte, also ich weiß manchmal nicht, wie ich mich verhalten soll und Frauen wissen, glaube ich, manchmal nicht, wie sie sich verhalten sollen. Ich war bei einem Event mit Sport und wir haben dann über das Kind der einen geredet und dann kam so, dass ich zwei Kinder habe raus und dann guckten mich zwei an und meinten, und dann siehst du so aus mit zwei Kindern? Und das eine ist ein Jahr und ich war so, oh fuck, wie soll ich jetzt reagieren? Ehrlich wäre, ich sehe noch nicht so aus, wie ich mich eigentlich kenne. Dann würde ich jeden vom Kopf stoßen. Dann hätten die gesagt, du hast ja eine Meise und wie arrogant ist die. Oder ich sage, ah naja, da ist ja ganz viel Genen dabei, das habe ich gesagt, meine Muskeln erinnern sich, ich war, ich habe jahrelang jeden Tag trainiert. Oder ich sage, ja geil und dann sagen die, ich bin arrogant. Also man kann keine richtige Antwort finden. Wollte ich nur mal kurz platzieren, weil ich nicht weiß, wie ich dann antworten soll. Es ist ein super Kompliment, habe ich auch gerne gehört, aber weiß ich gar nicht, was der Sender dann hören möchte. Ja, es passt ein bisschen zur Identitätskrise. Am Ende kriegst du dann ein Kompliment für etwas, was du nach außen ausstrahlst, aber da

deine Eigenwahrnehmung aktuell so ein bisschen durcheinander ist, weil du noch gar nicht weißt, wo die Reise hingeht, fühlt man sich dann natürlich auch unsicher, wenn man so ein Kompliment bekommt und reflektiert als erstes, äh, warte mal, bin ich doch gar nicht. Also ich komme mir jetzt selbst irgendwie doof vor. Warum sagst du das zu mir? Genau, meine Realität ist halt eine andere. Weißt du, für dich, du guckst mich an und denkst, hä, wie kannst du denn aussehen nach zwei Kindern? Und für mich ist so, ja, ich weiß, ich bin schlank, aber ich kenne meinen Körper auch von davor, von Fashion-Zeiten, zwölf, sechzehn, weiß ich nicht wie viele Jahre, zurück zum Thema, erzählte sie, dass sie ein Kind hat und das, krass, ich habe zwei Kinder und so ein kurzer Abstand und dann noch arbeiten und dann haben wir uns genau darüber unterhalten, dass sie, und jetzt kommt der Spoiler der Folge, sie wüsste gar nicht, wie sie jetzt ein zweites Kind wuppen sollte. Im Alltag, weil sie super viel arbeitet, neue Projekte hat, ihr jetziges Kind ist vier und sie meinte, ich kann das gerade gar nicht, ich wüsste gar nicht, wie. Und das ist so, glaube ich, geht das ganz, ganz vielen Frauen mit einem zweiten Kinderwunsch. Ja, hast du jetzt direkt und schön übergeleitet, dann würde ich doch direkt mal sagen, willkommen zu Eltern nach acht, der Tagesabschlussbericht. Und heute haben wir die Folge für euch mitgebracht, zwei Kinder in zwei Jahren, würden wir es nochmal so machen. Soll ich schon antworten? Nee, ich würde, das wird ganz am Schluss. Ganz am Ende, sag ich, was denke du auch, das ist meine Endfrage an dich. Ja, ich habe zwei Endfragen, ich habe nochmal eine richtige Endgegnerfrage. Oh nee. Pass auf, lass uns doch mal so ein bisschen reinschauen und alle mitnehmen. Wir haben zwei Kinder, anderthalb und dreieinhalb Jahre alt. Der Große war zwei Jahre und einen Monat. Als der zweite kam, der Kleine. Also es war nicht two under two, aber nah dran. Der Kleine hat es ja auch ein bisschen einiger gehabt, das heißt, er hat nochmal einen Monat nach vorne geschoben. Wäre ja noch einen Monat da drin gewesen, ne? Ja, dadurch sind sie schön nah aneinander. Lass uns doch erstmal noch in unsere Familienplanung schauen. Wenn du an uns vor Kind 1 zurückdenkst, war für dich immer klar, dass wir mindestens zwei Kinder bekommen? Oder war das eher so mein Bild von uns? Also meine Idee war ja immer zwei oder drei Kinder. Was? Deine Idee? Sag mal, was du immer gesagt hast, wo wir noch keine Kinder hatten? Mindestens drei. Nein. Fünf? Ja, du hast immer gesagt, ich will fünf Kinder und ich habe dich angekündigt und war so, Großfamilie, schön, aber... Ja, okay, da hatte ich... Das war das, was du am Anfang gesagt hast, aber uns war beiden klar, dass wir Kinder wollen und auch nicht nur eins, sondern drei. Also mir war immer klar, dass ich drei Kinder möchte. Warum auch immer, ich habe eine Schwester, du bist Einzelkind. Na, ich kann es nur erklären, also unsere, also fünf war eher im Scherz, ne? Das hast du so oft gesagt, dass ich es dir irgendwann geglaubt habe. Ja, das mache ich immer so. Ich liebe mehrere Wahrheiten, damit ich die benutzen kann, wenn ich sie brauche. Ebel. Am Ende haben wir uns relativ schnell darauf geeinigt, dass wir mal drei Kinder haben wollen und meine Logik war immer mindestens zwei, weil ich war Einzelkind. Ich war sehr viel Zeit in meinem Leben einsam. Meine Eltern haben einen super Job gemacht, die waren selbstständig,

haben viel, viel gearbeitet. Wir haben außerhalb der Stadt, weit weg von meiner Schule, meinen Freunden ein Gartengrundstück gehabt und ich war immer alleine. Also ich habe mit Hunden gespielt. Das war eine doofe Zeit für mich Du warst quasi Mugi mit Hunden. Deswegen bin ich auch so animalisch. Und deswegen war für mich klar, Geschwister, auf jeden Fall, dass die jemanden haben, wenn wir einfach keine Aufmerksamkeit geben können. Hatte dann aber natürlich immer das Erlebnis, auch bei Freunden, wie Brüder miteinander umgehen. Unter anderem meine Lieblingsgeschichte von meinem Lieblings Franzosen mittlerweile, der seinen Bruder mit dem Hammer durch die Wohnung verfolgt hat. Ne, umgedreht. Der kleine Bruder hat ihn mit dem Hammer durch die Wohnung verfolgt. Das stelle ich mir bei unseren nämlich auch so Und dann hat der Hammer in der Tür gesteckt. Und dann dachte ich mir so, nee, zur Entschärfung wären drei eigentlich cool. Weil dann zwei mit den Hammer rennen, oder? Ne, weil ich glaube, drei entschärft wieder. Das ist Glauben nicht wissen, aber das ist so mein Gefühl. Weil zwei fixieren sich aufeinander und ein dritter ist dann immer ein bisschen wie die Schweiz und zwar wechselnd. Also ich glaube, dass die einfach Situationen entschärfen können. Vor allem, wenn du vielleicht auch noch ein bisschen schlechter im Mix hast. Jetzt haben wir ja zwei Jungs, wenn du dann noch irgendwie zwei Mädchen und ein Junge oder zwei Jungs und ein Mädchen. Das ist dann, glaube ich, nochmal was mehr Dynamik im positiven Sinne mit reinbringen. Das war immer meine Idee. Also ich wollte immer zwei Kinder, weil ich eine Schwester habe. Und das für mich so, oder werde ich ganz emotional. Wir waren gerade mit meiner Schwester im Ruhe. Oh wow. Grüße gehen raus von meiner Schwester. Das ist halt... Oh Gott. Wo kommt denn das auf einmal her, hier? Oh, warte, gib mir kurz ein Taschentuch. So schlimm. Taschentuch kommt. Da. Ich kann nicht reden. Also, meine Schwester, ich probiere es einfach. Ist der Mensch, der mich irgendwann am längsten kennen wird? Und ich glaube, der zwingende ich auch. Oh Gott. Wenn meine Eltern irgendwann nicht mehr da sind. Und die mich mein ganzes Leben kannte und kennt. Jede Phase, ob nun sehr, sehr nah oder nicht nah, mit mir durchlebt hat. Und es, glaube ich, so eine Verbindung mit niemand anderem gibt. Sorry. Wie mit einer Schwester oder einem Bruder. Und wie gesagt, wir sind uns mal näher, mal ferner gewesen. Wir haben nur einen Abstand von vier Jahren. Und als bei mir das Reisen zum Beispiel losging, hat sie gerade ein Kind bekommen. Also wir sind völlig verschiedene Lebensphasen. Und trotzdem ist so ein Grundvertrauen da, was man glaube ich nur unter Geschwistern hat. Und das hatte ich letztens mit einem Freund auch in der Küche. Der hat noch einen Zwilling. Also, glaube ich, nochmal ein stärkeres Band. Deswegen war meine Entscheidung immer, ich möchte kein Einzelkind. Ich möchte, dass die so ein Band haben. Und wenn ich jetzt die Jungs angucke, denke ich mir, Mensch, wann

kommt das? Aber es ist halt für mich eine ganz, ganz wichtige Sache und ein ganz, ganz wichtiges Grundvertrauen. Verstanden, verstanden. Kann ich absolut nachvollziehen. Jetzt sind wir ja, wie du es gerade gesagt hast, viel gereist. Dadurch schneidet man ja auch viele Bänder ab, alte Bänder. Und ich bin in meinem Leben 22 Mal umgezogen. Das ist eigentlich völlig irre. Das ist so krass. Ich weiß immer noch nicht, wo du überall hingezogen bist. Überall. Aber ich glaube, mit einem zum Beispiel hast du so ein ähnliches Geschwisterverhältnis. Das ist so tatsächlich. Und da kann ich das vielleicht ein bisschen nachempfinden. Aber ich vermisse etwas, was ich nicht kenne. Und hoffe, dass unsere Kinder das dann haben. Wenn sie sich hassen wie die Pest meine Fresse. Dann ist das so, aber wir haben es versucht. Genau, das wollte ich gerade sagen. Wir haben die Voraussetzungen geschaffen. Das ist ja keine Garantie, dass die sich mögen am Ende. Und das ist okay. Vollkommen okay. Also, das war so ein bisschen die Grundidee, die wir in die Familienplanung hatten. Jetzt war Kind eins da. Und dann war die Babyphase. Wann war für dich der richtige Moment, dass es jetzt für ein zweites Kind richtig anfühlt? Und ich habe noch einen Spruch von einem Kumpel im Kopf, der dann irgendwie so sinngemäß zu mir meinte, sag mal, was ist los mit euch? Jetzt habt ihr einmal ausgeschlafen und zack kommt schon das nächste Kind oder was. Sag ich nicht, wer das war. Aber der hat echt gelacht, weil wir ja natürlich auch mitbekommen haben, dass wir mit unserem Rasenmäher-Elternverhalten uns schon ganz schön in den Kleinen investiert haben. Und auf einmal kommt das zweite. Und er war, glaube ich, eher fassungslos. Wann hat sich das für dich richtig angefühlt, der Moment zu sagen, los, Kind Habe ich ja gerade schon gespoilert. Die Babyphase war um. Wir haben darüber gesprochen. Wir wussten, wir möchten zwei Kinder. Die nicht so weit auseinander sind. Weil wir auch, das kann man ja auch sagen, und das war auch eine Entscheidungsgrundlage für mich, wir haben nicht früh angefangen. Das heißt, da muss man jetzt auch nachziehen. So mäßig, weißt du? Und dann war klar, ich möchte diesen Abstand auch für die Kids in der Blauäugigkeit, was das für mich bedeutet. Ich habe schon öfter gesagt, dass ich mir Dinge manchmal wünsche und sie nicht zu Ende denke. Weil ob ich mir jetzt den Stress vorher mache, bringt mich auch nicht weiter, als wenn er dann kommt. Das heißt, ich habe da wahrscheinlich sehr bewusst aufgehört zu denken und bin da blauäugig reingegangen. Und ich hatte einen Satz meiner Freundin aus Kapstadt im Kopf, die immer gesagt hat, die hat nämlich auch diesen kurzen Abstand. Ja, du bist dann einmal beim Windeln wechseln, da kannst du auch weiter Windeln wechseln. Und das war dann diese Babyphase, warum ich habe mir wieder ein Baby gewünscht. Ich dachte, ach, der wird jetzt langsam größer. Und das vielleicht später auch nochmal, wie man denken kann, dass ein Zweijähriger ja schon dann groß ist. Ich wollte dieses Babygefühl wieder. Und es war für mich okay, dass es jetzt dann losgehen kann. Dass es direkt klappt, ist ja die andere Seite. Hast du eine konkrete Vorstellung? Also Frage an uns beide. Was haben wir damals geglaubt und uns vorgestellt über Arbeit, Aufteilung der Care-Arbeit mit den zwei kleinen Kindern? Und was haben wir dabei dann nicht gesehen? Also das ist ja die spannende Frage. Hast du es zu Ende gedacht? Nein,

habe ich gedacht. Und ich glaube, dass wir halt eben auch aus dieser Special-Situation raus, dass wir reisen waren mit Finn, bis er ein Jahr war. Und da sehr alltagsunbewusst, du weißt, was ich meine, reingerannt sind. Dass wir einfach so eine gute Zeit und wir reisen und keine Verpflichtung. Du hast nicht gearbeitet. Ich konnte, wenn ich mal gearbeitet habe, von dem Reisen aus arbeiten. Das war schon eher blauäugig. Was denkst du denn? Das muss man tatsächlich so sagen. Wir sind da echt Bohamiens, was sowas angeht. Schon bei vielen Lebensentscheidungen, glaube ich. Ja, schon ganz gut. Und das war auch in der Vergangenheit. Dass wir nicht alles bis zu Ende planen, obwohl ich ein Grübler bin. Das muss man auch dazu sagen. Du bist ja unser Hans Dampf in allen Gassen. Renn rein und dann gucken wir mal, was passiert. Und ich plane es lieber tot und mache es dann nicht. Aber habe es bis zu Ende gedacht. Und dann fühlt es sich ja auch schon so an, als hätte man es getan. Und mir tut es tatsächlich gut, wenn Dinge auch einfach passieren. Und dann finde ich Lösungen, nachdem sie dann da sind. Und so waren wir damals. Und wie du es gerade sagst, bei mir war eine Sondersituation. Ich habe mich während unseres ersten Kindes im Startup totgearbeitet. Da kann der Startup nichts für, sondern einfach meine Einstellung zum Leben und zur Arbeit war ungesund in der Zeit. Ich bin dann gesundheitlich ausgestiegen. Und wir haben bewusst, ganz bewusst ein halbes Jahr Auszeit für mich gemacht. Und diese sechs Monate, die haben wir unter anderem mit Reisen verbracht. Das hat sich leichter gefühlt. Wir waren nicht im Alltag. Wir hatten nicht eine übliche Care-Arbeit, wo du jeden Tag in derselben Umgebung bist. Dich um die Wohnung kümmerst, um den Abwasch und die Wäsche und parallel noch ein Kind hütest. Und dann noch vielleicht Teilzeit arbeitest oder so. Sondern wir waren einfach an schönen Orten. Und ich glaube, das hat eben dieses Gefühl von Leben sehr präsent gemacht und auch von Leichtigkeit. Wie hast du das denn empfunden? Wir haben, ich habe das ja nicht alleine entschieden, sondern wir hatten dann schon das Gespräch. Okay, let's do it. Oder? Ja, absolut. Absolut. Also, was war dein Moment? Das war keine Entscheidung von dir. Das war eine Entscheidung von uns. Und ja gut, jetzt kann man das sehr lange mit sehr philosophischen Worten erklären. Oder einfach sagen, ich bekam eine Chance und die habe ich genutzt. Also, naja, jetzt machen wir mal Real Talk, so als Mann. Wenn es dann heißt, dann los, komm, wir fangen mal jetzt hier wieder an. Heißt es ja auch, jetzt kommt eine coole Zeit auf mich zu. Ihr wisst alle, was ich meine. Und da war ich, da hatte ich Bock drauf. Da hatte ich einfach gesagt, los geht die wilde Reise. Und dann kam ja... Das heißt, wenn ich jetzt sagen würde, let's go, drittes Kind, da würde dein Kopf angehen... Kommen wir später zu, ist eine meiner Abschlussfragen. Das schreibe ich auf. Genau. Würdest du Stress gegen Sex eintauschen? Nee, Sex, also... Vielleicht meine ich ja was ganz anderes. Du sagst ja gleich wieder Sex. Okay. Immer fällst du mit der Tür ins Haus. Das habe ich noch nicht gehört. Vielleicht meinte ich ja kuscheln. Also... Habe ich so noch nicht gehört von dir, die Antwort. Wahnsinn. Ihr wisst vielleicht, was ich meine. Und genau, damals das Gefühl von Leichtigkeit.

Und ich meine, das muss man ja auch mal betrachten. Wir hatten ein Kind und wir waren zu zweit. Du warst noch in Elternzeit, glaube ich. Ja. Und zu Hause. Und da waren zwei Menschen zu Hause, die sich um ein Kind gekürt haben. Das war... Das hat sich am Schluss nicht wie ein Klacks angefühlt, aber es hat sich machbar angefühlt. Und einfach nicht mehr so schwer wie am Anfang, wo diese ganze Schlaflosigkeit... Schlaflosigkeit hat man da auch noch, aber wir konnten uns reinteilen. Da konnte mal einer die Nacht machen. Man war halt so über diesen Punkt von, okay, ich bin richtig exhausted. Man war einfach so, dass man dachte, okay, das läuft jetzt. Wir wollen mehrere Kinder. Let's go. Weil ich mir dann auch immer sage, kann man das wirklich zu Ende denken? You never know. Also ich glaube, ja, das kann man. Also ich erlebe... Ja, aber bereut man das dann irgendwann, ist ja auch eine gute Frage. Jetzt denkt man zu Ende, wenn das nochmal so ein Wirbelwind wird oder so. Weißt du, was ich Das ist ja eine schöne Überleitung. Bereut man das irgendwann, bereut man das irgendwann? Ja, das ist ja auch eine gute Frage. Und zwar sitzend. sitzt du vielleicht einmal irgendwann eines Tages da und denkst du dir, ich hätte die Möglichkeit gehabt, aber ich habe nicht das Kind oder ich habe nicht das Kind. Aber auch umgedreht. Da erlebe ich genug. Das geht in beide Richtungen tatsächlich. Und das ist aber ein gutes Stichwort. Nämlich, das was dann passiert ist, ist ja, dass ich wieder angefangen habe zu arbeiten. Parallel kam lustigerweise noch in der Probezeit die Info, dass wir schwanger sind. Da saß ich dann auch erst mal da und dachte, ach du meine Güte, wie erzähle ich das jetzt in der Probezeit und habe mich dann in einen neuen Director of Sales Job eingearbeitet. Und nach zwei Monaten ging es dann auf einmal los, dass ich mich auf Arbeit nicht mehr gut gefühlt habe. Es fühlte sich dann für mich von Tag zu Tag immer schwerer an in der Firma. Und deswegen kam dann, erinnere dich, bei mir die Entscheidung, ich kündige der Probezeit. Und da ich eine Director Position hatte, habe ich nicht gesagt, ich gehe sofort, ich mache hier noch einen ganzen Monat voll. Und das war eine der dümmsten Entscheidungen meines Lebens, weil jeder Tag von diesen 30 Tagen, die dann noch übrig waren, fühlte sich schwerer und schwerer und schwerer an. Dann bin ich irgendwann zum Arzt und habe gesagt, ich kann nicht mehr. Und da wussten wir noch nicht, was es ist. Damals war die erste Diagnose depressive Schübe und Erschöpfung. Und dann bin ich auf einmal, während wir schwanger waren, nicht nur aus dem Job ausgestiegen, sondern so ein bisschen aus dem Leben ausgestiegen haben. Kannst du dich noch an die Zeit erinnern? Wie ging es dir damit? Hast du Gedanken dazu gehabt? Ach du Scheiße? Nein, noch nicht. Krass. Weil ich die Größe noch nicht verstanden hatte. Und das hatten wir jetzt schon auch in der Folge, wo es um deinen Burnout ging. Das kam ja viel später, dass ich verstanden habe. Ich habe das gesehen. Wir haben die Notbremse dann so mitgezogen. Und dann ging es halt für mich weiter. Also es gab ja auch keinen Weg mehr zurück. Es war okay. Das heißt, da war nach vorne gucken die einzige Möglichkeit und die Situation nehmen und die Problemlösung beginnen. Und wir haben dann beschlossen, okay, es geht nicht mehr. Das Problem ist da. Wir beginnen die Lösung mit

Handbremse ziehen. Du verwendest das Wort Wir. Ich glaube, dass es da noch kein Wir gab. Das hat sehr viel länger gedauert, bis du überhaupt verstanden hast, um was es bei mir geht so richtig. Du hast ja nur den Abrutsch gesehen. Naja, es ist nicht ganz richtig. Das Wir ist schon da. Aber ich habe gesehen, dass es dir nicht gut ging. Ich habe gerade im Kopf gehabt, ich weiß noch, wie ich dich auf diesen Hof dann abgeholt habe, mit Finn hinten im Auto nachmittags. Und wie ich dich gesehen habe und gesehen habe, wie schlecht es dir wieder geht. Das habe ich alles im Kopf. Und für mich, natürlich war das damals nur deine Entscheidung, das zu tun, zum Arzt zu gehen. Aber es war auch für mich noch kein, ich musste noch nicht aktiv werden, weil du es Gott sei Dank getan hast. Weißt du, also ich war so, für mich war das so ein, okay, er tut es. Das ist jetzt die Handbremse ziehen. Das ist gut. Und damit kommen wir hoffentlich, wir haben ja noch eine Ecke Zeit, bis dahin. Er kümmert sich um sich. Und, Spoiler, es war ja so. Er hat ja funktioniert. Bei mir hat es dann noch eine Weile gedauert, das war dann noch sechs Monate bis zur Geburt, ein halbes Jahr. da hat bei mir dann tatsächlich der Heilungsprozess angefangen. Und eben auch hier in der Situation mit einem Kind, der absolut abbildbar war, ne. Jetzt war ich krank zu unser Kind war in der Kita. Das heißt, ich hatte fünf Tage die Woche, x Stunden am Tag Zeit, mich um mich selbst zu kümmern. Und es hat wunderbar funktioniert. Also ich kam von Tag zu Tag zu Tag zurück ins Leben und dann kam die Geburt. Genau, und das vielleicht nochmal dann als Zusammenfassung. Kurz vor der Geburt warst du wieder auf einem Level, also es ging wieder nach oben und dann kam die Geburt. Und das war, die Geburtenfolge kann man auch hören. Geburten sind wie eine Lotterie, du weißt nie, was du kriegst. Da war aber dein dritter Kinderwunsch auch schnell dahin, nach dieser Geburt. Also du hast nach der Geburt von unserem zweiten Kind gesagt, das mache ich nicht nochmal. Aus einem ganz anderen Umstand, nicht aus Alltag, sondern des Erlebnis wegen, weil du Angst um mich, Angst ums Kind. Genau, das ist so typisches, und das ist jetzt Westentaschenpsychologie, aber ich glaube, es war einfach eine traumatische Erfahrung, typisches Traumata. Und nach traumatischen Erfahrungen dachst du einfach erstmal nie wieder. Genau, da war deine erste Entscheidung. Kein drittes. Naja, war bei mir nach zwei Stunden wieder weg. Ich bin dann schon wieder halb sechs morgens, dachte ich, gut, geht wieder, kann man schon machen. Kann man nochmal ein drittes drüber nachdenken. Nee, bei mir nicht, und zwar lange nicht. Also ich glaube, ein Jahr nicht. Ich glaube, bis zum Beginn des Podcasts sogar nicht. Also fast anderthalb Jahre habe ich das verworfen. Irgendwann hatte ich dann bei Freunden die kleine frische Tochter auf einmal auf dem Arm gehabt. Und dachte mir so, na los, da habe ich auch Bock drauf. Fühlt sich gut an, und das ist auch ein Gefühl, das ich wieder haben möchte. Aber jetzt noch nicht. Ich meine, wir sind Menschen, die auch Gott sei Dank Warnungen eher in den Wind schlagen oder sogar versucht haben zu vermeiden, sie zu bekommen. Also grundsätzlich neigen Eltern, die schon Kinder haben, dazu, immer wieder betonen zu

wollen und zu müssen, wie anstrengend es ist, zwei Kinder zu haben. Und der Faktor, den ich immer gehört habe, ist, zwei Kinder ist nicht eine Verdopplung in der Care-Arbeit und im Stress, sondern es ist eine Verzehnfachung. Das ist so eine dieser bekannten Formeln, die man da so um die Ohren gehauen bekommt. Und ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich dachte mir immer so, ja gut, es kann jetzt nicht so dramatisch sein. Und dann hatten wir diese Frühgeburt und auf einmal diesen ganz harten Cut, dass ich auf einmal nur noch Kind eins hatte und du irgendwie im Wochenbett dich um Kind zwei kümmerst. Und ich mich dann, solange es ging einigermaßen im Wochenbett noch um dich parallel. Und da habe ich mich hier vollkommen aufgearbeitet, in den ersten Wochen auf dem Niveau runter. Das war weit unter null. Und zwar so tief, dass ich hier teilweise, ich habe hier teilweise saß hier und habe geweint. Also ich konnte nicht mehr. Ich hatte überhaupt keine Energie mehr. Ich habe hier nur noch funktioniert. Wir haben uns nur noch gestritten. Ja, aber das muss man ja differenzieren. Warte. Und für mich, ich war verzweifelt. Also wirklich tiefst, zutiefst verzweifelt. Und diese charakterliche Veränderung, dass ich auf einmal eben nicht mehr dieser Mensch bin, der gute Laune hat. Der gerade in anstrengenden Situationen auch irgendwie immer die Fahnen hochgehalten hat und mit Humor versucht hat, Situationen zu retten. Oder vor allem in Stresssituationen gut funktioniert hat. Der war auf einmal ganz weg, also richtig weg, weg, so wie ich mich selbst noch nie erlebt habe. Und dann kam ja irgendwann dann beim Psychologen dann die tiefgehendere Diagnose Burnout. Und dann eben so das Bewusstsein, dass wir jetzt hier mit zwei Kindern hängen und echt kämpfen müssen. Wie ging es dir in der Zeit? Nee, man muss ja auch mal ganz kurz differenzieren und das muss ich unbedingt dazu sagen, dass das eine besondere Situation ist, die uns Zeit gekostet hat im Ankommen. Ich glaube, dass es immer eine Neukonstellation gibt, wenn ein Familienmitglied dazukommt, ob das jetzt das zweite Kind oder das dritte Kind ist. Und das eine Zeit lang dauert, bis man sich da neu gefunden hat. Das ist auch das, was ich erlebe bei Freunden, die ein zweites Kind bekommen. Aber unsere war durch die Erkrankung verlängert, um ein Vielfaches verlängert. Das ist ein bisschen wie so ein Akku. Ich versuche mal, ich nehme mal nur das Bild von der Akkuanzeige. Damit meine ich aber nicht ein Akku. Der wird dann langsam leerer, leerer. Die Striche werden immer weniger. Am Schluss ist dann nur noch so ein roter Strich, auf den dann beide eine Weile funktionieren. Und dann aber irgendwann geht dieser Akkustrich wieder hoch. Weil man Wege findet. Genau. Und bei mir ist einmal dieser Akkustrich durch den Boden gebrochen und in Richtung Minus-Aura. Natürlich hat halt niemand bei rot wieder ans Ladegerät gesteckt. Und wie gesagt, das muss man schon differenzieren. Da muss man schon sagen, das ist ja, so sind ja nicht, das war scheiße für uns. Aber? Wie sah denn dann dein Alltag aus? Also hast du dich durch mich noch unterstützt gefühlt? Oder hast du dich vollkommen alleine gefühlt? Jetzt muss man noch dazu sagen, funktioniert habe ich. Hast du. Du hast dich um Film gekümmert. Ich habe meinen Haushalt gemacht. Ich habe mich um die Kinder gekümmert. Ich habe mich um

dich gekümmert. Also ich habe alles gemacht, was funktional war. Da war ich nicht raus. Aber alles, was emotional war. Oder auch einfach Familienleben, Spaß, Elternschaft genießen, Partner sein. Das war weg. Das war auf einmal weg. Und wie hast du dich damit gefühlt? Das ist meine Frage. Das war ja der Punkt. Das war dieses Anzweifeln von allen auf einmal. Dass ich dachte, krass. Ja, stimmt. Also ich kann doch nicht 18 Jahre lang mit diesen Menschen so zusammen gewesen sein. Und das war ja das, was später dann kam. Du bist ja, du hast dich ja logischerweise verändert. Diese Krankheit hat dich verändert. Nicht du hast dich verändert. Und das habe ich dir, glaube ich, letztens gut bildlich dargestellt. Ich weiß manchmal, dass ich mit dir spreche und dass manchmal jemand neben dir steht. Und das ist dieser Burnout. Und dann kann ich das differenzieren. Und das konnte ich damals noch nicht. Ich konnte nicht unterscheiden. Und ich dachte mir, ich habe alles angezweifelt. Ich dachte, das kann doch nicht sein, dass wir das jetzt sind. Dass wir die sind, die nicht miteinander reden. Die das nicht gewuppt kriegen. Ich habe unsere Beziehung angezweifelt. Und das haben wir schon besprochen. Ja, das hat mir eine Folge streit. Das war Wahnsinn. Und mir ging es auch schlecht. Und ich habe aber funktioniert. Und das ist, glaube ich, meine Superkraft, die Fahne hochzuhalten. Also weiterzugehen. Und immer weiter. Und dich, also für die Kinder. Und da vergesse ich mich. Da habe ich dich vergessen. Da habe ich uns vergessen. Ich habe aber alles gegeben, dass unseren Kindern nichts fehlt. Und du, und das muss man auch aufklären, glaube ich, auch. Du hast, die Kinder haben das nicht gemerkt. Das ist dir, also die. Das, also das ist schön, dass du das sagst. Das glaube ich. Ich glaube das nicht. Du hast so viel gemacht mit Fini. Wir haben uns aufgeteilt, wie gesagt, die erste Zeit im Wochenbett. Ich war natürlich viel im Bett. Ich habe mich, habe gestillt, geschlafen, geheilt. Und du hast dich um unseren Erstgeborenen gekümmert. Und das total liebevoll. Also mir fallen da Videos ein. Absolut. Also ich weiß, was du meinst. Aber ich fühle das anders tatsächlich. Ich fühle und ich habe Angst. Also ich habe jeden Tag Angst gehabt. Damals noch mehr. Dass ich als Mensch mit depressiven Schüben, mit Erschöpfung, mit eben dadurch mangelnder Resilienz und für mich ungewohnten Wutausbrüchen meinen Kindern das mitgebe. Und zwar jeden Tag denke ich, ich lebe meinen Kindern gerade etwas vor, was ich ihnen dann nicht als Erbgut, sondern als vorgelebt mitgeben werde. Und das hat mir damals und heute auch noch super viel Angst gemacht und sehr präsent bei mir, weil diese, was du gerade sagst, 90 Prozent an der Oberfläche, die funktionieren super. Und ich habe voll tolle Momente mit unseren Kindern, wo ich auch herzhaft lache, durch die Kinder tatsächlich Leben zurückbekomme. Auch wenn sie viel davon ziehen, geben sie mir das wieder. Weil das so unbeschwert und so unbedacht ist, was Kinder tun. Aber eben diese 10 Prozent, die machen mir Angst tatsächlich. Und deswegen habe ich dann auch eine Strategie gefahren, relativ schnell zu verstehen. Ich kann diese Wutausbrüche zum Beispiel, meine damit,

dass ich halt schnell mal laut wurde, obwohl ich nicht laut sein möchte. Aber ich habe diese Wutausbrüche dann immer versucht zu benennen und zu erklären. Also wenn ich gerade laut geworden bin, habe ich dann gesagt, okay, Papa war gerade wütend, weil, und auch immer ihm dabei nicht die Schuld gegeben, sondern immer nur erklärt, dass ich gerade wütend war, weil mich XYZ aufgeregt hat. Und das hat gar nichts mit ihm zu tun. Das war meine Flucht nach vorne, sage ich mal, dass das Kind relativ früh versteht, okay, das ist jetzt ein Ding, das gehört Papa. Das ist nicht meine Schuld. Deswegen meine ich ja, auch gut gemacht. Also du hast ja funktioniert. Aber trotzdem ist die Angst da. Total. Ist auch nicht wegzuwischen, habe ich auch. Also das ist auch von mir eine Angst. Also gerade in der Anfangsphase, und ich glaube, so geht es Müttern, ob nun der Ehemann ein Burnout hat oder nicht, man liegt dann da mit dem zweiten Kind und denkt sich, eigentlich muss ich da doch sein. Und eigentlich, also gerade wenn man den Wutausbruch hört und ich gehört habe so, okay, du bist jetzt voll. Ich müsste da jetzt reingehen und ich kann nicht. Also dieses nicht zerteilen können, das fand ich am Anfang ganz, ganz schwer. Und ja, meine Angst war dann, oh Gott, färbt das auch aufs Kind ab. Dieses Nicht-Ablösen, das war ein echtes Problem, weil ich dann gemerkt habe, okay, jetzt bin ich gerade wütend wegen irgendwas. Das hat mich dann aber, und das war auch gut so, dass du mich nicht ablösen konntest, dazu gebracht, mich schneller kontrollieren zu lernen. Das heißt, wenn wir von dem Wutausbruch sprechen, rede ich hier von 30 Sekunden. Nicht von 20 Minuten schreien durch die Wohnung rennen, um das Bild klar zu machen. Dann relativ schnell gelernt, okay, jetzt ist es gerade doof, fahr dich wieder runter. Es kommt keiner. Es kommt keiner und hilft dir. Du musst das jetzt hier selber lösen. Irgendwie durchgeatmet und dann direkt weitergespielt mit Finn und die Situation des Chefs. Dazu muss man ja noch sagen, dass er da gerade ausgerechnet in der Autonomiephase reinkam und zutiefst drin war. So die komplette Nummer. Und ich dann auch super viele Wutanfälle von Finn begleiten musste. Da lustigerweise ruhig geblieben bin, weil ich da irgendwie da saß und dachte, I feel you, brother. Weil ich kann mich jetzt nicht mehr kontrollieren und du dich aber auch nicht gerade. Und dadurch war das irgendwie so ein Zwiegespräch unter Gleichgesinnten. Unter Gleichgesinnten. Und manchmal dachte ich so, okay, krass, ich muss auch deinen Emotionsausbruch regulieren. Also das war wirklich manchmal mein Gefühl. Aber eine Sache finde ich ganz wichtig, was ich nämlich, also ich mir als Mutter, vielleicht auch weil man so geprägt wird, kann man diese Liebe dann teilen? Das ist ja auch immer so eine Frage, die man sich stellt. Und ja, die kann man, da muss man nichts teilen. Da ist nicht auf einmal 50 Prozent für den einen und 50 Prozent für den anderen. Da sind 100 Prozent für alle beide da. Und ich glaube, das wird mir auch eine Mama bestätigen, die drei Kinder hat. Das wären dann nicht 33,333 Prozent für jedes Kind, sondern es ist einfach so viel Liebe da. Das ist das Einzige. Und deswegen komme ich darauf, was für mich eine Schwierigkeit war. Ich konnte ja nicht auf einmal ein stillendes Kind abmachen, um zum anderen zu rennen, um dich zu unterstützen oder

um in diesem Moment, in einem anderen Moment einfach da zu sein. Das fand ich ganz, ganz schwierig. Da war ich so. Aber das war gut, weil das größte Problem bei dem, was ich habe als Erkrankung, ist Kontrollverlust. Das heißt, in dem Moment, wo ich eine Situation habe, die ich lösen muss, fühle ich mich wohler damit, sie selbst zu lösen, als dass jemand kommt und auf einmal von außen dort reinsteuert. Und dieses Gefühl haben lustigerweise der ein oder andere Vater, mit dem ich spreche, auch ohne Erkrankung, weil es Momente gibt, wo du als Mama dann vielleicht denkst, ich kann das besser lösen als du und sich dann in so eine Situation reinhängen und dadurch zwei Dinge erreichen. Einmal, dass der Vater sich irgendwann dann so ein bisschen abkapselt und sagt, naja, dann mach deinen Scheiß halt alleine, wenn du dich immer reinhängst und es besser weißt. Und auf der anderen Seite aber auch eben deswegen wütend wird, weil ihm jetzt die Situation weggenommen wird, was ja in unserer Elternerziehung meistens hieß, du kriegst es nicht gebacken. Also nehme ich das jetzt hier raus, also wie ein Tadel wirkt. Total. Das will ich nicht zu groß machen, aber das ist etwas, was gut war, weil es gab die Situation, wo du dann zwischenkamst und erinnere dich, da habe ich dann sofort meine Wut umgelenkt auf dich. Auf mich? Und dann warst du mein Blitzableiter, weil ich gesagt habe, was willst du jetzt hier? Also du bist dann in das Zimmer reingekommen und alleine schon, dass du da reingekommen bist, war für mich eine absolute Katastrophe. Und das ist daher gut, dass du teilweise nicht konntest. Ja, aber das ist etwas und ich glaube da, das fühlen viele Mamas, dieses ich kann mich halt nicht zerteilen. Und ich glaube, was da hilft und um diese Angst halt zu nehmen, dann wirklich zu priorisieren und dass das Neugeborene zum Beispiel in diesen Momenten nicht immer die Prio ist, wenn es gestillt ist, wenn es gewickelt ist und kann es auch mal sein, dass das größere Kind die Priorität ist, weil das Kleine dann nichts hat. Also ich, das kann man erlernen, das tut weh, da muss man durch den Schmerz, aber das ist machbar und so diese kann ich meine Liebe teilen. Ja, definitiv. Kannst du dich zerteilen? Nein, aber du wirst es erlernen. Deine Kinder müssen das auch lernen, dass eine Person sich nicht zerteilen kann, nur weil sie jetzt schreien, weil das Spielzeug umgefallen ist. Das ist keine Notsituation, weißt du? Das ist so, da wächst man rein. Und das finde ich so wichtig, man wächst in diese Situation hinein und auch wenn man das vorher als, ach du Scheiße, was mach ich da eigentlich? Man findet immer Wege. Jetzt reden wir ja viel über uns. Dafür haben wir ja den Podcast, dass es auch mal um uns geht und nicht immer nur um Kids. Aber jetzt ziehen wir mal den Fokus auf unserem Großen. Wie du es gerade gesagt hast, dass du deine Liebe nicht teilen musst, sondern einfach zweimal Liebe hast. Unterschreibe ich tatsächlich. Am Anfang ist das, glaube ich, so eine Gewohnheitssache gewesen, denn jetzt hast du dann schon zwei Jahre, also ich habe dann schon zwei Jahre mit unserem Großen verbracht und und echte Bindungen aufbauen können. Während Theo, gerade frisch auf der Welt, super viel bei dir, ganz wenig bei mir aufgrund unserer Aufteilung, ich da noch keine Bindung aufbauen konnte, da hat sich das noch ungleichgewichtig angefühlt. Plus, und das hatte ich schon bei der Geburtenfolge gesagt, dass ich einfach

so lange Theo nicht an mich ranlassen konnte, weil ich einfach dachte, der stört durch diese traumatische Scheißgeburt. Und dass ich einfach nicht diese Liebe empfinden konnte halt. Ja. Mittlerweile ist das eine ganz andere Nummer, aber das war nicht für beide gleich, ganz lange nicht. Aber weißt du, ich finde, das ist auch so eine irgendwie vorgelebte Sache, dass man sofort, und das war ja auch bei Kind 1 bei mir so, dass man dieses, also das war eben nicht so, sorry, das Kind kommt raus und ich liebe auf einmal. Also ich hatte ein Kind, ich war glücklich, aber man verliebt sich ja erstmal in das Kind und dann wächst diese Liebe. Und das war bei Theo nicht anders bei mir. Das ist auch sowas, wo man so viel Druck von außen erlebt, weil es so immer gesagt wird und dann sich irgendwie falsch fühlt, wenn es nicht so ist. Nein, du kannst auch dich freuen und Liebe aufbauen. Und das ist ja, ob du jetzt den Grund hast, wie du es gerade sagst, mit, ich konnte noch nicht, weil ich so viel Angst habe. Oder ich kann noch nicht, weil ich den Menschen ja noch gar nicht kenne. Da kommt ein kleines Wesen und dann entsteht eine Beziehung. Aus der Beziehung entsteht Liebe. Wir sind immer ein bisschen abgeschwoffen. Wo ich eigentlich hin wollte ist, jetzt haben wir ja schon einen Erstgeborenen gehabt und ich erinnere mich an Situationen, wo ich dann immer wieder sage, fahr dich mal zurück. Gerade die Momente, wo du so ein bisschen erzwingen möchtest. Du willst ja dann so sehr, dass sie Geschwister sind und eine enge Bindung aufbauen. Dass du es dann teilweise versuchst zu erzwingen. In Momenten, vor allem dann im Zimmer von Großen, dass er als sein Heiligtum, als seinen Rückzugsort betrachtet, wo ich dann sage, fahr dich mal zurück. Finn konnte diese Entscheidung nicht treffen, dass wir ein zweites Kind wollen. Und er kann nichts für seinen Bruder. Er muss dabei reinwachsen. Das finde ich, genau, er muss damit reinwachsen, aber mit unserer Hilfe und in seinem Tempo. Und das finde ich ist eine Herausforderung. Also wir stehen jetzt gerade vor dem Punkt, wo der Kleine langsam in sein eigenes Bettchen könnte, Stück für Stück. Alles kann, nichts muss. Und jetzt stehen wir vor der Entscheidung, gehen die beiden in ein Zimmer oder gehen die in zwei Kinderzimmer? Meine Vorstellung wäre ein Zimmer, weil dafür habe ich eine Familie, dass man sich auch mal sieht und nicht in getrennten Wohnungenräumen existiert. Aber die Realität sagt, es klappt noch nicht so ganz. Die Realität sagt gerade, der Zweijährige will das auf gar keinen Fall. Welcher Zweijährige? Der Dreijährige, Entschuldigung. Wir haben euch den Zweijährigen verschwiegen. Ja, ja, ja. Auf jeden Fall finde ich das gerade zum Beispiel eine echte Herausforderung, dass wir eben auch noch eine Persönlichkeit in der Familie haben, dem das nicht so leicht fällt in vielen Momenten. Und der das nicht entschieden hat. Der das nicht entschieden hat. Exakt. Das ist auch das, was ich immer sage. Du musst halt dieses erste Kind ja langsam, egal wie alt das ist, ob das zwei, fünf, was weiß ich ist, der oder die hat die Entscheidung nicht getroffen. Die muss da langsam reinwachsen und

geführt werden, weil das neu ist. Er oder sie waren ja lange allein mit Mama und Papa. Und das zweite Kind kennt es halt nicht anders. Das ist dann, das hat immer jemanden kleineren mit da. Schon immer. Ich weiß nicht, was davon übrig bleibt, wenn die Kids dann groß sind. Das ist ganz klar unsere Aufgabe, dort für ein gutes Empfinden zu sorgen und aber gleichzeitig auch eine Familie zu bilden. Und das bleibt eine Herausforderung. Ich habe noch keine Lösung dafür. Das ist eher ein Blick in die Zukunft jetzt. Das heißt, wir müssen da weiter an uns arbeiten. Dass wir vor allem nicht unsere Vorstellungen von Familie auf die Kinder erzwingen, aber projizieren und vorleben und dann alles dafür tun, dass sie das gut hinbekommen, den Weg. Aber es ist und bleibt eine Herausforderung, wo ich noch keine Lösung habe. Ja. Ich komme mal zu meiner ersten Joker-Frage. Wenn du heute ehrlich bist und ich auch zu mir. Mit dem Wissen, wie krass das eskaliert, vor allem mit meiner Krankheit und dem Zustand, vor allem des ersten Jahres nach der Geburt mit zwei Kindern, hättest du damals auch gesagt, wir machen jetzt das zweite Kind? Nein, ganz klar. Und ich weiß nicht, doch das war ja potenziert durch die Krankheit, aber alle, mit denen ich bisher gesprochen habe, die ein zweites Kind haben jetzt, sagen, das erste Jahr ist heavy, ab dann wird es leichter. Und das unterschreibe ich halt mit. Und ehrlicherweise ganz so blauäugig, dass es so tief runter geht, habe ich jetzt nicht erwartet. Aber dass es anstrengend wird mit zwei kleinen Kindern, war mir schon bewusst. Und das schafft man aber. Das schafft man. Das ist nochmal ein Jahr, was heavy ist. Und trotzdem kriege ich, wenn alles funktioniert, ist das nur ein Jahr, das heavy ist. Genau, ja. Und bei uns war es jetzt ein bisschen länger, das stimmt. Wir sind ja… Was heißt was? Nein, aber wir sind auf einem… Schön, dass du schon im Präteritum sprichst. Nein, nein, nein. War, weil wir auf einem Weg sind. Nicht, weil es vorbei ist, sondern weil wir auf einem besseren Weg sind. Wir sind auf jeden Fall da, wo wir als Paar vor dem Tiefpunkt waren. Nämlich, dass wir wieder Lösungen finden können zusammen, dass wir reden. Das ist ja der Unterschied. Und trotzdem nochmal zu dieser Frage. Ich würde es nicht so machen, weil, was ich tatsächlich unterschätzt habe und nie noch nicht so gesagt habe, ist, dass ein zweijähriges Kind noch ein halbes Baby ist. Also, wenn ich Finn damals anschaue, der mit diesen zwei Jahren war, wie er mit diesen wirklich gerade zwei geworden, ich mit der Kanüle im Arm, wir sitzen in diesem Café, ich habe den auf den Arm, kriege bald mein zweites Kind. Das war ein Baby, der konnte, da sind noch Windeln dran, da sind noch keine, also noch nicht viele Worte da, die ausdrücken können, wie er sich fühlt. Natürlich ist es in der Definition schon ein Kleinkind, aber du weißt, glaube ich, was ich meine. Total. Also, er war so klein und das, ich dachte immer, er ist ja dann schon zwei. Das ist wirklich eine Wahrnehmungsverschiebung. Ja.

Als ich schwanger war, als wir das entschlossen haben, dachte ich, okay, wenn ich das jetzt berechne, ist unser erstes Kind schon zwei. Zwei Jahre, zwei Monate, ja. Und das ist wirklich eine Verschiebung, rückblickend ist er erst zwei. Ja, das sehe ich genauso. Also, zwei Jahre hört sich unendlich weit weg an, wenn man ein sechs Monate altes Kind oder ein ein Jahre altes Kind auf dem Arm hat und dann ist das Kind zwei und du denkst, okay, da geht noch nicht viel. Und wenn man jetzt rückwirkend, wo das Kind dreieinhalb ist und hier durch die Bude rennt und ein krasser eigener Mensch ist mit einem extrem hohen Wortschatz, der sehr oft, sehr viel, sehr lange am Tag aus ihm rauskommt, du dann Videos anguckst, als er zwei war und einfach nur denkst, um Gottes Willen, was haben wir diesen Kinder angetan? Er konnte sich ja noch nicht mal ausdrücken. Er hat alles verstanden, aber er konnte sich nicht wirklich irgendwas ausdrücken, was er fühlt, wie es ihm gerade geht, was er gerade braucht. Und deswegen ein klares Nein. Ich finde es krass, dass du das so sagst. Oh Baby. Weil, dann wäre Theo und ich da. Ja, ich weiß, oh Gott, ich bereue das nicht. Das ist der Unterschied. Ja. Ich bin so froh, dass dieses zweite Kind hier sitzt und es macht mich unglaublich glücklich und jetzt werde ich wie auch Gott, um Gottes Willen. Deswegen kann man nicht einfach so ein Nein sagen, finde ich. Und ich bin auch super nah am Nein, weil ich halt einfach nicht funktioniert habe. Und eben diese Angst habe, als kranker Mensch meinen Kindern was mitzugeben, was sie ihr Leben lang begleiten wird, bin ich ganz, ganz nah am Nein. Aber dann sehe ich Theo und denke mir einfach, dieser Mensch wäre jetzt nicht hier. Ja. Oh Gott, so habe ich es nicht gesehen. Und deswegen ganz klar eigentlich, ja, unbedingt, weil dann ist dieser Mensch hier. Ja, oh Gott, ich habe das wirklich in zwei ganz verschiedene Schubladen gesteckt. Ich glaube, die richtigere Frage für mich, würde ich es nochmal so machen, wenn du es jetzt in diesem so formulierst? Ja, weil Theo ist da und Theo ist toll und er gehört zu uns, würde ich jetzt mit einem dritten Kind, ich glaube, so wird es ein Schuh, noch mal so einen kleinen Abstand wählen für mein erstes oder für mein erstes und zweites Kind? Nein, ich glaube, so wird es rund. Ich bereue das nicht. Wir sind dadurch gewachsen. Wir sind viel stärker geworden. Und das war super hart. Aber wir sind jetzt vier und wir stehen hier, weißt du, und es sind wir. Und das ist das Schönste überhaupt. Na, dann sind wir noch schon bei meiner Joker-Frage. Drehen weg und weiter geht's. Letzte Frage. Wann kommt Kind 3? Genau. Und das ist jetzt, glaube ich, das, warum ich Nein gesagt habe. Und Nein, ich würde jetzt nicht nochmal 2 wählen. Aber dann ist in einem Jahr nicht Peggy Jacqueline da. So wird unser drittes Kind heißen? Der Arme. Der Arme vor allem.

Nein, also genau, weil ich jetzt weiß, wie ein zweijähriges Kind ist, mit welchem Wortschatz, mit welchem, in Anführungsstrichen, Aufwand, ne, er noch, also die Hilfe, die er noch benötigt oder sie. Nein, ich möchte dem beiden jetzt mehr Zeit geben, Theo beibringen, sich Bedürfnisse äußern zu können. Also bis dahin möchte ich kommen. Und dann kann man nachlegen. Also leicht lasse ich dich nicht raus. Jetzt ist das, das ist jetzt kindorientiert gesprochen, ne. Ich denke da auch eher noch Erwachsenen orientiert. Ich denke jetzt gerade wieder, jetzt müssen wir uns erstmal wieder eine Base bauen. Ich meine, ich bin hier krank zu Hause, du freelancest dir den Arsch weg mit deinen 50 Jobs und jetzt müssen wir uns erstmal wieder auf eine Plattform heben, auf dem vor allem mein Geist funktioniert, aber auch finanziell alles funktioniert. Wir müssen hier erstmal ein paar Hausaufgaben machen, das ist so meine Einstellung. Aber da muss ich sehr schmunzeln und deswegen gleich die nächste Frage und letzte von mir heute. Das erinnert mich an das, an mein Ich, bevor wir Kinder hatten, wo ich immer gesagt habe, wir müssen erstmal eine Plattform bauen, erinnere dich. Wir müssen finanziell saturiert sein und wir müssen den Kindern was bieten können in Form von Sicherheit, vor allem auch finanzieller Sicherheit und geregelten Tagesablauf, dass die gut durch den Tag kommen. Und das war aber am Ende des Tages eigentlich immer eine gute Vorbereitung für nie. Weil wenn du uns dann immer gefragt hast, wann kommen eure Kinder, ja komm, aber jetzt noch nicht, weil jetzt fühlt es sich ja auch gerade gut an, dass wir hier cool arbeiten, viel unterwegs sind. Die Plattform noch aufbauen. Und jetzt eben die Frage, wann ist denn dann der Moment? Also was muss denn für dich vorhanden sein, dass wir sagen, jetzt kommt Kind 3. Du vor allen Dingen auf einer gesunden Ebene. Du, der sagt, mir geht es besser. Aber das habe ich ja damals. Mir ging es ja besser nach Kind 1. Okay, dann ist die andere Entscheidung, die Kinder, wenn sie älter sind. Und wie alt? Zwölf. Wahrscheinlich? Nee, so alt nicht. Und das ist meine, da tickt ja in meinem Kopf dann trotzdem noch diese Uhr. Ich werde ja auch nicht jünger. Zwölf wäre... Aber Schatz, du siehst jeden Tag jünger aus, wenn ich dich beobachte. Oh Schatz, danke. Jetzt ist das Komplimente-Konto übervoll. Woche voll. Nein. Ja, also es sind schon zwei verschiedene Paar Schuhe. Wir müssen als Paar auf jeden Fall auf einer Ebene sein. Du musst für mich im ersten Schritt auch gehen. Etwas mehr an der Genesung dran sein. Und die Kids müssen ein bisschen größer sein. Und was dann kommt, kann dir nie jemand sagen. Habe ich das gewusst, dass das so kommen wird mit der Entscheidung, wir kriegen noch ein Kind? Nein. Dass es dir damit schlechter geht, ist ja auch die Frage. Hätten wir dann, hättest du so entschieden? Nein, hast du ja gerade gesagt. Man kann nicht rückblickend entscheiden in diesem Moment. Man kann nur nach vorne blicken, die logischere Entscheidung treffen.

Und jetzt kommt noch eine richtig fiese Frage. Oh Gott. Die ist richtig fies. Jetzt habe ich Angst. Würdest du, wenn ich hier sitzen würde, das dritte Kind jetzt planen? Also nicht, dass ich weg wäre, sondern jemand anderes, der fit ist? Boah. Also im ersten Moment, warte, habe ich wirklich gezuckt. Ich glaube, das siehst du mir auch an. Ja, so gut kennst du mich. Da nickt er. Also gezuckt im Sinne von, dass ich im ersten Moment dachte, wahrscheinlich schon. Und dann, aber direkt, zweite Millisekunde, sage ich dir nein. Weil da bin ich gerade sehr stolz drauf. Ich als erstes kam, nach diesen Gedanken, dass ich dachte, würde ich das gerade wollen? Nein. Ich möchte das auch für mich gerade nicht. Okay. Ich bin auch gerade für mich in einer Findungsphase, aus der ich erstmal raus muss, die ich nicht deckele mit einem dritten Kind. Das entspannt mich ein bisschen, weil ich mich sehr unter Druck fühle. Weil ich eben denke, wäre ich jetzt nicht so drauf, wie ich gerade drauf bin, würdest du vielleicht schon das dritte Kind haben? Nein. Definitiv nicht. Kann ich dir genauso beantworten. Okay, gut. Das habe ich. Na dann. Okay. Aber was, warte mal, du brauchst dir deine Papiere noch nicht zusammenzufügen. Ich habe ja alles, ist alles durchgestrickt. Wann kannst du dir denn ein drittes Kind vorstellen? Jetzt nicht. Punkt. Eigentlich habe ich es ja gerade beantwortet. Wenn jetzt das dritte Kind kommen würde, in absehbarer Zukunft, und ich wieder so einbreche, dann lasse ich hier zwei Kinder im Stich und das mache ich nicht. Also dieser tiefe innere Wunsch, für meine Kinder da zu sein und das auf einmal nicht mehr zu können, weil ich mich für ein drittes Kind entschieden habe, das fühlt sich für mich nicht gerecht an. Also ich entscheide das sozusagen für meine Kinder und für das nicht vorhandene Kind. Aber ich will dann auch nicht irgendwann auf dem Sterbebett liegen und mich bei Kind Nummer drei, entschuldigen, dass ich nie auf die Welt gekommen ist, weil ich meine Hausaufgaben nicht gemacht habe. Es ist schwer, das immer runterzubrechen. Es ist wie Rauchen aufhören. Wenn du Leuten sagst, hör auf zu rauchen, weil du stirbst an Krebs, das kriegt keiner im Kopf so zu Ende gedacht, weil diese eine kleine Zigarette am Tag, naja, ist okay. So ist das halt mit auch meiner Genesung. Das heißt, es gibt immer wieder Tage, wo ich einfach nichts für mich mache. Nur für die Familie funktioniere und dadurch aber nicht besser werde und deswegen nie Kind drei kommt. Und eigentlich müsste ich mich hinsetzen und mir hier einen Schlachtplan an den Kühlschrank hängen. Für Kind drei muss ich XYZ machen und wenn ABC erreicht ist, dann geht's los. Nicht so theoretisch rational, aber ich glaube, so denkt kein Mensch, ich auch nicht und es ist schwer, auch irgendwie in den Alltag umzusetzen. Und verschafft vor allem viel Druck halt. Aber tatsächlich hilft mir deine Antwort, weil das war eine ernst gemeine Frage, weil ich manchmal hier sitze und denke, naja, mit den Issues, mit dem würde ich jetzt auch kein drittes Kind machen. Ja, mein Schatz. Ja, das war ja wieder eine richtig lustige Folge, haben wir alle gelacht. Haben wir schon, aber haben aber auch nicht gemeint. Alter, hätte ich nicht gedacht. Ei, ei, ei. Geh mal meine verlaufende Schminke abschminken. Ja, mach das mal. Und

du? Und ich? Schminkst. Auch ab. Ich würde einfach nur die Nase putzen, schön ausführlich. Schön. Weil ich mal wieder krank bin, es ist Kita-Herbst. Ich könnte jetzt eigentlich jede Woche eine Kita-Krank-Folge machen und mich aufregen. Ich würde einfach nur eine Stunde alleine hier am Mikrofon schimpfen. Ich weiß nicht, ob das Menschen hören wollen. Gebt mir mal eine Antwort. Würdet ihr das hören wollen? Ich würde einfach nur eine Stunde lang darüber fluchen, wie scheißoft man bitte schön krank sein kann und wie einem das auf den Sack geht. Gute Nacht. Gehabt euch wohl. Alright, Leute. Wenn ihr das jetzt noch hört, dann seid ihr ja, entweder eingeschlafen oder ihr mögt wirklich, was wir hier erzählen. Beides ist für mich okay. Wenn du schon eingeschlafen bist, dann sprechen wir jetzt in dein Unterbewusstsein. Wenn du noch wach bist, haben wir hier eine kleine Sache in eigener Sache. Wir machen Eltern nach acht, weil Elternalltag oft viel zu glatt erzählt wird. Und wenn es bei einem selbst gerade nicht gut läuft, denkt man ganz, ganz schnell, man macht irgendwas falsch. Wenn ihr mögt, was wir hier machen, folgt dem Podcast, lasst ein Like da oder eine Bewertung oder schreibt uns einen Kommentar. Und wenn ihr bei einem typischen Elterngespräch denkt, das wäre was für mein Gegenüber, dann erzähl von uns. Empfehlt Eltern nach acht weiter. So können uns andere Eltern finden, die sich mit dem ganzen Kram nicht alleine fühlen wollen. Und jetzt viel Spaß im Outro. Das war Eltern nach acht, der Tagesabschlussbericht. Und mit geputzter Nase und noch nicht abgeschminkt. Willkommen im Outro. Und mir ist leider das Thema, was ich gerade noch im Kopf hatte, vielleicht kommt es wieder. Aber wir haben Hörerfragen und ich finde das Hörerinnenfragen, finde ich, ist eine coole Sache. Soll ich sie dir vorlesen? Ja, lies mal vor, bitte. Fällt es euch mit bestimmten Freunden schwer, Social Time zu haben, weil sich die Kinder gerade noch nicht riechen können? Darf ich als erstes antworten? Gerne. Mir fällt das überhaupt gar nicht schwer, weil wir eigentlich fast keine Freunde mehr haben. Wir haben genug Kinderfreunde. Fällt mir total easy, weil... Weißt du, was mir fehlt? Wir sehen hier eh keinen. Nee, mir fehlen Weinfreunde. Weinfreunde? Wir fehlen Freunde ohne Kinder. Wo ich einfach sagen kann, ich... Aber das war ja nicht die Frage. Nee. Es geht ja nicht um dich. Aber das ist das Outro, da kann ich reden, wie ich will. Es geht ja um die Kinder. Und tatsächlich haben wir ein paar Kinderfreunde. Und ich sehe den Case nicht, dass wir... Also, wir gehen ja hier durch alle Phasen mit euch zusammen durch. Und vor allem kommen wir jetzt gerade aus einer sehr langen Phase, wo Kinder nicht miteinander spielen, sondern nebeneinander her und perfekte Egoisten sind. Das heißt, wenn die dann in der Hand von einem anderen Kind was sehen, was sie spielen wollen, gehen die hin und holen sich das. Und das ist unangenehm für uns Eltern, aber das ist vollkommen uninteressant, ob das auf dem Spielplatz

passiert oder mit den Freunden jemanden hat. Daher ist mir das nicht unangenehm und daher nein, ist ganz klar die Antwort, ist mir völlig Hupe. Und wenn die sich die Köpfe einschlagen, Hauptsache... Wir hatten ja auch Kinder sitzen, wo beide dann geweint haben, weil sie sich die Sachen wegnehmen. Ich finde, also dieses Unangenehme, das muss man aushalten können, weil wie oft hatte ich das Gefühl, als Freunde gegangen sind, so, oh, das war so scheiße jetzt gerade und er wollte nicht heilen oder wie auch immer, wo du mich relativ schnell wieder eingefangen hast und dann immer gesagt hast, denen geht es doch nicht anders, Schatz. Die haben doch genau dieselben Gedanken. Das Kind hat doch auch die Sachen weggenommen und konnte es nicht aushalten, dass der andere das hatte. Und ich glaube, wenn man das mit der Frage gemeint hat, mit nicht riechen können, weil wie gesagt, wir sind ja jetzt noch nicht bei sechs, sieben, achtjährigen, die sagen, ich mag aber den anderen nicht. Naja, genau, ich glaube, das ist noch zu früh, um die Fragen beantworten zu können. Also ich glaube, die Frage ist schon in diese Richtung, dass die sich nicht miteinander riechen können, im Sinne von, dass sie noch nicht miteinander spielen oder eben sich wirklich noch nicht füreinander interessieren. Das heißt aber nicht, dass, warte, damit ich will nochmal reden, sie sich nicht leiden können, sondern was ich dann gemacht habe, ist einfach verschiedene Spielinseln zu bauen für die Kids, ob das Geburtstag war oder normale Treffen. Oder meine Freundin gesagt hat, kannst du bitte zwei, drei Spielsachen mitbringen, dass es nicht ungefähr 100 Eskalationen gab. Und dann saß man zusammen. Und dann tue ich mich nicht schwer. Und dann muss man halt eben nur dieses unangenehme Gefühl aushalten, dass heute der eine und mal der andere kippt. Und ich glaube, für dieses klassische Meme, wo immer steht, spiel doch mal mit den Nachbarskindern und danach dieses Meme, das Nachbarskind und dann so ein völlig durchgedrehter Psychopath, dem du einfach nicht spielen möchtest, das ist einfach noch zu früh. Also Finn kommt jetzt gerade in die Phase, wo sie in der Kita lernen, sich gegenseitig mitzuteilen, dass sie gerade, dass du gerade nicht mein Freund bist. Ach, dieser Satz, der triggert mich hart. Papa, du bist mein Freund, Theo ist nicht mein Freund. Das triggert, ich glaube, meine Jugend kommt da und das trifft mich an einem Punkt. Schöne 90er-Mobbing-Jugend. Ja, da muss ich selber reingehen. Wir haben es damals Necken genannt. Nochmal auf, das hat nichts mit Necken zu tun, das ist richtig schlimmes Mobbing. Voll. So, und da sind wir noch nicht und es wird kommen und dann werden die Kinder sagen, ey, wollt ihr mich verarschen? Ich will da nicht hin zu diesem Dödel. Ja, aber selbst da. Da können wir die Frage dann besser antworten. Nein, aber selbst da, wenn ich meine Freunde besuchen möchte. Ja, dann kannst du ja abends besuchen mit dem Wein. Na, ja, die können ja eben nicht, sage ich ja gerade. Na, dann vielleicht schon, wenn die größer sind. Aber dann muss man dann nicht auch sagen, doch, nimm dir was zu lesen mit. Wir gehen da hin. Nee, das sehe ich nicht so. Tatsächlich, wenn es soweit ist und mein Kind ausdrücklich sagt, der ist verrückt, auf den habe ich keine Lust. Ja, dann bleibst du zu Hause? Nee, dann bleibe ich nicht zu Hause. Dann lasse ich das Kind zu Hause. Geh alleine. Ist eine super spannende Frage. Das heißt, wir können sie halt tatsächlich noch nicht beantworten.

Ich würde dann trotzdem hingehen und sagen, nimm dir was zu spielen mit. Du sitzt dann bei uns. Oder? Würde man das nicht tun? Würde man sagen, okay, wir besuchen nie wieder XY, weil die Kinder sich nicht mögen? Ist eine gute Frage. Nein, würde man nicht. Hat man irgendwann nur noch Freunde, weil die Kinder sich verstehen? Mit den Gedanken lassen wir euch jetzt alleine. Und ich? Jetzt kann ich nicht schlafen, weil ich darüber nachdenke. Oh mein Gott. Gute Nacht!