Hinweis zum Transkript
Dieses Transkript wurde automatisiert aus der gesprochenen Episode erstellt. Umgangssprache, Satzabbrüche und mögliche Hörfehler bleiben teilweise erhalten. Im Zweifel gilt das Original-Audio.
Zur Zusammenfassung und Episode →dann kommt die Nacht und die ist ungeil. Ich hasse es, ins Schlafzimmer zu gehen. Ich hasse diesen Raum gerade. ich bin sackmüde. drei Kaffee ist auf jeden Fall das Minimum Versöhnungssekt. Dann nehme ich gleich noch einen Schluck. Weil da kann man gar nicht aufhören zu trinken. Zündschnur ist natürlich viel kürzer. scheißen gerade hinten komplett ab. das ist nicht wie ein Staffellauf, wie es vorher war, das ist ein Marathon allein. Eltern nach Acht, Eltern nach Acht, Kinder im Bett, Kinder im Bett, zwischen Windel, Mie von Snacks, zwischen Windel, Mie von Snacks, Tag ist Abschluss bereicht. Tag ist Abschluss bereicht. Cheers. Auf gute Streits. Auf sehr gute Streits. Bist du schon sehr erwachsen geworden, finde ich. Ich heule immer noch dreimal, aber ich kann mich dann auch gut wieder sortieren und weiterreden. Darauf finde ich auch, dass ich gewachsen bin. Wir nehmen heute auf, obwohl wir uns gerade gestritten haben. Ja, aber der Sekt ist so ein einvernehmlich, so ein stillschweigendes, einvernehmliches. Also nicht nur ich habe vielleicht Sex gehört, aber du hast Sekt gesagt. Das war auch ein Teil des Streits, aber das vielleicht zur anderen Stunde. Das hattest du mal als Thema. Wir haben ja extra gesagt, kein Sex-Podcast. Eben, aber du wolltest Sex trotzdem als Thema mal machen. Ja. Habe ich mich dagegen gesträubt? Ja. Wie eine alte Jungfrau? Ja. Aber vielleicht nehme ich das nochmal auf. Ich habe zwei neue Themenvorschläge. Oh. Seid ihr auch alles so neugierig wie ich? Willkommen bei Älter nach Acht. Der Tagesabschlussbericht. Heute haben wir nämlich eine ganz besondere Folge für euch mitgebracht. Und die heißt 18-Monats-Regression. Willkommen zurück in der Schlafhölle. Schlafhölle. Einer der Gründe. Warum wir uns so toll gestritten haben. Ist vielleicht das, vielleicht auch nicht. Der Podcast wird es lösen. Naja, das was man jetzt gerade, also was wir gerade gesagt haben, wird wahrscheinlich ja eher der Hidden Track. Der Hidden Track. Und jetzt mal wirklich für alle, die das noch nicht gecheckt haben. Nach der Musik kommt bei uns immer noch was. Und das ist eigentlich das Beste. Das Beste am Podcast. Hört nur das. Nein, aber ich glaube, dass viele abschalten, weil sie es nicht wissen. Logisch. Ist ja auch normal. Dann kommt so eine Outro-Musik und dann machen die Leute aus. Aber da kommt immer noch was. Also es lohnt sich dran zu bleiben. Jetzt zum Beispiel haben wir gerade erklärt, warum wir heute zu später Stunde sogar gemeinsam ein Sektchen trinken. Aber das hört ihr dann später. Versöhnungssekt. Ja, theoretisch habe ich ja heute gar nicht so viel zu erzählen. Nur so ein bisschen. Gehen wir direkt rein? Ich sage ja, ich bin schon, ich habe drei Schluck genommen, Leute. Und ich habe schon einen. Das wird eine
lustige Folge bei mir hier. Ja, das ist ja super, dass du heute viel Räder anzeigen hast. Oh Gott, man möge es mir verzeihen. In diesem Sinne, ich nehme noch einen. Genau, unsere 18-Monats-Regression betrifft nämlich nicht beide Kids, sondern eins. Und dieses eine Kind hat tatsächlich eine Bindungsperson. Und das ist Franziska, das kleine Blumenmädchen. Und dann hört er meinen, dass nur ich es bin. Dann erzähl doch mal vielleicht so ein bisschen, wie sieht denn gerade dein Alltag aus? Dann nehme ich gleich noch einen Schluck. Weil da kann man gar nicht aufhören zu trinken. Also, er ist am Tage von Müdigkeit bestimmt. Mit einem Kind, was logischerweise ja auch nicht die beste Laune hat. Weil es ja auch, und das tut mir ja, also neben all dem, was wir heute erzählen, ist es wirklich für mich das Schlimmste, dass er ja auch leidet. Das merke ich dann, wenn er über zwei Stunden Mittagsschlaf macht etc. Er ist ja auch nicht ausgeschlafen. Und er nüllt dann halt auch mehr. Und ist jammriger. Also ich bin sackmüde. Und drei Kaffee ist auf jeden Fall das Minimum bis zwei. Ich wollte gerade sagen, drei am Vormittag. Und die Nächte, die beginnen mit die Abende. Also ins Bett gehen ist auch schon ein bisschen anders, aber hat sich noch nicht so weit verändert. Theo ist, nee, war, nehmen wir es jetzt in der Vergangenheit, ein guter Schläfer, kann man nicht anders sagen. Hat mich wirklich verschont. Und dann kommt die Nacht. Also das Einschlafen funktioniert noch. Und dann kommt die Nacht und die ist ungeil. Gerlinde gesagt. Ja. Da ist viel Wecker gucken. Das zieht sich auch wie Kaugummi. Ich sehe diese Zahlen und denke mir, das kann doch nicht wahr sein. Dann entscheide ich manchmal, gehe ich spät ins Bett, obwohl ich sehr, sehr müde bin, damit die Nacht nicht so lang ist. Oder gehe ich früh ins Bett, weil ich ja so müde bin. Aber dann ist die Nacht unglaublich lang. Vielleicht holst du uns nochmal so ein bisschen von vorne ab, also unser Verdacht, warum man das macht, weiß man eigentlich gar nicht. Man braucht glaube ich so ein bisschen... Das kann ich dir genau sagen, weil mit der Begründung lässt es sich einfacher durchleben. Warum sagen wir dann, oh es sind die Zähne? Wir wissen es gar nicht, vielleicht ist es wieder der Bauch. Oder wir brauchen immer diese Begründung, um es zu überstehen. Kann ich dir ganz genau so sagen, brauche ich, um etwas Greifbares zu haben und zu wissen, okay, das ist es. Da gehen wir durch. Es wird irgendwann vorbei sein. Genau, bei uns ist seit zwei, drei Wochen so ein bisschen die Apokalypse der Nacht ausgebrochen, weil wir eben mit einem sehr dankbaren Schläfer vorher gesegnet waren. Und auf einmal hat sich alles ein bisschen verändert. Aber eben nicht nur nachts, sondern eben auch tagsüber. Mit einem Anfangsverdacht von es sind die Zähne, dann Erkältung, dann kam ja noch Magen, Darm irgendwie dazwischen. Das hatten wir in der letzten Folge und zusätzlich sehr, sehr, sehr starke Anhänglichkeit an eben vor allem Mama. Plus super hohes Frustrationslevel bei Dingen, die er möchte und nicht haben kann. Plus ein Frustrationslevel bei Dingen, die er machen möchte, aber noch nicht umsetzen kann. Und ein Frustrationslevel erhöht
dadurch, dass er Dinge nicht beschreiben kann, aber uns beschreiben möchte in manchen Situationen. Ja, das ist ja quasi Sprung 10. Ja, sozusagen, weil Literatur gibt es ja verschiedene. Die einen sagen Sprung 10, da gibt es die 18-Monats-Schlaf-Regression. Wir haben absichtlich den Titel 18-Monats-Regression genannt, um irgendwie so ein bisschen die Mitte zu treffen, weil Theo sich ultra krass verändert hat, eben in diesen letzten drei Wochen. Von einem Kind, das einfach super mitgelaufen ist in dieser Vierer-Familien-Konstellation zu jemandem, der auf einmal Raum beansprucht. Und es sei ihm gegönnt. Und das ist ihm mehr als gegönnt. Das ist ja Persönlichkeit, die jetzt rauskommt, was gut ist. Plötzlich war aber alles anders, so Stück für Stück. Am Schluss ist es am Ende eben so eine Gesamtmischung und deswegen nennen wir es jetzt für uns einfach Regression. verändert sich was und damit ist es für uns dann, glaube ich, auch ein bisschen absehbar. Aber erzähl doch mal. Ja, ich will dich was fragen, weil du weißt, dass der 10. Sprung nicht die 18-Monats-Schlaf-Regression ist. Das meinte ich. Beides sind zwei verschiedene Verschuhe. Deswegen habe ich so ein bisschen vermischt in meinem Kopf, weil gefühlt praktisch parallel zwei Dinge passieren. Es passieren gerade zwei Dinge plus, und das ist ja wirklich auch da, vier Zähne. Also das passiert gerade alles zusammen. Es ist ein Kuhkörper, Klumerat. Plus Magen, Darm und Ja, das war davor, aber das ist ja jetzt Gott sei Dank vorbei. Wie sieht denn bei dir so ein Tag am Ende aus? Was geht gerade nicht mehr, was vielleicht vorher ging? Was hat sich verändert? Wie hat so einen Care-Arbeitstag bei dir ausgesehen, davor und dann jetzt? Meine Zündschnur ist natürlich viel kürzer. Durch den Schlafmangel? Ja. Oder weil es dich so hart nervt? Nein, nur durch den Schlafmangel. Also ich habe ganz wenig Kapazitäten. Das ist mein Thema eigentlich, was ich zu Anfang erzählen wollte. Und die merkst vor allen Dingen du und ich. Also die Kinder merken das nicht. Da kann ich alles reingeben. Aber du warst mit krank vor letzte Woche. Und ich sitze dann da und denke mir, ich würde ihn ja gerne den Kopf streicheln. Ich habe dir einen Tee gekocht. Ja, aber das ist halt auch jetzt nicht viel. Also wir haben uns immer umeinander gekümmert, wenn wir krank sind. Aber ich saß dann und dachte, ich kann es erstens jetzt nicht hören, dass du jetzt auch krank bist. Das fange ich nicht noch mit ab. Und zweitens kann ich dir nichts geben. Ich habe keine Kraft, dir noch so ein Netz zu spinnen, um dich aufzufangen. Und das ist für mich eine wahnsinns große Geschichte, weil das bei uns nicht so ist. Wir fangen uns gegenseitig auf. Und ich saß da und das wollte ich zu Anfangs erklären oder erzählen, dass ich das in meiner Story erzählt habe, dass es mir das ultra leid tut und ich Schuldgefühle habe. Und dann haben mir sehr, sehr viele geschrieben, dass du ein erwachsener Mann bist, der sich ja um sich selber kümmern kann und ich quasi ja erstmal nur die Verantwortung für die Kids habe. Wo ich sage, naja Leute, nee, das haben wir noch nie so gemacht. Du warst schon immer erwachsen, seitdem ich dich kenne. Ich möchte für dich da sein. Das ist mein Anspruch unserer Beziehung, dass ich dich auffange, dass ich dir was Schönes mitbringe, dass du krank sein darfst. Das darfst du nicht. Also da merke ich einfach,
ich habe keinen Platz mehr für etwas anderes. Ich kann dich nicht auffangen. Ich habe keinen Platz, so richtig mich aufzufangen, weil ich erstens natürlich dann ja auch keine Zeit habe zu arbeiten. Dann ist das die ganze Zeit in meinem Kopf. Das hackt. Also das ist so, ich bin dann selber wie ferngesteuert, aber ohne Kappa. Witzig. Man merkt, wir haben uns gerade vorher gestritten. Das heißt, wenn ich die Tagesfrage stelle, wie läuft dein Tag ab, antwortet Franziska mit Beziehungsthemen. Und ich habe eigentlich auf Theo abgezählt. Nein, nein, nein, nein, nein. Aber halt stopp. Achso, nee, ach, naja. Vollkommen in Ordnung. Und am Ende des Tages bin ich da so ein bisschen bei deinen Followerinnen. Ich kann mich um mich selber kümmern. Deswegen habe ich ja auch zu dir jetzt mehrfach den Satz gesagt. Bleib erstmal bei dir, kümmere dich um dich selber, bevor du bei mir weitermachst, weil man sieht, dass du gerade auf dem Zahnfleisch kriegst im wahrsten Sinne. Und einfach, und das ist so ein bisschen meine Logik, dich um die selbst kümmern musst, um auch wieder nach außen was zu Also du hast ja dann, und das hast du ja gerade richtig benannt, ich bin die Bezugsperson, das heißt, ihm geht es schlecht, dann möchte er bei mir sein. Jetzt kommen wir wieder zum Thema, genau. Das sehe ich auch so, genau. Und das macht es ja, also du bist ja quasi, es ist ja immer ein 24-7-Job, aber irgendwie ist der auch mal mit Pausen, kurzen, wo er da mal alleine spielt und ich kann etwas machen. Aber das ist nicht gegeben. Du bist belagert jede Stunde, die du wach bist und das ist anstrengend im Sinne des Overtouch-Sein. Ich glaube, das kennen viele. So dieses immer ist jemand an dir dran und dann das ständige Entertainment, weil das kann er ja dann auch nicht, mal kurz alleine spielen. Ja genau, das ist das, was sich, das war meine Eingangsfrage, zu vorher verändert hat. Theo ist tatsächlich ein Kind, was man hier in die Spielecke setzen kann und dann fängt er an, vor sich hin zu spielen und dann hat man eine Chance auf Hausarbeit nebenbei. Also man kann dann, wir haben so eine offene Wohnküche, in die Küche gehen und dort den Geschirrspüler ausräumen meinetwegen. Und Theo spielt dann eine Viertelstunde, keine Ahnung, begrenzten Zeitraum und dann kommt er wieder vorbei und braucht wieder Nähe. So dieses Beziehungsgummi, von dem man ja immer spricht, das zieht dann zurück zum Bezugspartner und dann braucht er kurz Nähe und dann kann man ihm die Nähe geben und ihn dann aber wieder auch zum Spielen setzen und dann noch was anderes machen. So waren bisher hier die Kehrarbeitstage und auf einmal switchte das in keine Minute. Das Gummiband ist immer wieder geschnitten. Und er hängt dran. Genau. Und es ist halt dann am Anfang total schwer, wieder in diese Rolle zu kommen und zu verstehen. Und wir, also ich, ne, du übernimmst ja dann trotzdem auch. Also du bist ja genauso Bezugsperson. Ich weiß nicht, wie man das immer differenziert. Warte, warte, warte. Und das ist eben meine Frage, was macht das mit dir? Man hat ja immer mal kurz den Entspannungsmoment, wenn man Kehrarbeit betreibt. Ja, darf ich was sagen? Ja, bitte. Wie geht's dir damit? Na genau, also ich glaube, die Tage sind nicht mein Problem. Das ist natürlich anstrengend.
Ist das so? Ja, das ist anstrengend. Krass. Aber das ist okay. Das gehört dazu. Da muss ich jetzt durch. Das ist fein. Auch durch die Nächte muss ich durch. Aber die sind mein Problem. Die sind endlos. Da möchte ich regenerieren. Und da gibt es auch den Punkt, wo ich sauer werde, wo ich so denke, oh Mann, du musst auch schlafen. Aber das finde ich spannend. Also ich beobachte dich ja, wie du mit Theo umgehst. Und wir reden ja nicht nur von der Anhänglichkeit. Und wir reden ja nicht nur von der Anhänglichkeit, wir reden ja auch von einem Geräuschpegel, der irgendwo zwischen Düsenjet und Erdbeben liegt. Ich beobachte dich da, dass du tatsächlich mit einer Seelenruhe immer wieder bei ihm bleibst und in Ruhe gibst. Aber gibt es bei dir nicht den Moment, wo du sagst, ich muss jetzt mal ganz kurz ins Bad schreien? Nein, nicht am Tag, nachts, sag ich ja gerade. Okay, aber das ist ja spannend. Also gar nicht, weil ich, da bin ich doch, also das habe ich letztens zu einer Freundin gesagt, man entscheidet ja nachts nicht so richtig. Ich bin so belullert im Kopf nachts, weil ich ja selber hundemüde mitten im Tiefschlaf, wie auch immer, wenn es die Phase denn überhaupt beeintritt. Das ist ja ein Funktionieren und nicht so ein richtiges Entscheiden oder, na, ist das Glas leer? Haha, Im extra Strohhalm, genau damit ihr das Klappern der Eiswürfel nicht hört. Mein Strohhalm hat etwas gezischt. Genau, und das habe ich ja tagsüber nicht. Tagsüber bin ich ja Herr meiner Sinne und weiß, dass er gerade super leidet und das tut mir total leid. Aber deswegen glaube ich, habe ich gerade so ein bisschen rumgeeiert und gesucht und habe es dann verstanden, dass du es denkst. Aber nein, das ist tagsüber nicht so. Tagsüber kann ich mit vollem Bewusstsein das gut, gut, gut wegstecken. Nachts, sage ich ja gerade, nachts ist hart. Nachts gucke ich diesen Wecker an, der da oben an die Decke leuchtet. Da regt mich alles auf. Dann hat, weiß ich nicht... Aber hol doch erstmal vielleicht ab, was passiert denn nachts? Also wie sehen denn gerade die Nächte aus? Ja, das stimmt, okay. Also ihr geht 19 Uhr ins Bett, 19.30 Uhr? Ja, 19.30 Uhr, genau. Und ich glaube so 21 Uhr war das späteste in letzter Zeit, wo es dann... Ne, stimmt, ist auch falsch. Es geht irgendwann los. Ich hatte kurz die Phase, wo ich dachte, das liegt an mir und ich schlafe jetzt mal ein bisschen auf der Couch. Ich habe dann sehr lange hier gesessen und sehr geguckt. Es lag nicht an mir, es ging dann trotzdem los. Weil man sucht ja Wege, man probiert sich ja aus. Das meinte ich, erstens braucht man die Begründung und dann sucht man. Also dachte ich, ich mache ihm wach. War nicht so. Und dann geht's los. Dann jammert er, schimpft ein bisschen. Normalerweise steckt man den Nuckel rein oder er findet ihn sogar selber. Das ging nicht, das hat er nicht gemacht, nicht selber gefunden, weil das nicht das Problem war. Dann geht man rein, dann probiert er eine Position zu finden, findet keine, dreht, wendet, setzt sich auf, legt sich nieder, legt sich auf mich, dreht sich um, schläft kurz ein. Das Kurz ist dann ja auch, wo du wieder wegsackst, dann wirst du wieder wach, weil er wieder jammert. Und dann ist das dieses Foltern. Es ist einfach nicht umsonst eine Foltermethode. Das heißt also, er rödelt die ganze Zeit rum. Er rödelt und
rödelt, probiert sich selber irgendwie, ja, wieder eine Position zu finden. Kann man ja nicht sagen, dass die dann einfach rumschreien. Also er probiert es ja. Und dann gibt es in letzter Zeit eben häufiger den Punkt, wo das nicht möglich ist. Und eine Sache war immer das, was ich gesagt habe, ich stehe mit meinem Kind nicht auf und schucke es. Das war für mich irgendwie so ein gesetztes Ding, weil es ist dann quasi ein Faktor mehr in meiner Wahrnehmung. Niemand, der das macht, macht da irgendwas falsch. Aber in meiner Wahrnehmung war ich so, dass ich sagte, ich probiere alles im Liegen. Ich möchte nicht aufstehen, weil das ein Punkt mehr ist, den den er dann vielleicht brauchen könnte. Und jetzt in letzter Zeit musste ich aufstehen, weil er so geweint hat, weil er aus diesem Bett wollte, weil er natürlich selber frustriert war. Habe es im Zimmer probiert, ging nicht. Und ich saß jetzt bestimmt schon über eine Hand voll, oder? Im Wohnzimmer und habe getröstet. Das Trösten ging dann, und dann haben wir hier Bücher angeguckt. Was ich nicht mache, das ist dann quasi die nächste Stufe, aber da hoffe ich nicht, dass wir hinkommen, ist Spielen. Ich habe dann hier gedimmtes Licht an und sage ihm, er kann ein Buch holen. Holt er sich, holt auch ein nächstes. Ich mache das ungefähr einen Schlafzyklus, also ungefähr so 20, 25 Minuten. Dann gehe ich wieder mit ihm hinter, dann hat er trotzdem ab und an mal geschimpft. Also die Hälfte der Male geschimpft. Und dann legen wir uns hin und schläft er auch relativ schnell ein. Und dann ist es Minute X und es geht wieder los. Nicht, dass wir aufstehen müssen, das passiert tatsächlich Gott sei Dank bisher nur einmal, aber er ist dann wieder unruhig. Einmal in der Nacht meinst du? Ja, einmal in der Nacht. Wann ist der Moment, wo du sagst, Okay, okay, also nochmal zur Situation, für manche, die die anderen Folgen nicht gehört haben. Wir schlafen in einer komplizierten Dreierkonstellation. Das heißt, Franziska und unser kleinster Theo schlafen im Schlafzimmer. Ich schlafe jetzt mittlerweile von der Wohnzimmercouch verlagert im Büro, praktisch zwischen Schlafzimmer und Kinderzimmer und schlafe da ein. Und irgendwas zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens werde ich dann vom Großen gerufen im Schlaf und lege mich dann zum Großen ins Bett und schlafe. Wann kommt bei dir der Moment, wo du dann sagst, nee, das mache ich jetzt nicht mehr alleine, das schaffe ich gerade nicht mehr und du holst mich? Naja, das, was ich vorhin gemeint habe, wenn ich merke, ich bin voll, wenn ich wütend werde. Was heißt voll bei dir? Ja, so, dass ich sauer werde. Ah, okay. Also ich merke dann, mich stört. Das, was ich eigentlich dachte, dass du tagsüber hast, dass du frustriert bist? Ja, also genau. Frustration ist das richtige Wort. Dann stört mich das Licht und da leuchtet es durch die Gardine und weiß ich nicht, dieses Flurbumslicht, was wir da haben, dieses kleine… Fluricht. Ja, also was man so in der Steck… Nee, Nachtlicht heißt das, genau. Das leuchtet unter der Türschwelle durch und dann suche ich Begründung, warum er doch jetzt auch nicht zur Ruhe findet. Da merke ich, okay, it's enough. Ich habe das jetzt schon echt lange probiert. Da merke ich, ich gehe jetzt raus und wecke dich. Weil das ist der Moment, wo ich selber kurz Luft
brauche, um wieder klar denken zu können oder vielleicht auch einfach wacher zu werden, um wieder klar denken zu können und dann kann ich weitermachen. Und manchmal braucht er ja auch einfach dich, also dann braucht er einen Wechsel, weil er ja von mir ja auch merkt, meine Herzfrequenz ist hoch. Das ist ja, also finde ich so krass, weil Kinder merken das einfach, wenn du selbst aufgeregt bist, wenn du selbst frustriert bist, wenn du schlecht gelaunt bist. Und es bringt mich nicht weiter, wenn ich mich nicht mehr regulieren kann. Und dann hole ich dich. Spannend. Das ist ein spannendes Thema, weil tatsächlich erlebe ich das dann ja nachts, dass auf einmal, ich glaube, alle, die zuhören und Kinder haben, kennen das. So dieses Momentum, wenn der eine das Kind auf dem Arm hat und auf einmal aber das Kind sozusagen den Arm vom Hals der Mama nimmt und beide Arme Papa entgegenstreckt und sich so vorlehnt. Dieser Vorlehnen-Moment, den habe ich ja zur Zeit nie, tagsüber, aber eben tatsächlich nachts. Das ist ein lustiger Effekt. Und da merke ich tatsächlich, dass ich dann beiden helfen kann. Das heißt, Theo entspannt sich dann sichtlich. Wir hatten jetzt sogar, und das ist für mich ein Novum, dass ich Theo trösten kann, wenn du dabei bist. Also ich kann Theo trösten, wenn er alleine mit mir ist, aber eben nicht, wenn Mama mit im Raum ist. Dass Theo völlig aufgelöst ist und sich eben nicht beruhigt hat, was wir gar nicht kennen aus der Nacht. Und auf einmal zu mir rüberkommend, ich anfange ruhig ihm zu erzählen, ein bisschen Buch vorzulesen und auf einmal beruhigt sich Theo. Das sind ganz neue Momente. Ja, der merkt halt, dass du noch ruhig bist und ich kann dann nicht mehr ruhig sein. Ja, genau. Also offensichtlich scheint das eine Wirkung zu haben. Und dann freue ich mich auch immer, wenn ich da irgendwie einen Nutzen habe. Total. Weil tagsüber und zu dem Thema wollte ich auch kommen, ist das halt eine ganz andere Nummer. Also jetzt habe ich gerade verstanden, dass du tagsüber gar nicht so... Aber darf ich das zwischendurchdragen? Nimmst du das persönlich? Ja. Ja? Ja, das ist tatsächlich so. Aber das sagst du mir doch immer bei Finn, das hat nichts mit dir zu tun. Ja, das sagt man. Also ich bin... Wenn man nicht die Bezugsperson, wenn man die Bezugsperson ist, dann ist es nämlich so, das hat gar nichts mit dir zu tun. Auch so schön. Exakt. Ja klar, das ist völlig normal. Und ich war mein ganzes Leben lang immer ein sehr guter Coach, aber ein richtig beschissener Coachie. Also das heißt, ich konnte dir dein ganzes Leben erklären, wie es funktioniert, aber selber habe ich es richtig kacke teilweise gemacht. Das ist völlig normal und da ist es so und das habe ich als Thema mitgebracht. Ich betrachte das aus zwei Blickwinkeln. Ich habe einmal eine sehr hohe... Ich setze eine sehr hohe Wichtigkeit darin, dass ich ein gleichwertiger Erziehungsberechtigter bin. Also das heißt, mir ist es wichtig, dass die Kids mich genauso wichtig empfinden wie dich. Weil das ist für mich, und das ist wirklich dumm, aber es ist so, das ist für mich der Spiegel dafür, dass ich eine gute Erziehungsarbeit gemacht habe und viel Vertrauen und Nähe meinen Jungs gebe, dass die mich als Papa genauso akzeptieren, wie dich als Mama halt. Ich weiß, dass das dumm ist, aber es ist ein bisschen wie eine Bezahlung am Ende des Tages. Und wenn dann aber auf einmal einer
seiner Kids, und ich kannte das bisher nicht, gar nichts mit dir zu tun haben will in seinen Notmomenten, sondern nur mit Mama, dann bin ich in meiner Eitelkeit verletzt tatsächlich. Am Anfang bin ich so ein bisschen drüber gegangen und es ist ein Kind, also den trifft ja keine Schuld in irgendeiner Form und deswegen habe ich das auch immer so ein bisschen abgetan. Aber irgendwann habe ich mich da selbst reflektiert und für mich festgestellt, ich bin da wirklich beleidigt. Aber nicht dem Kind gegenüber, sondern nur ich für mich halt. Ich fand das doof. Und es gab auch so ein, zwei Momenten, wo ich das wirklich gemerkt habe als Frust, dass ich mir da dachte, naja, dann geh halt zu Mama, aber das waren nur so Millisekunden. Die habe ich dann sofort wieder überschrieben mit auf gar keinen Fall und Papa ist da und ich mache das, auch wenn es gerade nicht funktioniert. Und dann ist es ja auch dir gegenüber. Und ich habe es eigentlich für dich als Frage mitgebracht, aber eigentlich will ich dazu erzählen, lustigerweise, weil ich habe für mich ja die Verpflichtung, dass ich dich ablösen kann und ich sehe und höre eben vor allem, wie anstrengend dein Tag ist in der Care-Arbeit. Und natürlich, und so haben wir es immer gemacht, switchen wir dann auch mal die Kids und du darfst zum in Ruhe puzzelnden Dreijährigen gehen und ich übernehme den rumschreienden Einjährigen und ertrag das dann halt mal eine halbe Stunde und dann switchen wir halt wieder oder so. Und das funktioniert halt gerade nicht und dann fühle ich mich schlecht dir gegenüber, weil ich dir diese Arbeit nicht abnehmen kann. Aber das Schöne ist, jetzt habe ich ja verstanden, das stört dich gar nicht, dann muss ich dich ja gar nicht mehr ablösen. Doch, doch, doch, doch, wir lösen uns trotzdem noch ab. Ich brauche auch mal eine halbe Stunde Kastanienkleben. Also als Frage hatte ich für dich mitgebracht, wie geht es dir denn damit, dass ich zum Beispiel dich nicht ablösen kann? Ja, und ich hatte gerade noch formuliert und das ist nicht wie ein Staffellauf, wie es vorher war, das ist ein Marathon allein. Wir waren übrigens am Wochenende beim Marathon. Ja, das war toll. Da juckt es mir ja dann doch wieder in den Füßen, aber gleichzeitig ist dann mein Gehirn tagsüber da und sagt, du spinnst, mach das nie wieder. Ja. Für alle, die das nicht wissen, das haben wir nämlich noch nie thematisiert, ich bin schon einen Marathon gelaufen. Sie hat geweint. Ja, mehrfach. Sie hat sich massieren lassen währenddessen. Naja, das hört sich an, als ob ich zur Teil gegangen bin und mir mal ganz kurz eine Teilmassage 56 Minuten gegeben habe. Ich konnte vor Schmerzen nicht mehr gehen. Du sollst ja auch rennen. Zurück zum Nein, das war ganz weit weg. Nein, nein, nein. Das können wir schon mal ganz kurz praisen. Nein, nein, nein. Franziska Dittmann, der Marathon. Ich habe nicht trainiert, das war richtig dumm, bitte mach das niemals. Mein Leben mit dir ist auch wie Marathon. Am Ende stehe immer ich. Ja. Das finde ich nicht und das muss ich mal sagen. Und deswegen glaube ich noch eine Runde. Nochmal einen Marathon. Menschen, die einen Marathon planen, vielleicht haben wir ja welche dabei. Es ist voll fies, dass im Ziel, na jetzt ist Glas aber richtig leer, war? Machen wir meinen letzten Zutscher auch. Das Dass Menschen, dass keine Menschen im Ziel stehen. Du kommst dort an, bist gerade diese endlose, schmerzhafte Strecke gelaufen. Das ist bei Elternarbeit immer so. Da steht keiner und jubelt und sagt, hast du gut gemacht?
Ja, siehst du, deswegen ist ein Marathon. Habe ich nämlich hier, habe ich auf, ich mache wenig Notizen, aber das habe ich aufgeschrieben. Wenig Publikum habe ich aufgeschrieben. Naja, auf jeden Fall, weil ich sage an die Menschen, die vielleicht Marathon planen, es wäre total cool, wenn hinten jemand steht, der dich in die Arme nehmen kann. Weil dann bist du das Scheißding gelaufen und ich dachte echt da hinten so, das kann doch jetzt nicht sein, hier ist niemand. Warum ist denn hier niemand? Ich will dir in die Arme fallen und noch mehr weinen. Gut, zurück zum Thema. Genau, so fühlt es sich an, dass ich allein bin. Und das ist echt nicht cool. Ich glaube, das lässt sich gut vergleichen mit damals, als die Nächte mit Finn unruhig waren. Und da ist für mich halt die Frage, ist es besser gewesen, dass Finn ab Monat 5 ein schlechter Schläfer war und es einfach kein Ende in Sicht gab? Oder ist es jetzt besser, dass Theo fast anderthalb Jahre richtig gut geschlafen hat und jetzt kracht es bei mir so richtig. Das habe ich auch als Thema mit und das ist ein Unterschied. Also ich finde, das ist ein Unterschied, wenn du es von Anfang an so gewohnt bist. Gott bewahre, es ist hart. Es ist wirklich ultra hart. Aber wenn du nur hart gewöhnt bist. Dann hast du auch bei dreimal wach sein, bei dreimal stillen, bei viermal. Und bei Theo war das das Schlimmste, dass ich mal dreimal wach war. Aber wirklich, da war er krank. Und bei Finny war das das Minimum. Und auf einmal geht es doch los und das ist dann schon einfach, es fühlt sich fies an halt. Und wir hatten es in der Kita-Krankfolge, du hast dann halt einfach so Hoffnung. Und Hoffnung entsteht dann in dem Moment, wo du so ein bisschen das Licht am Ende des Tunnels sehen kannst. Und dann kommst du immer näher und dann kannst du schon fast greifen. Wie zum Beispiel das Kind geht in die Kita und jetzt kannst du dich wieder ein bisschen mehr den Sachen, die auch wichtig sind für die Familie, zuwenden. Wie zum Beispiel Arbeit und Selfcare und ähnlichen Dingen. Und auf einmal biegt der Zug ab und fährt woanders den Tunnel lang und da ist auf einmal kein Licht mehr. Und das finde ich halt so krass. Man hat damit nicht gerechnet und dann wird man überrollt davon auf einmal. Genau und jetzt aber mal zurück zu deiner Frage, die nämlich hieß, wie fühle ich mich damit? Und ich wollte nur das Beispiel nennen von Finn damals, als es so schwierige Nächte waren, bist du nicht ausgezogen, sondern warst mit da. Und ich wusste, dass du kannst ja nichts machen. Ich habe gestillt und es war aber jemand da. Und das war der Unterschied, das hast du mich auch mal gefragt. Was mache ich denn? Und da habe ich gesagt, ich weiß, du bist da. Ich bin nicht allein. Das macht einen Riesenunterschied, wenn du weißt, der Partner ist da, auch wenn er nichts machen kann. Du hast es keine Brust zum Stillen. Und Und das ist gerade nicht. Ich weiß, ich bin allein. Ich gehe in dieses Schlafzimmer und ich muss dir ehrlich sagen, ich kann mich auch erinnern, dass es bei Finn eine Zeit lang so war. Ich hasse es, ins Schlafzimmer zu gehen. Ich hasse diesen Raum gerade. Der ist für mich wie so Ein ein schwarzes Loch. Ich gehe in ein dunkles, schwarzes Loch und dann geht es los. Das kenne ich, wenn man sich zum Beispiel irgendwie blöde gestritten hat und auch länger oder es gerade so ein bisschen frustrierend in der Familie
läuft, weil es anstrengend ist. Dann kommt man so in die Wohnung und denkt so, oh Gott. Ich glaube, ich gehe nochmal in die Wohnung spazieren. Und so ist es dann mit dem Schlafzimmer. Und Fun Fact. Ich glaube, deinem Kind geht es genauso. Total. Weil der geht ja mit mir, und das wollte ich als nächstes sagen, der geht ja mit mir da rein und fängt an zu weinen. Und ich gucke ihn an und sage, Theo, ich weiß. I feel you, bro. Mann. Mir geht es genauso. Ich will hier nicht sein. Und das ist bei mir auch. Also es gibt ja noch die Momente, wo du einfach nicht da bist. Dann kann ich ganz normal übrigens, das ist der Fun Fact, mit Theo hier agieren. Also ja, er hat das dann auch, aber in einer deutlich abgeschwächten Form. Ich hatte dazu mal gelesen, dass das ein bisschen was mit dem Bezugspartner zu tun hat. Dass Kinder dort eher ihre Emotionen dann rauslassen und sich trauen, als dann eben beim Nichtbezugspartner, wie zum Beispiel ich oder die Erzieherin im Kindergarten. Dort behalten die ihre Emotionen so ein bisschen bei sich. Und deswegen ist mein Tag mit Theo nicht so anstrengend wie deiner. Und ich habe dann aber eben genau diese Momente, wo ich ins Schlafzimmer gehe, um ihn zu wickeln, auf der Wickelkommode. Und dann fängt er an zu schreien. Vielleicht sagt man die Wickelkommode ins Wohnzimmer. Ja, tatsächlich. Tatsächlich wickele ich dann lieber mit ihm hier vorne. Auf den Teppich und mache danach Kackastreifen weg. Gar nicht, man benutzt eine Unterlage. Als, dass ich dann wirklich dahinter laufe. Kann ich verstehen. Geht mir genauso. Also geht mir 100 Prozent genauso. Die Frage ist, dass ihm das auch so geht, verstehe ich auch. Die Frage ist, ändert man dann jetzt was am Einschlafritual? Also willst du was ändern? Ne, habe ich ja gesagt, das Einschlafen ist ungefähr noch dasselbe. Also das ist jetzt nicht. Klar, er weint kurz, wenn wir da reingehen. Er beruhigt sich aber ganz schnell. Dann liegen wir zusammen und dann ist das Einschlafritual das, was wir so durchführen. Ist ja nicht immer das, was dann tatsächlich passiert in dem Kind. Es kann sein, dass dann da die Routine schlägt und er einfach einschläft. Aber ich hatte ja so zwei, drei Thesen aufgestellt. Er hat sich auch umgestellt von zwei Schläfchen auf einen Schlaf. Das kommt ja noch dazu. Ach so, weil du die letzte Woche... Das heißt, seine Nachmittage sind jetzt teilweise, je nachdem, vom Mittagsschlaf aufgewacht um eins, halb zwei. Bis 19 Uhr gehen so Richtung sechs Stunden oder länger. Und da gibt es ja eben die These, dass wenn man dann nicht irgendwie nochmal ein Zwischenschläfchen irgendwie hinbekommt, wie auch immer, die so überladen sind, dass sie teilweise schlechter einschlafen, aber eben auch normal einschlafen, dann aber eine unruhige Nacht haben halt. Das war eine These, die ich mitgebracht hatte in die Lösungsfindung, eben aber auch die These, dass man vielleicht am Einschlafritual so ein bisschen was ändert, um das ein Stück in die Länge zu ziehen, mit mehr gedimmten Licht, Vorlesen und so weiter, um eben diesen Effekt wegzubekommen. Trial and error. Scheiße, ich muss ins Schlafzimmer und Ende Gelände. Problem ist aber, ja, wir change the running system. Ja, exakt. Und das ist so ein bisschen dieses Hin- und Herspringen und Trial and Error. Weil jetzt bin ich gerade an dem Punkt, wo ich denke, nein, das Einschlafritual funktioniert an sich noch gut, das ist es nicht, aber total, also man sucht ja, wie ich es vorhin schon gesagt habe, man sucht ja Gründe. Du hast dann auf einmal gesagt, vielleicht müssen wir das Schläfchen wieder einführen.
Ich war so, ja, ja, vielleicht müssen wir einfach das Nachmittagsschläfchen wieder einführen. Hat Hat auch nicht geholfen. Ja gut, er schläft ja auch nicht, also man sieht ja, er braucht es gar nicht. Jetzt ist er mir neulich mal 17 Uhr kurz vor der Haustür im Auto eingeschlafen. Alle Eltern, Hassmoment. Ja, das ist so kurz vor dem Abendritual mit Abendessen, schläft das Kind noch mal eine Stunde, dann weißt du, kommst frühestens um elf ins Bett. Da bist du der jonglierende Clown-Entertainment-Typ im Auto, dass das Kind die Augen nicht so kriegt. Lass uns mal so ein bisschen drauf schauen, was das mit uns, du hast ja schon eingeleitet, mit uns als Paar macht, vielleicht erst mal so als Familie. Ich finde es erstaunlich, dass du eben tatsächlich für mich wieder erwarten sagst, du kommst damit tagsüber recht gut zurecht. Ich nicht, weil wenn wir jetzt so viert sind im Raum, gibt es halt mehrere Dinge, die sich verändert haben, vor allem nochmal sein Lautstärke-Level. Und bei mir ist es wirklich so, dass ich dann, ich habe immer so innehalte Momente, wo ich dann feststelle, okay, irgendwas stresst mich, irgendwas stresst mich, irgendwas stresst mich. Und dann versuche ich das irgendwie zu reflektieren. Und irgendwann gucke ich dann Theo an und gucke ihn an und denke, ja, das stresst mich gerade. Du bist so laut und so lange laut, so permanent lange, lange laut, dass ich einfach… Aber er schreit nicht, also man muss ja ganz kurz erklären, er weint nicht, aber es ist so ein Jammert, so eine Unzufriedenheit. Er jammert, er frustriert, schimpft. Schimpfen, ja. Dann schreit er auch mal wieder laut, weil er was lustig findet und so weiter, aber er ist ja praktisch irgendwie immer laut gerade. Und das stresst mich unglaublich, wenn wir zu viert hier im Raum sind, plus ein Dreijähriger, der das versucht zu übertönen. Oder sich teilweise die Ohren zuhält und anfängt zu schreien, weil es ihm auch zu laut ist. Also einen finden sehe ich auch, dass ihn das stresst. Was macht es für dich sonst so mit einem Familienalltag in der Situation hier zu viert in einem Raum? An sich bleibe ich immer noch ruhig. Die einen sagen so, die anderen sagen so. Wieso? Dann sag du doch mal. Weil ich, also ich bin konstant, dass ich ruhig bleibe, denke ich. Meine Frau arbeitet ja immer sehr daran, dass ich manchmal nicht etwas zu rigide zu den Kindern bin, wenn es gerade wieder völlig wild wird. Und dann auch mal sage, jetzt ist mal gut. So, Klassiker. Sagst du das? Naja, nicht ganz so hart. Ich wollte nur einen Punkt deutlich machen. Wo bin ich da? Und jetzt erlebe ich dich auch das eine oder andere Mal, dass er irgendwann sagt, jetzt reicht's. Ja, das habe ich gesagt. Finn, schubf deinen Bruder nicht auf den Steinfußboden, der bricht sich was. So habe ich es nicht gesagt. Aber ich habe gesagt, es reicht. Finn. Weil er ihn geschubst hat. Also macht es ja schon was mit ihm. Ja, wie gesagt, ich habe noch formuliert, ich bleibe, du hast ja einfach dazwischen geredet. Oder ich habe zu dir zurückgegeben, weil ich noch nicht ganz antworten konnte. Ich bleibe lange ruhig und normalerweise ohne Schlafentzug würde ich konstant ruhig bleiben. Aber da kommt dann auch, da ist mein Faden dann auch gerissen irgendwann. Und da gab es gestern eine Situation und der Große hat den Kleinen geschubbt und da ist Ende. Da
war wirklich dann Ende. Da reicht's mir. Da habe ich gesagt, ich zähle bis drei. Da greife ich durch. Stimmt. Nee, hast du nicht. Nee, habe ich nicht. Mann, so ein Quatsch. Das finde ich das, wenn das noch jemand benutzt. Ich würde gerne wissen, was passiert. Ich Ich habe jetzt schon mal gezählt irgendwann. Ja, und? Und dann habe ich aber abgebrochen, weil es Blödsinn war. Ja, weil bei 0,5 denkt man so, was mache ich denn jetzt gleich bei 0? Was kommt denn jetzt? Was soll ich jetzt einmal auf den Fußboden stampfen? Aber vielleicht machen das, also würde mich interessieren. Wir sagen ja, früher war das ja gang und gäbe, aber da sind vielleicht andere Sachen passiert. Ich weiß es nicht, die haben dann geschrien. einen geschrieben. Genau, lange Rede, kurzer Sinn. Ja, meine Resilienz war dann auch nicht mehr vorhanden. Ja, also ich finde von uns allen, die Zündschnur ist dann bei allen so ein bisschen kürzer. Am Ende des Tages, wenn eine Person in der Familie so viel Aufmerksamkeit fordert. Und das merkst du bei Fin, der ist einfach gereizter, wenn das hier permanent so laut ist. Und ihn stört es Opus Lee, ein Dreijähriger hält ja nicht in den Zaun. Der schreit dann auch teilweise Theo zurück an und sagt, sei mal leise. Was aber auch krass ist, ist eben, dass wir auch hier, normalerweise haben wir dann, wenn die Situation zu wild wurde, dann auch mal eine Auszeit für Finn bestimmt oder so. Und wenn du jetzt zum Beispiel dann mit Finn hintergehst ins Zimmer und mit ihm zusammen dann die Auszeit begleitest, weil er seinen Bruder gerade geschubt hat, dann hatte ich hier sonst Theo und wir konnten in Ruhe spielen. Da er aber weiß, dass du in der Wohnung bist, hat ja nichts anderes im Sinn, als zu dir zu kommen. Und dann steht er halt weinend an der Tür, an der Kinderzimmertür und klopft da dagegen, wenn eine andere gerade eigentlich mit dir zusammen Zimmerzeit hat. Das ist schon ziemlich wild und finde ich schwer in den Griff zu kriegen. Ich fand das sehr, sehr hilfreich, was du mir vor zwei oder drei oder ich weiß nicht genau wie vier Tagen gesagt hast. Nämlich, um das mal kurz abzubilden, manchmal nach dem Abendessen gehe ich dann mit Finn in die Badewanne, dann haben wir irgendwie Quality Time, verbringen ziemlich lange Zeit im Bad. Ich mache eine Maske, manchmal bin ich mit drin, manchmal nicht, aber es ist einfach eine schöne Zeit. Und da hast du mir letztens reflektiert, naja, guck mal, jetzt geht er den ganzen Tag in die Kita, dann habe ich ihn heute, also du ihn heute abgeholtst, dann hat er quasi mit mir die Abendesszeit und dann gehe ich noch mit Finn in die Badewanne. Und da ist ja sein Nähe-Akku gar nicht aufgefüllt. Und das habe ich mir so durch den Kopf gehen lassen und dachte so, ja stimmt, normalerweise hatte ich ja eh den ganzen Tag mit ihm, bevor er noch, und Kita ist ja noch nicht lang bei uns, hatte er mich auf jeden Fall viel, das heißt er hat viel Nähe bekommen. Und das habe ich schon wieder abgeändert und finde, es ist ein bisschen Besserung in diesen jammreichen, schimpfenden, unzufriedenen, habe ich gemerkt in den letzten beiden Tagen. Aber was ich eben auch dann gemacht habe und vorher, glaube ich, noch nie gemacht habe, weil wir hier nach dem Abendessen eigentlich eine relativ entspannte Runterkommmzeit haben, entweder zu viert oder zwei, zwei oder das habe ich ja gerade schon erzählt. Ich habe dann Theo genommen und bin nochmal mit ihm raus, weil ich mir dachte, das tue ich mir jetzt nicht noch anderthalb Stunden.
Es ist 18 Uhr, du schläfst, weil er irgendwie tatsächlich bei dir eingeschlafen ist oder oder oder. Er ist super spät ein, ich packe dich jetzt in den Kinderwagen und wir fahren nochmal, also wir laufen ein bisschen draußen rum und gehen nochmal in den Supermarkt. Das tue ich mir nicht an, mich ja eine Stunde lang vollschallen zu lassen, plus der Große geht dann mit dir ins Zimmer und will, sei ihm gegönnt, seine Ruhe. Aber der Kleine will hinterher und steht dann eben, wie du es gerade erzählt hast. Das sind glaube ich so, ich greife da Maßnahmen, die das runterregulieren. Das ist ja auch, was sich gerade parallel verändert. Vorher hatten wir ja ein Kind, der hat mit was gespielt und aus den Augen, aus dem Sinn, dann war das ja sofort vergessen halt. Und das hatte sich dann in der Bruderbeziehung so ausgewirkt, dass Finn, wenn er Bock drauf hatte, Theo dann einfach was weggenommen hat, damit weggegangen ist und nach einer Sekunde hat es Theo vergessen und hat was anderes gemacht. Das kehrt sich gerade natürlich ins volle Gegenteil. Das heißt, er weiß, dass er gerade das Spielzeug hatte und er will es zurück und ist frustriert, weint, läuft hinterher und will es teilweise schon zurück. Und das ist nur der Anfang, glaube ich, von dem, was noch auf uns zukommt. Ich denke mir dann immer, weißt du, ich gucke dann, Finn ist gerade halt noch körperlich überlegen. Er steht viel sicherer. Oder bis vor kurzem dachte ich mir so, ja warte ab, bis der läuft. Jetzt läuft er und er läuft ihm hinterher. Und ist halt noch nicht sicher, aber es wird nicht mehr lang dauern. Er ist ja ganz sicher und dann ist unsere Zukunft, dass wir hier zwei schubsende Kinder haben so ungefähr, weil ich dann denke, dann wirst du einstecken müssen, Finn. Dann schubst er dich zurück, wenn er verstanden hat. Na, wenn du das machst, kann ich das auch oder einen sicheren Stand hat. Das sehe ich auch in unserer Zukunft total. Und dazu kommt ja, dass wir aktuell noch die Situation haben, ein Kinderzimmer zu haben mit der, weiß ich noch nicht, ob illusorischen Vorstellungen oder vielleicht doch umsetzbaren Vorstellungen, dass die Jungs sich ein Kinderzimmer teilen. Aktuell sieht es halt so aus, dass der Große mittlerweile um sein Leben kämpft, dass Theo nicht in dieses Kinderzimmer rein darf, weil er nicht teilen möchte, ausdrücklich formuliert. Ich will nicht teilen, Theo raus, Theo raus, Theo nicht in mein Zimmer und so weiter und so fort. Türen knallt, Türen zuhält, damit man nicht reinkommt und so weiter. Da stehen wir jetzt auch vor einer neuen Situation, dass Theo vehement fordert, dort reinzukommen. Vorher war das immer mal so ein, ach Mensch, mal cool hier so einen Ausflug reinzumachen und dann hast du wieder rausgetragen, das war auch okay. Jetzt gibt es ein sehr lautes Geschrei, weil er einfach einfordert, auch in diesem Spielzimmer zu spielen. Und das ist so die nächste Fragestellung, vor der wir ja stehen, wie wir jetzt in den nächsten Wochen umsetzen, die Kids in ein Zimmer unterzubringen oder tatsächlich ein zweites Kinderzimmer zu bauen. Hat alles, glaube ich, Vor- und Nachteile. Wäre vielleicht ein schöner Input von euch, wie ihr das seht und da auch vielleicht schon Erfahrungswerte habt. Mit den Leuten, mit denen ich mich bis jetzt unterhalten habe, die haben sich alle für zwei Kinderzimmer entschieden, weil die Argumentation ja auch super
ist, zu sagen, die Kids müssen den ganzen Tag funktionieren in der Kita und müssen dort teilen und der Kompromissrucksack ist leer und die sollen zu Hause einen Rückzugsort haben in ihrem Zimmer. Aber dann hast du halt eine Familie, wenn sich Mama und Papa noch gestritten haben, wo dann vier Leute in vier verschiedenen Zimmern Zeit verbringen und man sieht sich nicht, wo ich mir dann auch sage, naja gut, dann kann ich auch eine WG aufmachen, dann brauche ich gehen in die Familie. Ist ein spannendes Thema, wir haben noch keine Lösung für uns gefunden. Also gerne nochmal schreiben, ich liebe übrigens, ich kriege jetzt immer öfter auf Instagram Monologe, das heißt Sprachnachrichten von Zuhörerinnen, die dann ihre Erfahrungen teilen. Das finde ich sehr, sehr hilfreich und sehr, sehr spannend, weil das immer neue Blickwinkel eröffnet. Ob das dann das Richtige ist, können wir ja selbst entscheiden. Total. Input ist Input. Finde ich immer gut, weil ich schon immer offen für. Außer wenn es von mir kommt. Haha. Das führt uns ja zu dem Thema, was macht denn das aktuell mit uns als Paar? Ein bisschen, was hast du ja schon am Anfang gesagt? Das Outro wird es erklären. Ja, es ist, wer bist du? Sind wir Paar oder sind wir… WG-Mitbewohner. Wahnsinn. Apropos, Klopapier ist alle. Nee, ist im Schrank hinten, man holt einfach Neues. Nein, sind nur noch vier Rollen. Ist wichtig. In der WG habe ich schon, ich habe schon WGs auseinanderbrechen sehen im Studium, weil das Klopapier alle war. Ja, also… In einer unserer Gruppen, wollte ich gerade sagen, aber es ist nicht alle, Schatz, hinten im Schrank. Aber was du ja sagst… Wie geht es dir denn? Also ich weiß nicht, wir scheißen gerade hinten komplett ab. Na, das Schöne ist, ich fühle uns als Paar gerade nicht weder positiv noch negativ, weil ich einfach völlig eingespannt bin von der Kids-Situation. Also wenn die Kinder da sind, kann man vielleicht so… Also das klingt ein bisschen doof, aber dann bist du für mich ein funktionierender Partner. Erwachsen genug, um mich um mich selber zu kümmern. Kein Scheiß. Ach, wirklich? Du bist dann in dem Moment für mich unsichtbar und das ist nicht geil. Also ich weiß, dass es nicht geil ist, aber wenn die beiden Kinder da sind, rudere ich ums Überleben. Also wir hatten jetzt zum Beispiel ein Entladenwochenende mit unserem Großen. Da kann ich nicht mehr nach links und rechts gucken. Da bin ich im Tunnel und versuche diesen Konflikt, der gerade… Ich am meisten. Dann vermisse ich dich am meisten. Das ist mir völlig klar, aber ich bin so eingenommen von den Kids, um dort Konflikte zu lösen, dass ich es gar nicht schaffe, noch zu dir hochzugucken und zu sagen, ey, was brauchst du eigentlich gerade? Weil ich selber halt am Strangeln bin und dich gar nicht sehen kann aktuell in dieser Phase. Es war jetzt schon mal besser, so vor vier, fünf Wochen. Letztens hat ein Freund von uns das richtig krass erzählt. Ich fand das so krass. Ich habe es selber nur in meiner Freundin ihrer Story gesehen. Aber er hat quasi gesagt, wenn er sich sehr viel um sein Kind gekümmert hat an dem Tag, hat er quasi noch einen zweiten Topf, den er, wo es um kümmern…
Frau kümmern. Also er hat das Gefühl, wenn er diesen einen Topf sehr viel leer geschöpft hat, dann muss er da nicht weiter graben, suchen oder rühren für sie, sondern es gibt einen separaten Topf für sie, den er dann angeht und ihr auch gibt. Also er hat dann erst recht das Gefühl, wenn er ganz viel für das Kind gegeben hat, noch ganz viel für die Frau zu geben. Was du gerade ja sagst ist, und das hat sie glaube ich auch da gesagt, sie hat einen Topf und wenn der leer ist, ist der leer. Das sagst du auch. Und das spürte ich ja auch jetzt gerade. Wird sich ungefragt, weiß ich, um wen es geht. Aber ja, also… Und ich fand das aber so, so schön von ihm. Ich fand das so… Höre ich gerade zum ersten Mal. Dass er das kann und dass er das so sieht, war ich so… wow. Also starkes Bild. Grüße gehen raus. Das nehme ich mit zu meinem Psychologen. Tatsächlich kein Scheiß. Das ist Wahnsinn. Also das wirklich… Aber da bräuchte ich eine Technik für. Ich wusste gar nicht, wie das Aber das müssten wir eigentlich mit ihm sprechen. Können wir machen beim nächsten Kaffee. Na gut, manche… Das ist wie bei sportlichen Leuten, die einfach von der Genetik her sportlich sind. Die brauchst du nicht fragen, wie sie sportlich sind, sondern die sind's einfach. Vielleicht kann er das einfach von sich aus… Und das habe ich aber noch nie von jemandem gehört. Ich finde es bildstark, ja. Ja, fand ich auch. Super gut erklärt und krasse, krasse eigene Eigenschaft. Also Charakterzug. Finde ich Wahnsinn. Weil ich probiere gerade noch zu formulieren, was ich bin. Mein Topf ist nicht leer für dich. Ich probiere dann immer noch zu geben. Und das habe ich dir vorhin im Streit ja auch gesagt. Ich gebe dir immer noch Berührungen näher, ne. Weil ich… Und das kommt natürlich aus dem inneren Anspruch. Ich brauche das gerade, ne. Gib mir das doch bitte zurück. Also es ist quasi ein auf dich zugeben, um es zurückzubekommen. Das heißt, eigentlich habe ich ja… Aber das habe ich noch nie so differenziert gesehen, bildlich gesehen, auch zwei Töpfe. Also oder… Weißt du, wie ich meine? Ne, nicht ganz. Also gar nicht. Ach egal. Also für mich bist du in diesen Zeiten nicht unsichtbar, wie du es gerade gesagt hast, sondern ich sehe dich noch mehr und ich brauche dich noch mehr. Also gerade wenn ich am Limit bin, weil ich voll bin, weil die Nächte scheiße sind, brauche ich die Umarmung mehr. Ja, aber das ist ja richtig spannend, weil ich komme, wo auch immer das herkommt, ne. Aber ich komme von, ich brauche niemanden. Und gerade in Notsituationen war ich ja immer derjenige, der dann irgendwie versucht, geschafft hat, sich selbst zu versorgen in der Notsituation und sich noch um andere zu kümmern. Das ging schon ganz früh bei mir los. Bei der Bundeswehr, gerade in den schlimmsten Situationen, zwölf Stunden Nachtmarsch und ähnliches, war ich, der dann am Ende angefangen hat, Lieder zu singen und noch irgendwo Essensreserven hatte und die Leute motiviert hat. Weil ich das immer konnte. Und ich konnte auch dich immer abfangen und ähnliches. Immer. Und vielleicht, weil das nicht mehr so ist. Krankheitsbedingt eventuell, I don't know. Wenn im Kopf nicht mehr alles so funktioniert, durchaus möglich. Aber bei mir ist genau das Bild eben, ich habe keine zwei Töpfe. Das finde ich total erstaunlich. Die Frage ist, was passiert, wenn der Kindertopf leer ist? Fängt man dann an, den Frust einem Kind abzuladen und hat dann
nachmittags, am Abend dann noch gute Laune für die Frau? Ist ja spannend in dem Bild halt, was ist, wenn der Kindertopf dann leer ist? Na, der füllt sich ja jeden Tag wieder. Nee, aber an einem Tag ist er manchmal leer. Und gut, ist aber dieselbe Frage, wie wenn der Gesamttopf für beide leer ist. Genau, ich habe da keine getrennten. Und bei mir ist dann ein zweierlei. Also einmal bin ich nicht mehr multitaskingfähig, so wie früher. Ich bin aber auch 47. Kann auch ein bisschen am Alter liegen. Das bedeutet, wenn ich mit der einen Situation beschäftigt bin, einen Kinderstreit oder einen Streit mit einem Kind zu schlichten und dafür Lösungen, um mir zu überlegen, wie ich jetzt mit dem Wutanfall umgehe und noch nicht mal verstanden habe, was das Problem von dem Kind ist. Dann schaffe ich es nicht, parallel noch mit fünf Synapsen auf dir rumzudenken. Plus, und das kommt ja noch on top, dass wenn dann der Tag vorbei ist und das waren jetzt die letzten drei Wochen, dass ich auch krank war unter anderem mit Magen, Darm und jetzt schnupfen, du warst krank mit der Kältung. Dann bin ich von der Einschlafbegleitung abgebogen in mein Bett und habe mich hingelegt. Genau, und das fand ich quasi auch noch krass. das Das macht ja dann auch noch mit mir etwas. Ich bin dann hier vorne, weil ich zwar auch krank war, aber ich brauche dann noch diese, ich will nicht im Schlafzimmer sein, das hatten wir ja gerade schon. Ja, schöne Kombi. Und dann geht quasi derjenige, der mir noch Kraft geben könnte mit einer Fußberührung auf der Couch oder Mensch, mehr ist es ja nicht, aber der geht dann auch noch direkt von Kinderzimmer ins sein Schlafzimmer. Ja. Da geht der Akku leer. Immer weiter. Und das ist ja, das hatte ich irgendwann mal gesagt zu dir letztens, mein Sozialakku ist gerade leer und dann meine ich auch meinen Unseren. Also du fehlst mir und wenn jemand sagt normalerweise dein Sozialakku ist leer, ist er voll mit Menschen. Mir fehlen dann Menschen. Ich lade auf durch dich. Weißt du? Und das meinte ich gerade, um das ein bisschen zu verdeutlichen. Das ist ja dann auch noch weg. Und ich erzähl mich dann manchmal an der Beine. Und dann sozusagen so ein bisschen dieses Bedürfnis nach Nähe durch die Kinder dann auch schon wiederum erfüllt ist. Also einmal saugen sie dir sozusagen den Akkutopf leer und geben dir dann aber das, was dein Topf wieder voll macht, auf einmal auch wieder zurück. Ja, ja, ja. Und dadurch sinkt das Bedürfnis, wie du sagst, dann nochmal hier vorzukommen ins Wohnzimmer und jetzt hier auch nochmal zu kuscheln, weil ich ja gerade eine Stunde gekuschelt habe im Einschlafritual. Naja, aber es sind ja schon zwei verschiedene Paar Schuhe. Total. Aber ich weiß, was du meinst, weil ich habe genau das letztens gesagt, wo Theo mich so ganz, ganz herzlich umarmt hat, habe ich gesagt, oh, du gibst mir gerade die Liebe, die ich nicht bekomme. Genau. Und das ist aber eigentlich ganz gefährlich. Ja, und das hast du auch zu mir gesagt, das ist gefährlich, weil... Das sind deine Kinder und ich deine Partner, ne? Die haben mir keine Pflicht, also die haben keine Pflicht mehr Liebe zu geben, weißt du? Ja, genau. Total. Ja, spannend ist das, was
passiert und ich finde in solchen Phasen, wenn man nicht weiß, wie lange etwas dauert und jetzt sitzen wir hier heute und nehmen es auf und hatten jetzt am Wochenende, also du, die ersten beiden, einigermaßen normalen Nächte wieder, also besser als vorher. Die eine, ja, auch heute. Jetzt ist so wieder so ein Funken Hoffnung da, okay, vielleicht ist... Aber den lasse ich noch nicht hochgehen, das ist so... Nee, ja, man darf es nicht aussprechen. Beetleschuss, Beetleschuss, Beetleschuss. Das ist so für mich, ... da war vielleicht irgendwas anderes an dem Tag, weil das war jetzt zu lange so. Aber let's see. Ja. Ich gehe noch nicht davon aus, dass es vorbei ist. Ja, absolut. Ist aber auch die bessere Herangehensweise vielleicht. Und dann ist ja auch immer spannend, das hatten wir heute im Streit, du bist dann jetzt explodiert und hast deine Emotionen dann die Bahn gegeben. Die sechsspurige Autobahn gegeben, die sie brauchten, um sie rauszulassen. Wenn ich dann immer so ticke, es ist gerade eine Krisensituation, shut the fuck up, hochziehen, weitermachen, bis das Ding vorbei ist. So läuft man übrigens richtig gut in den Burnout rein. Schön, dass du dich gerade selber... Ja, ich reflektiere mich immer gut selber. Aber dann eben immer denke, naja, jetzt heiß mal kurz durchhalten und dann wird es ja auch wieder anders. Die Frage ist aber halt immer, wie lange. Und dadurch super schwierig. Und einfach wie immer im Familienleben schwer alles unter einen Hut zu kriegen. Ja. Und damit bleiben wir, bleibt da noch kurz dran, weil jetzt wisst das ja, wir schließen den Kreis. Jetzt kommt der Abschlusssong und dann kommt das Outro. Und damit... Alright, Leute. Wenn ihr das jetzt noch hört, dann seid ihr entweder eingeschlafen oder ihr mögt wirklich, was wir hier erzählen. Beides ist für mich okay. Wenn du schon eingeschlafen bist, dann sprechen wir jetzt in deinem Unterbewusstsein. Wenn du noch wach bist, haben wir hier eine kleine Sache in eigener Sache. Wir machen Eltern nach acht, weil Elternalltag oft viel zu glatt erzählt wird. Und wenn es bei einem selbst gerade nicht gut läuft, denkt man ganz, ganz schnell, man macht irgendwas falsch. Wenn ihr mögt, was wir hier machen, folgt dem Podcast, lasst ein Like da oder eine Bewertung oder schreibt uns einen Kommentar. Und wenn ihr bei einem typischen Elterngespräch denkt, das wäre was für mein Gegenüber, dann erzählt von uns. Empfehlt Eltern nach acht weiter. So können uns andere Eltern finden, die sich mit dem ganzen Kram nicht alleine fühlen wollen. Und wenn ihr mögt, was wir hier machen und uns beim Ausbau unterstützen wollt, dann könnt ihr auch gerne ein kleines Trinkgeld dalassen. Der Link ist in den Shownotes. Außerdem ein Link für mehr Informationen und unsere aktuellen Werbepartner. Und jetzt viel Spaß im Outro. Ich habe verstanden, im Auto. ist ja super verwirrend. Wir sind quasi in eurer Zukunft gewesen und kommen wieder zurück in die Zukunft. Als wenn du zurück in die
Zukunft geguckt hättest. Ja, da habe ich 400 Mal eingeschlafen. Franziska weiß nicht mal, was ein Dolorien ist, wenn man ihn aus dem Technikmuseum mitbringt. Das Auto, natürlich. Jetzt weißt du das. Jetzt weiß ich das. Dinge, die mich auch nicht unbedingt weiterbringen in meinem Leben, wenn ich weiß. Das würde ich so nicht formulieren. Das ist die eine Million Euro Frage bei Wer wird Millionär? Das ist ja das beeindruckendste überhaupt. Menschen, die sich solche Filme ausgedacht haben. Oder wahrscheinlich zuerst war das Buch, dann der Film. Nein, aber auch jetzt mit KI. Terminator. Also wir haben alle gelacht. Wir haben alle gelacht über Arnold mit seinen drei Wörtern in einem Film. Und dachten, was für ein hoher Film. Außer ich, ich fand den richtig cool. Und auf einmal stehen wir kurz davor. Und ich finde es so spannend, zurück in die Zukunft bringt was, wenn man es verstanden hat, über das Raum-Zeit-Kontinuum nachzudenken. Da liebe ich einfach Interstellar dafür. Da bin ich jetzt nicht 90er Kind wie du, weil da war ich noch ziemlich klein, sondern ich bin einfach eine Dekade später. In diesem Sinne. Ach, das war es jetzt schon? Ja, tschüss. Wieder gesehen. Küsschen aufs Nüsschen. Oh Gott. Wow. Na schön. War doch eine runde Sache. Trotz Streit. Nein. Nochmal. Noch Oh, da würde ich jetzt das Glas zerschneiden. Das war nur das Sprechtesten. Jawohl.