Hinweis zum Transkript

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Ich darf nicht mehr zu meinem Kind, zu meinem ersten Kind, weil ich auf mein zweites Kind aufpassen muss. Du schläfst schon halb und deine Stimme ist... Ich bin einfach so innenkrank. Kinder im Bett, Kinder im Bett, zwischen Windel Mief und Snacks, Tagesabschlussbericht, Tagesabschlussbericht. Wir haben beim letzten Mal gemerkt, eine Folge würde den Rahmen sprengen. Das sind zwei unterschiedliche Geburten, unterschiedlicher, wie sie nicht hätten sein können. Und damit gibt es jetzt auch zwei Folgen. Wir setzen direkt bei der Entscheidungsfindung von Kind 2 an und damit viel Spaß. Und der Madelitte, ein Jahr und drei Monate. Nee, noch nicht mal, nach einem Jahr dachte ich mir so, jetzt noch ein Baby, kriegen wir hin. Keine Ahnung, Theo ist jetzt gerade, also ist vor ein paar Monaten ein Jahr geworden. Ich denke mir, jetzt direkt ein neues Baby, noch eins, ein drittes? Nein. Also später, ja, ich bin immer noch, ja. Aber nach einem Jahr bei Finn dachte ich, alles klar, wir wollen ein zweites Kind. Ich will jetzt ein zweites Kind. Haben wir auch ziemlich schnell dann hinbekommen. Ich habe abgestillt, nach einem Jahr und drei Monaten. Und nach einem Jahr und vier Monaten, ich muss mal kurz rechnen. Ja. Da bist du besser als ich. Also ich habe quasi im Juni abgestillt. Ich weiß bis heute nicht, was ein Trimester ist. Und diese Kalenderwochen. Wie heißen die Wochen? Ja, ja, Schwangerschaftswochen. Ah ja, die SWs nicht, die KWs, die habe ich bis heute nicht verstanden. Versteht auch niemand. Doch, versteht mich schon. Nein. Ich habe im Juni abgestillt und war im August schwanger. Witzig, stimmt. Du konntest nur einen Monat zweimal Aperol Spritz drehen, was ziemlich witzig ist. Dann lass uns doch mal kurz einfach schauen, was war der Unterschied Schwangerschaft 2 auf 1? Ich weiß nicht, ob ich mich nicht verstanden habe. Und ich habe das ganz anders, also bei mir. Ich habe viel schneller zugenommen. Ich weiß nicht, ob ich mich beim Körper direkt erinnert habe und dann direkt losgelegt habe. Im Sinne von, Busing ist groß geworden, Bauch ist direkt groß geworden. Ich habe schneller zugenommen. Ich habe mich weniger darauf fokussieren können, weil du ein erstes kleines Kind hast. Und dann fällt die Schwangerschaft und das ist so schade. Dann fällt die hinten runter. Und ich erlebe das bei Freunden auch mit, dass einfach, und dann erinnere ich sie, weil ich es im Nachhinein so schade finde, das plätschert so dahin, Monat für Monat. Und ich weiß noch, und das hat mich so traurig gemacht, dass ich die Bilder bei der

zweiten Schwangerschaft dann alleine gemacht habe. Könnte ich heulen, weil du das nicht machen wolltest. Und ich dachte mir so, ey, das ist so wichtig für mich. Du musst dich richtig schlimm überreden, dass du Bilder von mir machst von meinem Schwangerschaftsbrauch. und dann stand ich hier und ich habe mich so unwohl gefühlt. Weil ich so, und da sind wir bei, okay, ich mein das zweite Mal. Da sind wir bei einem Körperthema. Bei der ersten Schwangerschaft hatte ich das ganz wenig. Da hatte ich das nur am Anfang, dass ich halt quasi, ich bin Model seit, weiß ich nicht wie viel, seit 2008. Und auf einmal hat sich mein Körper verändert und nicht in die Richtung, wie ich wollte. Und das habe ich relativ gut bei der ersten Schwangerschaft hinnehmen können, sage ich mal, weil ich aber auch noch schlank war. Also, ich war, wo ich dachte, oh mein Gott, ich habe einen Bauch. Oh mein Gott, ich nehme zu. Da war nichts. Weil bei der zweiten Schwangerschaft habe ich das gesehen. Ich habe halt zugenommen. Ich habe mich unwohl gefühlt. Und ja, da kann man sagen, was man möchte, dass ich vielleicht irgendwie einen Idealkörper in meinem Kopf habe, etc. Aber es ist einfach mein Entzünden und ich habe mich bei der zweiten Schwangerschaft nicht wohlgefühlt in meinem Körper. Also, ich glaube, ich werde jetzt schon emotional, vielleicht hat es mich gar nicht so schlimm emotional berührt mit den Bildern, weil ich, ja, meinte, dass es einfach die zweite Schwangerschaft in Geburt war. Also, es ging alles ein bisschen schneller, um es nochmal kurz zusammenzufassen. Es ging alles ein bisschen schneller an einem vorbei, weil man einen anderen Fokus hat. Das ist Leben und das gehört dazu. Aber das ist schon krass. Und ich wollte nicht ungerecht sein. Ich wollte genauso dem zweiten Kind Schwangerschaftsbilder zeigen können. Ob es ihn interessiert, weiß ich jetzt nicht. Aber, ja, ich konnte mich weniger bewegen. Es war alles irgendwie so ein bisschen schwerer. Ich bin so ruhig, weil ich dich, glaube ich, zum ersten Mal darüber reden höre, weil so sehr entschleunigt gefühlt die erste Schwangerschaft mein Leben hat. War das ein gutes Deutsch? Keine Ahnung. So sehr beschleunigt. Grundsätzlich die zweite Schwangerschaft unser Leben. Und ich weiß nicht, ob das das Los des Zweitgeborenen ist. Aber wir waren so fokussiert auf diese erste Schwangerschaft und haben uns dafür Zeit nehmen können. Und konnten das alles so erleben. So wie man alle ersten Male, auf die man sich fokussiert. Und diese zweite Schwangerschaft, also was du mir jetzt davon erzählst, ist wie als höre ich das gerade zum ersten Mal. Du warst halt auch mit dir beschäftigt. Ich war mit mir beschäftigt. Also das ist ein anderes Thema. Das habe ich noch gearbeitet in der Zeit, zum Beispiel habe ich es versucht. Das hat zum Mittel geklappt. Dann der Fokus. Und das ist halt, was uns beschreibt. Wir machen Kind. Wir machen nicht Leben und die Kinder machen mit. Wir waren super fokussiert auf unseren ersten Wohnen. Und die Schwangerschaft fiel dann nicht hinten runter.

Das ist das Bild, was man da schon zeichnen kann. Und ich weiß weder, was du in der Zeit gefühlt hast, noch wie es dir da ging. Weil ich immer dachte, okay, ich muss jetzt fürs Kind da sein. Und ich habe gar keine Zeit für dich. Da hatte ich keine Snacks mit. Hatte ich Snacks mit? Ich hatte Snacks. Na klar hatte ich Snacks mit. Wir hatten 100 Snacks mit. Bei der zweiten Schwangerschaft hatten wir auch Snacks. Bei der Geburt. Meine ich doch. Alexa, Mundzimmer 100 Prozent. Danke. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet. Jetzt gehen alle Alexas an. Bitte schneidet das in den Vorspann. Dann gehen wir alle Alexas an. Dann hatten wir ja schon so einen Lütten hier sitzen. Der konnte nicht sprechen. Wir haben so fünf Wörter. Und saß hier mit seinen Hürnmalreihenbüchern, wo man so drückt. Und da machen die Tiere Geräusche. Und dann mussten wir ja irgendwie einem Kind, das schon viel versteht. ob man sie noch nicht ausdrücken kann, aber nichts sagt. Erklären. Digga. Da kommt jetzt was. Ressourcenteil. Und das, also, da haben wir wirklich, da möchte ich den Finger ziehen. Wie sagt man? Wie sagt man denn? Den Kurken ziehen? Hier möchte ich mal. Ich habe keine Ahnung. Ich bin sehr gespannt. Erklären, dass bei einem unter zweijährigen Kind, kannst du mir doch nicht sagen, dass der das checkt, dem war das, der war so, ja Mama, klar, lies mir eine andere Geschichte vor. Der hat das doch gar nicht. Ich will nur wissen, was du mit diesem Finger meinst. Was meinst du mit diesem Finger? Nein, man sagt doch, den Knoten kann ich euch jetzt mal nehmen. Nee, den Finger kann ich jetzt mal ziehen. Nein, das sagt man nicht. Wie sagt man? Zieh den Finger aus dem Arsch. Nein, Mann. Wie sagt man denn? Ich will es so wissen. Du sagst es auch manchmal. Wir verlängern die Folge um eine halbe Stunde. Den, den kann ich dir jetzt mal ziehen. Zahn. Den Zahn kann ich dir. Wow. Und so sitze ich hier schon seit 18 Jahren. Ich versuche zu enträtseln, was meine Frau mir gerade bei WhatsApp geschrieben hat. Oder gerade als, was ich dir sag. Naja, den Zahn kann ich euch ziehen. Wow. Also es ist wirklich, wie gesagt, da kannst du jedes Klappbuch nehmen, was du willst. Der hat da durchgeblättert. Ich finde das Klappbuch nicht schlecht. Also wir haben es tatsächlich mit Büchern versucht. Mit meinem Bauch, der gewachsen ist. Genau. Du hast, also musst du ja erzählen, wir saßen hier auf der Couch, der Bauch wurde runder und dann hast du immer erzählt, was hast du erzählt? Das weiß ich nicht mehr. Das weiß ich auch nicht mehr. Ich weiß nicht richtig mehr, wie wir Finn noch vorbereitet sind. Doch. Wir haben ihm so viel wie möglich versucht zu erklären, warum dieser Bauch jetzt rund wird und was da drin ist. Und wir haben dieses Buch gehabt, wo du dann so aufklappen konntest, dass du den Bauch gesehen hast, da hast du aufgeklappt und da war da das Baby drin,

kindgerecht gezeichnet. Total. Ist ja klar. Es sind diese Was-ist-los-Bücher oder so. Was-was. Genau. Damit und trotzdem. Was-ist-los-Bücher? Was ist los mit euch? Hat er das meiner Meinung nach nicht verstanden. Er ist keine zwei. Naja. Gewesen. Aber das fand ich sehr spannend. Ich mag ja immer deine Instagram-Tipps nicht, die du so mitbringst. Aber da hattest du einen Tipp gebracht, den wir auch umgesetzt haben. Es gab mehrere Tipps, genau. Genau. Aber der eine Tipp, den fand ich ganz spannend und der hat tatsächlich eine Wirkung, finde ich, dass das Baby das Neue ein Geschenk mitbringt. Und da gab ich da schnell, da wo ich gerade war, was gekauft. Das war dann eingepackt und in die Vorbereitungstasche geschoben. Genau. Ich war auf einem Event und da hat mir eine Mama, die ich da kennengelernt habe, zwei, Tipps gegeben und das war dieser eine, den du gerade beschrieben hast. Das haben wir ja genauso gemacht und Finn weiß bis heute, dass das an Theo kommt und dass das an diesem Tag war. Das ist so krass. Und dann gab es halt für das Krankenhaus noch zwei Tipps, die mir gesagt wurden, die mir einfach erzählen, weil die hilfreich waren. Das eine ist, das erste Kind, wenn das zweite Kind geboren ist, trotzdem alleine zu empfangen. Im Sinne von, hast du das Kind mit auf dem Zimmer, liegt das zweite Kind im Beistellbett und du empfängst dein erstes Kind mit offenen Armen. Du hast nicht, und das kann man mit seinem Mann vorher absprechen, ne? Ja, ja, stimmt. Du hast nicht das Baby gerade an dir, auf dir und dein erstgeborenes Kind kommt rein und sieht als erstes Mama als besetzt. Das fand ich sehr, sehr hilfreich. Das haben wir auch genauso gemacht. Bei uns war es natürlich eine andere Situation. Ich war alleine auf dem Zimmer und wir sind dann mit Finn da hingegangen. Aber das fand ich super wichtig, plus eben die Stillsituation, das ist nichts, was mir geraten wurde, hat Finn am zweiten Tag, wo er da wart. Also nicht am Geburtstag, sondern am zweiten Tag super irritiert. Ich musste ihn dann stillen. Theo hat geweint, die Krankenschwester war keine Hebamme. Die Schwester von der Neonat hat ihn mir gegeben und hat gemeint, wir müssen jetzt trinken. Und ich habe den angelegt und Finn hat angefangen zu weinen. Das hat er gar nicht verstanden. Er wusste überhaupt nicht, warum. Und dann habe ich tatsächlich Theo wieder abgedockt und habe ihm, ich glaube sogar, der Hebamme gegeben oder ihn in seinen Inkubator da gelegt wieder. Aber das ist was, was auch ein Learning war. Wenn das erste Kind noch so klein ist, dann würde ich da auch noch ein bisschen drauf achten, dass man nicht direkt stillt. Unser Kind hat es auf jeden Fall kurz mal aus dem, hat er nicht verstanden. Absolut. Jetzt sind wir schon ein Stück vorgesprungen. Dann warst du ja sehr, sehr schwanger, schwerfälliger in allem. Und hier war die Story, dass du einfach die Bezugsperson für Finn warst. Und irgendwann ging

es los, dass du gesagt hast, okay, ich bin jetzt so schwanger, dass ich die Einschlafbegleitung nicht mehr machen kann. Das weiß ich noch. Und dann kam eine Zeit meines Lebens, wo ich sehr stolz drauf bin und das als schön empfinde, dass ich dann die Einschlafbegleitung, wie lange mache ich die jetzt schon? Ich würde mal sagen, jetzt mal ganz grob, im Monat vor der Geburt bis heute mache ich 99,9% aller und dadurch bin ich dann halt die Bezugsperson vor der Geburt und das war, glaube ich, für uns ein ganz kleiner Jackpot bei all dem, was ansonsten noch passiert ist. Hat uns das sehr geholfen, weil das ist, glaube ich, das, was man normalerweise als Familie erlebt, wenn eine zweite oder die zweite kommt, dass du erst nach der Geburt die Bezugsperson als Kind wechseln musst von Mama auf Papa in der Zeit, wo Mama einfach gar nicht kann. Und das hatten wir einen Monat vor der Geburt und das hat, glaube ich, geholfen in der Vorbereitung. Wenn man das irgendwie synthetisch herstellen kann, dann bei uns ist es zufällig passiert, weil du einfach körperlich das nicht abbilden konntest. Das hat uns geholfen. Definitiv. Also das erzähle ich auch jedem, der so ein kleines Erstgeborenes hat, dass man vorher schon anfängt und da kann man ja mal kurz sagen, bei unserem zweiten Geburtsvorbereitungskurs, der war nicht mit, ein spezieller Zweigeborenen, also für die zweite Schwangerschaft, hattest du eine Telefonstunde, wo du mit dabei warst, wo alle Männer mit dabei waren. Und in diesem Zoom-Meeting ging es fast ausschließlich darum, wie das ist, wenn Mama dann weg ist und das Kind den Bezugspartner wechseln muss. Und wir saßen da und waren so, okay, das ist bei uns nicht so. Fair enough. Also ich meine, das ist die Realität wahrscheinlich am Ende. Okay, was? Die Realität. Das ist die Realität am Ende, dass es genauso läuft normalerweise. Da waren wir vielleicht eine der Ausnahmen, wo das Gott sei Dank vorher geswitcht ist. Am Ende des Tages, wenn man und hier der Tipp an alle Daddys, so gut es geht, der Tipp an alle Daddys. Ich gebe keinen Tipp. Ich finde Tipps dämlich. Macht ihr, ihr denkt. Bei uns hat es geholfen. Go for it. Und das Zweite, was wir gemacht haben, weil ich dieses Familienbett und so nicht so richtig im Kopf hatte, auch wenn ich es mir jetzt eigentlich eher wirklich wünsche, ist, bevor Finn überhaupt eine Idee hatte, dass da jetzt wirklich ein Baby kommt, da haben wir es ihm noch nicht gesagt. Auf jeden Fall haben wir quasi Monate davor angefangen, Fins Kinderzimmer ganz schön einzurichten, im Spätsommer quasi schon, dann im Herbst angefangen, dort Mittagsschläfchen zu machen und

dann einen langsamen Transfer in sein eigenes Zimmer mit einem Dreivierteljahr zu machen, weil ich nicht wollte, dass er sich in irgendeiner Art und Weise verdrängt fühlt. Und er liebt es. Er ist wirklich so ein Kind, das habe ich mir gewünscht, immer habe ich mir das gewünscht, ein Kind, das nachts rübergelaufen kommt. Ja, kommt er nicht. Kommt er einfach nicht. Ja. Und dann? Dann kam der ET, 12.05. Ja. Und Captain Zweitgeborener hat sich das anders überlegt. Ja, und hat im April die Blase springen lassen. Also einen guten Monat vorher hatte ich einen Blasensprung, den ich so gar nicht wahrgenommen habe. Muss man ja ehrlich sagen. Ich dachte ja gut, vielleicht habe ich kurz ein bisschen Bippie gemacht und bin nicht ins Krankenhaus, bin nicht zum Arzt. Dieser Blasensprung, den ich wirklich so nicht eingeordnet habe, war so gegen frühen Nachmittag. Ich dachte, okay, gut. Und am Abend, als ich hier die Blumen gegossen habe, dachte ich, na das geht doch alles ein bisschen leichter. Irgendwie kriege ich meine Füße höher, irgendwie kriege ich meine Hose besser aus, habe mich umgezogen. Und dann dachte ich, das ist komisch. Und das war der einzige Grund, warum ich am nächsten Morgen zur Frauenärztin gegangen bin. Weil ich dachte, das war vorher nicht so. Einmal war alles so ein bisschen, dieses Schwere, dieses Eingeschränkte war weg. Ich dachte, jetzt ist irgendwas anders. Bin aber mit einem guten Gefühl zur Frauenärztin, dachte ich, komm, wir lassen gucken, ist alles gut. Und dann hatte meine Frauenärztin blöderweise einen Zettel an der Tür und meinte, heute erst 13 Uhr statt 9. Und dann bin ich in das nächstgelegene Krankenhaus gefahren. Weil ich dachte, gut, dann müssen die halt jetzt gucken. Ich bin in das nächstgelegene Gefahren, weil wir eigentlich ein anderes ausgewählt haben, weil ich dachte, ich gehe ja wieder nach Hause. Und dann bin ich dort rein, habe gesagt, hey, ich glaube, ich hatte einen Blasensprung, da war Flüssigkeit und da, da, da. Wie ist das Ananas? Liebe ich diesen Spruch. Hier wäre der gut gekommen. Ich denke, wir sind noch nie verstanden, aber ist okay. Bin ja alt. Und dann hat die Hebamme im Kreißsaal dort einen Abstrich gemacht, so einen Teststreifen, nicht einen Abstrich, und hat mich angeschaut und hat gesagt, ja, sie hatten einen Blasensprung. Das war kein Urin. Und dann ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Das weiß ich nie, weil ich stand da, lag. Und ich habe bitterlich angefangen zu weinen. So schlimm. Weil ich dachte, never. Das ist zu früh. Ich habe vor drei Tagen erst entschieden, dass ich jetzt nicht mehr arbeite. hatte, dass ich, ich habe gestern die Sachen erst in die Wickelkommode. Und das war das Einzige, was ich getan habe. Mehr war, das Bett stand noch nicht. Ich war gerade im Vorbereiten. Die Tasche war nicht gepackt. Hier war gar nichts fertig. Nichts war da und fertig. Nichts. Und ich lag, ich habe so, ich habe geweint. Ich glaube, also, die war, die so, es ist alles in Ordnung, das ist in Ordnung. Und

ich war wirklich, das hat mich so mit dem Boden weggerissen. Ich dachte, nein, das ist nicht der Moment. Das ist viel zu früh. Das ist nicht der Moment, wo jetzt das Kind kommt. Das war ganz schlimm. Ja. Da hatte ich angerufen. Und ich war so schuldig. Das Kind kommt jetzt. Weil man denkt ja dann, das kommt jetzt. So kennt man es aus amerikanischen Filmen. Im Blasensprung ist, das Kind kommt. Und mit diesem Satz, dass sie sagte, es ist alles in Ordnung, das darf jetzt schon, hat sie mir auch gesagt, sie fährt in das Krankenhaus jetzt nicht mehr. Und nach einer dreiviertel Stunde wurde mir dann bewusst, ich will das Kind hier nicht kriegen. Nicht hier. Und da haben wir schon ein paar Mal hin und her telefoniert. Ich glaube, du warst hier schon am Rotieren und hast mir in eine Zipper Toppitz-Tüte meine Badsachen geworfen. Hast mir drei, keine Ahnung, Schlüppis eingepackt. Und dann kamst du schon gedüst. Und dann habe ich aber auch dann kommuniziert, dass ich das hier nicht kriegen werde. Dass ich aus diesem Krankenhaus raus möchte. Und ich denke, dass das eine gute Entscheidung war, weil die Ärztin, die kam, ganz liebe Ärztin, war ich auch einmal zwischenzeitlich während der Schwangerschaft, die hatte mich damals schon untersucht. Die hat mir gesagt, ach, das Kind jetzt in 36, vier kommt oder 37, ist völlig egal. Das macht dem Kind nichts. Nachhinein, als wir dann im richtigen Kranken, im richtigen Anpfiff sprechen, habe ich verstanden, ach Quatsch, die hätten mich jetzt heute eingeleitet. Die hätten angefangen an diesem Tag. Ich habe parallel in dem anderen Krankenhaus angerufen und habe gefragt, ob da Platz ist. Nicht wie beim ersten Mal. Und dann durften wir kommen und sind dahin. Die haben uns ins Vorwehenzimmer gelegt. In ein anderes diesmal, selbes Krankenhaus, anderes Vorwehenzimmer. Und das ist ja auch, was man so manchmal, was man einfach nicht auf dem Schirm hat. Das bedeutet nicht, dass das jetzt losgeht. Also die haben dann gesagt, okay, wir warten jetzt die nächsten 24 Stunden, ob ihr Körper das entscheidet. In meinem Kopf war, ich kriege heute dieses Kind. Es geht los. Bis ich verstanden habe, man wartet 24 Stunden, weil der Körper in diesen 24 Stunden entweder selber loslegt. Und die waren ja an sich ja schon vergangen. Du bist dann nach Hause gefahren zu Fini. Und ich habe quasi eine Nacht im Vorwehenzimmer im Kreißsaal geschlafen. Ich hatte eine ganz tolle Hebamme, die mich ganz, ganz toll beruhigt hat, die gesagt hat, wahrscheinlich wird das jetzt nicht losgehen, aber wir entlassen sie auch nicht mehr. Und das war der nächste Hammer, der dann kam, weil ich verstanden habe, ich darf nicht mehr zu meinem Kind, zu meinem ersten Kind, weil ich auf mein zweites Kind aufpassen muss. Auch wenn hier gerade nichts mehr tropft. Ich hatte auch dann Freundinnen, die gesagt haben, naja, kommt denn da noch was? Und ich war so, nein, da läuft kein Fruchtwasser mehr raus. Und du gehst aber ja natürlich nicht nach Hause, weil du möchtest ja dieses ungeborene Kind beschützen, weil du nicht weißt, wann es switcht zu, es könnte sich vergiften, das ist

ja das Problem, durch diese Bakterien, die dann durch den Blasensprung reinkommen können. Und willst aber alles andere als dort bleiben, weil du ein kleines Kind zu Hause hast. Ja. Das war richtig schlimm. Nee, ist das richtig schlimm, weil von da an hat es eine Woche lang gedauert, über Ostern, mit fiebernden Kind. Du bist gefahren mit Finn und der war so krank. Ja, und dann kommt auf einmal diese Info, es geht jetzt los, es ist nichts vorbereitet. Mein Erstgeborener, der täglich um x Uhr von der Kita abgeholt wird, muss das erste Mal in seinem Leben umorganisiert werden und von jemand anders abgeholt werden, als er erwartet hat. Und dass ich dann zu dir ins Krankenhaus fahren kann und ich von A nach B fahren kann. Und dann war diese ganze Woche wild, weil ich auf einmal alleine war. Und das hat mir, glaube ich, schon den Piloten. Ob du zu zweit auf ein Kind aufpasst oder alleine, macht einen eklatanten Unterschied. In dem Moment, wo du alleine bist, bist du einfach alleine und fühlst dich auch alleine. Es reicht einfach, wenn der Partner im Nebenraum sitzt und fühlst dich schon tausendmal sicher und alles. Und dann bin ich hier eine Woche lang alleine mit Finn, händle zwischen Krankenhaus und Kita und Wohnung. Und genau in der Woche bekommt unser Erstgeborener 40 Fieber, sodass ich hier, das weiß ich noch wie heute, mit Headset am Kopf im Kinderbett saß und mit Franzi telefoniert habe, weil ich einfach mich nicht sicher gefühlt habe, was ich jetzt machen muss. Und weil dieses Fieber immer weiter stieg, es ging nicht runter, es war auf Deutsch gesagt hardcore beschissen. Und ich habe mich so, so alleine und überfordert gefühlt, hier zu sein, nicht bei meiner Frau zu sein, nicht mehr viel. Wir sind jetzt 100 Milliarden Jahre zusammen. Wie viel? Und jetzt, als wenn ich es müsste, kriege ich immer nicht hin. Was sind Sie jetzt, 18 oder 19? Seit 2008. 18. Dieses Jahr 18 Jahre. Dieses Jahr 18 Jahre. 18 Jahre zusammen und ich kann eine Hand abzählen, wie oft wir uns nicht gesehen haben. Und auf einmal liegt meine Frau in einer der wichtigsten Situationen, die im Leben so passieren können, alleine im Krankenhaus, ohne meine Unterstützung. Also das passt überhaupt gar nicht zu meinem Lebenskonzept. Meine Frau nicht unterstützen zu können, in einem Moment, wo es so, so, so wichtig ist. Parallel saß ich aber mit meinem Erstgeborenen, den du in deinem Leben nicht alleine lassen willst. Und das war wild. Ich weiß, dass du da echt für so einen Stretch gemacht hast, zwischen mir und ihm und ihm die Mama zu ermöglichen. Wir haben gefühlt das weit entfernteste Krankenhaus wiedergenommen, weil die Erfahrung beim ersten Mal so gut war. Und bist da täglich mit ihm hin und her gefahren. Außer dann, wo wir gemerkt haben, okay, er ist jetzt richtig, richtig krank. Und dann, wie gesagt, hat es mich zerreißen. Ich habe da geweint abends, weil ich nicht bei euch sein konnte. Und ich habe mich auch allein gefühlt. Weißt du, das ist so. Und das war so der Startschuss und das ist dann natürlich eine

andere Folge. Der Startschuss ins Alleinefühlen, wenn du mich fragst, weil das war auch der Startschuss ins Teamplay. Und zwar Team Papa erstgeborener und Team Mama zweitgeborener. Ab dem Moment waren wir für sehr lange Zeit getrennt. Für sehr lange Zeit. Ja. Hat diesmal wein. Ja. Und was für mich auch noch so ein krasser Moment war. Und ich habe mich so zerrissen gefühlt. Also zerrissen reicht nicht mal als Beschreibung. Ich kann das überhaupt eigentlich gar nicht in Worte fassen. Ich habe Loyalität in meinem Leben als einen meiner höchsten Werte deklariert. Und jetzt entwickelst du natürlich eine Loyalität gegenüber deinem Kind. Und auf einmal sagt deine Frau zu dir, naja, ich brauche dich hier schon bei der Geburt. Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist. Also klar. Aber für mich war es auch eine Selbstverständlichkeit, bei meinem Kind zu sein. Und auf einmal kam diese Realisierung. Okay, sie will jetzt wirklich, wirklich, dass ich unser Kind in der Nacht oder mehrere Nächte alleine lasse. Das war so krass für dich und das weiß ich noch wie heute. Ich weiß es noch wie heute. Da habe ich dann erst mal verstanden, ich muss dieses Kind jetzt alleine lassen. In sehr guten Händen am Ende des Tages. Grüße gehen raus an unsere drei Helferinnen, die wir hier hatten. Ohne euch. Ich habe keine Ahnung, wie das ohne euch gelaufen wäre. Ich wirklich, I don't know. Aber nichts in meinem Leben ist mir so schwer gefallen. Ich weiß. Wie dieses Kind, eine Nacht alleine zu lassen. Und das waren ja dann mehr als eine Nachteile. Unglaublich. Aber dann, in dem Moment, wo ich dann wieder bei dir war, hat sich das auch wieder richtig angefühlt. Dann war ich bei dir, konnte dich unterstützen. Und dann kamen 37.0. Und da haben sie gesagt, let's go. Da leiten wir ein. Und was ich auch da wieder gelernt habe, ist mit einer Einleitung, alle meine Freundinnen dachten, mit dieser Einleitung kriege ich heute das Kind. Ich habe Tabletten bekommen, weil wir Infektionsgefahr. Da ist ja erst mal nichts passiert. Aber du bist da geblieben, die erste Nacht. Das muss man eher so sagen. Und du kamst abends. Du hast Finn noch ins Bett gebracht. Ja genau. Ein Schlafbegleitung, Stunde ins Krankenhaus gefahren. Und dann haben wir da geschlafen. Ich konnte mal durchschlafen. Wir beide. Außer, dass die Krankenschwestern alle wie viele Stunden reinkamen? Ich glaube, da waren wir dann alle sechs Stunden an Abiotikum. Was besser war als hier. Das war noch eine Phase, wo Fini acht bis zwölf Mal die Nacht kam. Und dann war es dort ein bisschen ruhiger. Und wir haben zum ersten Mal wieder zu zweit zusammengeschlafen. Egal. Long story short. Und dann ging es los. Also ich wurde dann quasi drei Tage eingeleitet. Am dritten Tag

haben wir dann auch schon gemerkt, dass ich Wehen hatte. Und die sind aber immer wieder weggegangen. Und dann ging es in die Geburt. Ich hatte dann quasi meinen richtigen Blasensprung. Und dann meistens noch kam unsere Hebamme, die dann auch unsere Geburtshebamme wurde. Und Spoiler-Alarm, ich konnte sie nicht riechen. Sie kam rein, hat mich geweckt, hat mir quasi was an den Arm gelegt. Genau, das heißt, ich hatte einen Blasensprung. Du lagst neben mir. Ich habe das gemerkt und habe aber weiter gedöst. Also ich habe wirklich wahrgenommen, so, jetzt ist das doch richtig nass. Aber ich bin wieder so weggedriftet. Und dann kam, und das muss so viertel vor zwei gewesen sein, eine Wehe. Und da hatte ich deine Hand und habe gedrückt. Und du warst so, was ist los? Und ich so, jetzt, ich glaube, jetzt geht es los. Und dann habe ich gesagt, klingel mal bitte, ruf mal die Hebamme. Oder kannst du dich daran erinnern, dass ich deine Hand so gedrückt habe? Also das war nicht so ein, ich kriege ein bisschen Wehen und es geht Stück für Stück los. Sondern es war eine Hammer Wehe. Ich habe deine Hand zusammengedrückt und ich weiß nicht was. Bin dann auf Toilette gegangen und da war schon wirklich alles voller Adrenalin. Mein Körper hat gezittert schon. Plus dieses Gefühl, alles hat gezittert. Alles, meine Muskeln waren irgendwie, alles hat sich aber auch ganz weich angefühlt. Ich habe geschwitzt, also es war so, es war so wie ein Sturm. Alles war da, sofort. Und nichts war, wir gehen da jetzt mal ganz langsam rein, sondern Alarm. Im Vergleich zur ersten Geburt war das irgendwie vorgespult. Hat die ersten, ja eigentlich sechs Stunden weggelassen. Total. Und dann bin ich quasi unter darken Wehen ganz, ganz langsam da wieder rüber gekommen zu euch. Du hast schon so weit alles ein bisschen gepackt. Das waren insgesamt vier Taschen oder so. Also es war völlig irre. Ja, wir sind vier zu vier. Das war wirklich in einem afrikanischen Film. Die Mama läuft vorne weg mit der Hebamme am Arm und ich mit fünf Taschen, wo alles permanent runterfällt. Ja, das ist stillkissen und mein Hals. Aber du hast mir ja erzählt, du hattest Zeit in meiner Wahrnehmung. Kommen wir ja gleich hin. Was ich total witzig fand, ich weiß gar nicht, wann wir das festgestellt haben, aber es ist gar nicht so lang her. In meiner Wahrnehmung bin ich quasi zwischen den Wehen, weil sie meinte, wir müssen jetzt rüber. Wenn eine Wehenpause ist, gehen wir rüber. Bin ich aus diesem Bett geschwungen, über den Flur gehechtet, in den Kreißsaal. Du hast mir letztens erzählt, dem war nicht so. Nope. Da traurig bin ich mit 95-Jährigen halb auf der Hebamme. Ich glaube, ich habe mich dreimal überholt mit meinen 28 Taschen, die ich da hatte. Ich habe, ich hätte dir schwören können, bis zu dem Punkt, wo du mir das auch gesagt hast, habe ich das so erzählt. Ich bin aufgesprochen, bin vor Dominik und der Hebamme in den Kreißsaal gelaufen. So war das nicht. Hat ein bisschen länger gedauert. Aber dann waren wir im Kreißsaal und das war, finde

ich, auch als Riesenunterschied. Einfach dann genau dieser sterile Mist. Mit einem, weiß ich noch wie heute, Handtuch-Trockner, den man erst ausschalten musste, dann irgendwie mal ein Licht an. Und dann gab es ja diesen sterilen Stuhl, auf dem man dann da in 500 Stellungen sitzen kann. Ich weiß halt nicht viel davon, weil ich sehe einen Ausschnitt des Zimmers und der war ja quasi, ich lag auf dem Bett, auf der rechten Seite gedreht, klammernd an dem Gitter, also in diesem Halterung, Gitterbett. Und ich sehe diese Anrichte vor mir. Also dass ich da sehr fertig und überfordert und voller Schmerzen, voller Wucht an diesem Bett gehangen habe und gelitten habe, weil das Breitseite war. Ich wollte ja, weil ich das von der ersten Geburt nicht hatte, im Tennis gerät. Das hatte ich auch allen Hebammen vorher immer und immer und immer gesagt. Da weiß ich auch nicht genau, was und wie lang es gedauert hat, das kannst du leider nur du erzählen. Also ich habe gesagt, ich möchte... Das war absurd lang, also am Ende des Tages. Ich habe das ja schon im Vorwehenzimmer gesagt. Das war vorgesprochen und alle wussten Bescheid. Und dann überraschend bekommt man dann nach über einer Woche im Krankenhaus ein Kind und dann sind die losgelaufen und haben das Tennis Gerät gesucht. Niemand hat es gefunden und irgendwann kamen die Gebärkung dem Ding zurück. Und dann hat die, als würde die zum ersten Mal in ihrem Leben dieses Ding ankleben, 100 Jahre gebraucht, mit zitternden Fingern diese Klebchen da abgerissen. Ja, das war absurd. Absurd lange. Ich spüre das, also wie gesagt, ich habe nicht viel gesehen, weil ich habe mich nicht mehr weggedreht von dort an und ich habe auch in dieser Position das Kind bekommen. Ich spüre diese ganze Hektik noch und dieses ganze Ich mittendrin. Keine Pausen, kein Realisieren, einfach nur Wehe nach Wehe nach Wehe. Und auch überhaupt nicht wie bei Finn dieses, ich habe Zeit. Weißt du, bei Finn musste ich bein, ich hatte eine Wehe, mir war schlecht, mir war schlecht, ich hatte eine Wehe, mir war kalt. Ich würde jetzt sagen, es waren immer 25 Minuten in so einer Phase. War so ein Prozess, er voran steht. Immer, genau. Und bei der zweiten Geburt war es einfach nur Wehe, kalt oder andersrum. Mir war heiß. Ich habe zu dir gesagt, nimm mir die Sachen weg. Und ich war auch zu dir viel aggressiver, dächtig, oder? Naja, als aggressiv habe ich das nicht wahrgenommen. Das war froh, da? Unglaubliche Schmerzen. Ja. Und warst überhaupt nicht Herr deiner Sinne. Das warst du bei der ersten Geburt auch nicht. Das kann ich und werde ich auch nie in Worten beschreiben können, diesem natürlichen Prozess bei der ersten Geburt, den ich aber sehr lange bei dir beobachten konnte. Und da hast du einfach funktioniert und bist von Phase zu Phase gewachsen in die Phasen hinein und hast dann der Natur sozusagen ihren Lauf lassen können. Und dort warst du einfach nur ein Bündel aus

Schmerz, das überhaupt nicht diese Geburt mitgesteuert hat. Gar nicht. Es ist einfach nur passiert. Ja, aber ich war in so einem Tunnel, im Machen. Das war so ein Machen, die ganze Zeit. Das war ein Prozess, die zweite Geburt, die war so durcheinander und so schmerzhaft und so doll. Wie ein Sturm, der einfach losgeht. Ich konnte gar nichts steuern. Und dann, also das Tänzgerät hat gekitzelt. Das hatte ich ganz kurz das Gefühl und dachte mir so, ach du Scheiße, das wollte ich die ganze Zeit. Bringt ja gar nichts. Und dann bin ich 2.08 Uhr und man kann das ja auch einfach jetzt schon sagen, 2.43 Uhr, also 35 Minuten später, war das Kind da. Ich habe auch so viel Adrenalin gerade, mein ganzer Körper ist gerade warm. Ich kann nicht so tief, glaube ich, reingehen in das Gefühl. Weil ich hatte einmal den Moment, wo ich richtig reingegangen bin. Und er war mit meiner Schwester. Und dann zieht es mich aber auch auseinander. Und das ist, glaube ich, immer noch eine Schutzfunktion. Ich habe dann gesagt, das bringt nichts. Oder irgendwie, ich will jetzt was gegen die Schmerzen. Das habe ich auch sehr, sehr lautstark geäußert. Und dann hat die Hebamme den ersten Fehler gemacht. Meiner Meinung nach, den ersten großen Fehler. Und das ist das, was du vorhin meintest. Sie ist quasi aus dem Zimmer gegangen. Ja, schon wieder, stimmt. Aber da war es halt fatal, ohne zu schauen, wie weit der Muttermund offen ist. Wer hätte sie das gemacht? Und wir hatten keine junge Hebamme, das möchte ich mal dazu sagen. Das war eine schon, also es war jetzt niemand. Hat ja nichts mit allem, es war sehr erfahren. Erfahren, meine ich. Ja, ja, das meine ich damit. Sie ist gegangen und hat nicht danach geschaut. Und dann kam schon die Presswehr. Und dann hast du, glaube ich, mehr mitbekommen und mehr Angst bekommen. Ich habe nur noch Schmerzen empfunden. Ich habe das, was ich machen wollte, was ich bei Fins Geburt mir gedacht habe. Ich möchte bei mir sein. Ich möchte auf dieses Signal. Mein Körper, dann alle Muskeln quasi zusammen, was ich zum Eingang meinte. Das möchte ich spüren und möchte ich steuern, weil es dadurch vielleicht schneller gehen kann oder besser gehen kann mit mir im Einklang. Das war alles überhaupt nicht möglich. Mein Körper hat alles übernommen. Alles, aber ich habe alles mitbekommen. Und das ist der Unterschied gewesen. Ich war nicht in so einem Tunnel. Das war bei dieser sehr kurzen Geburt. Der meistgesagte Satz, ich bekomme alles mit. Das habe ich gesagt. Das hast du sehr oft gesagt. Und dann hast du bei Fins Geburt, hast du gebrüllt wie eine Löwin. Das ist, glaube ich, ein schönes Bild. Dein Körper hat gearbeitet und hast dieses Kind da rausgebrüllt. Hat es sich gut angefühlt, obwohl du so laut warst. War das sehr viel Kraft. Und dort hast du

geschrien wie am Spieß. Und eine Hebamme latscht aus diesem beschissenen Kreißsaal raus, der ungemütlicher nicht sein konnte. Und musst einen Tropf vorbereiten. Einen Schmerztropf. Eine Woche warst du in diesem Krankenhaus. Warum musst du jetzt bei dieser verfickten Geburt anfangen, einen Schmerztropf zu mischen? Warum hängt dieses Scheißding nicht in einem beschissenen Kühlschrank und wird rausgenommen, wenn es dann so weit ist? Denn dann bin ich auf diesem Gang gelaufen und habe gebrüllt, ob hier irgendjemand mal seinen Arsch hierher bewegen möchte oder ob wir diese Scheißgeburt alleine machen sollen, ob sie mich hier alle verarschen wollen. Und dann kam sie mit einer anderen Hebamme gerannt. Und warst halt da. Und die kam gerannt. Und in dem Moment, wo die bei dir angekommen waren, haben die den Kopf in die Hand gebracht. Also das war absurd. Du bist ja nicht weggerannt. Du bist halt an die Tür und hast geschrien. Ich bin auf den Gang gegangen. Ich habe da quasi allein ein Kind bekommen. Also ja, völlig irre. Ja, mir fehlen aber ganz viele Worte, weil ich, wie gesagt, weiß nicht, warum ich heute so geschützt bin. Aber weil es auch immer noch ein Prozess ist vom Verarbeiten. Also jetzt mit Theos ersten Geburtstag bin ich da auch nochmal reingegangen und habe auch nochmal verstanden, was das für mich bedeutet hat. Ich kann dir den Schmerz nicht mehr sagen. Den Schmerz zu beschreiben, das geht nicht. Ich weiß nur, dass ich mich so machtlos und so wehrlos, so rummich machtlos, aber wehrlos gefühlt habe, in mir selbst mit so viel, also ausgeliefert, dem Schmerz so, so sehr ausgeliefert, weil er halt so schnell kam. Und jetzt, ich habe das kürzlich noch vorne nochmal erzählt, dass ich weiß nicht, was eine Sturzgeburt anderes ist als sowas. Also das war doch eine Sturzgeburt, oder? Ich weiß es nicht, keine Ahnung. Also es war schrecklich. Ich hatte ja so als Frage mitgebracht, welche Bedeutung ich für dich bei der Geburt hatte. Und da haben wir ja gerade gesagt, bei Finn war ich da, habt ihr irgendwie Halt gegeben und Sicherheit. Dort war ich gefühlt völlig wertlos, weil niemand was gemacht hat und sich auch nirgendwo helfen konnte. Jetzt kommt aber der große Moment. Ich habe es noch geschafft, die Playlist anzumachen. Hast du. Das erste Lied, der Playlist ging, glaube ich, 7 Minuten 45. Da war das Kind schon längst da. Da war das Kind schon längst da. Also absurd, wie sinnlos ich mir da vorkam und wie wütend ich dann wurde, weil er kein Arsch da war. Sie ist einfach gegangen, ohne nochmal zu gucken, wie weit ich wirklich bin. Dann kam die Hebamme, wie gesagt, dann hat sie quasi den Kopf gehabt, hat

gesagt, jetzt nochmal pressen. Dann war Theo auch da. Und dann habe ich mir den ja auf die Brust getan. Und da hat mein Kopf halt komplett abgeschaltet. Da bin ich einmal runtergefahren. Ich war da, ich bin nicht zusammengeklappt. Also ich spüre, dass das Kind auf mir lag. Spüre ich auch jetzt noch. Mein Kopf, mein Gehirn musste einmal runterfahren, weil das so überwältigend war oder zu viel. Also ich glaube, ich habe dich noch in meinem Leben so abwesend gesehen, wie in dem Moment. Und du hast überhaupt nicht verstanden, was da gerade passiert. Ich habe dann mehrfach sagen müssen, da ist Theo. Und du hast gar nicht verstanden, dass der jetzt da ist und dass der gerade auf deiner Brust liegt. Und das hat dann, keine Ahnung, gefühlt in einer Stunde gedauert, bis du überhaupt realisiert hast, dass die Geburt vorbei ist, dass unser zweitgeborenner da ist. Und dann bist du aber auch insgesamt aus diesem Alarmmodus wieder rausgefahren. Und dann kam der zweite große Fehler, den die Hebamme gemacht hat. Sie hat einfach das Kind nicht richtig angeguckt und du hast dann was gesehen, was ja für unser Baby lebensbedrohlich war. und dann nicht mal den Hebamme hat es gesehen. Und dann war ich zwar aus dieser Schocksteuer raus, aber dann kam der nächste Schock. Im Sinne davon kam eine Kinderärztin, die haben das Kind mitgenommen. Und das ist ja nichts, was ich kannte. Also ich kannte, dass ich mein Baby ab dem Moment, wo es da ist, auf der Brust habe und dann nähen sie dich oder lassen dir die Zeit. Und das war dann nicht. Die haben mit Theo weggenommen. Du bist mit weggegangen und das wusstest auch wieder nicht. Das warst du zwischen mir und dem Neugeborenen hin und her gesprungen. Und ich habe dann gesagt, das weiß ich noch ganz genau, ich so gehe jetzt zu unserem Kind. Ich bin okay. Dann haben sie mich zwar noch mal wiedergebracht und ich konnte dann noch mal stillen, aber das Problem hat sich nicht gelöst und dann ist ja quasi auch die Neonatologie geschafft worden. Es ist einfach in keiner Weise schön. Es ist nie schön, egal ob du im Kreißsaal bist und das Kind muss auch in der Neonatologie, ob du gerade einen Kaiserschnitt hattest, das ist immer, immer schlimm. Und so war es halt für mich in dem Moment auch. Nach diesen viel zu schnellen, er kommt, musste er auf einmal weggehen von mir. Also musste er woanders hin und durfte nicht mehr bei uns bleiben. Also vielleicht ein bisschen Kontext. Theo hatte Atmeaussetzer. Mit bloßem Auge konnte man sehen, dass er zum einen sehr unregelmäßig geatmet hat und aber auch seinen Rippenbogen stark zu sehen war und sein Zweck beim Einatmen. Was bedeutet, dass er sich Mühe geben musste. Dann musste ich mit den Ärztinnen in einen anderen Raum. Das Kind lag dann auf so was wie einen Mini-OP-Tisch. Er hat Katheter

gelegt bekommen, PKGs und so weiter und so fort und wurde dann beobachtet. Er hat Sauerstoff gelegt bekommen. Das war eine erfahrene Hebamme um den Raum. Und die erfahrene Hebamme, die uns dann auch später... Nee, du meinst, eine Neonaturgieschüsse. Stimmt. Die hat immer sehr gut versucht zu erklären, was es ist. Aber die Ärztin war völlig empathiebefreit und sagte dann so unglaublich dumme Dinge, die für mich angedeutet haben, dass unser Kind vielleicht sterben kann. Was hat die gesagt? Ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Okay. Auf jeden Fall stand ich dann im Raum, hab versucht zu verstehen, was die mir beide erklären. Was übrig blieb, war, ich glaube, unser Kind kann sterben. Ja. Ab jetzt zählt sozusagen. Er muss das irgendwie hinkriegen und das will ich nie in meinem Leben fühlen müssen. Und nach wie vor finde ich faszinierend, wie man da in dem Moment dann auch einen Hebel umschliebt. Also so sehr ich bei Finn im ersten Moment dann gefühlt habe, ich bin jetzt Vater, habe ich bei Theo einfach gar nichts fühlen wollen, weil ich einfach nur dachte, okay, wenn er jetzt stirbt, muss ich gleich für eine völlig zerstörte Frau meine Frau und für unseren Erstgeborenen funktionieren. Und ich habe dieses Kind, wie es dann später herausgestellt hat, die haben mich ranlassen können, emotional, um mich selbst zu schützen und um meine Familie zu schützen. Das ist so verrückt, das hast du mir auch erst viel, viel später erzählt. aber ja, das war Geburt Nummer 2. Jetzt lag ich gerade bei dem kleinen Scheißer, weil er gerade einmal kam und habe den dann in den Arm und denke mir so crazy, dass man eben solche Gedanken hat, dass man so viel Angst aushalten muss, dass man Dinge überhaupt nicht versteht, die da passieren, das ist schon schwer auszuhalten. Aber, jetzt hatte ich ihn gerade im Arm und dachte, da bist du. Hä, hä. Auch hier war die ersten Tage alles andere als behütete Babbel. Überhaupt Theo musste dann auf eine Neonatologie, ich kann es bis heute nicht aussprechen. Neonatologie? Neonatologie. Auf eine neugeborene Intensivstation, sagst du einfach so. Und dann lag da ein kleines Bündel hinter einer Glasscheibe in so einem Kasten. Was halt dann einfach richtig, richtig schön war, war, als Finn und Theo sich kennengelernt haben. Weil das ist auch ein Moment und das will ich gar nicht, dass das jetzt irgendwie nur negativ ist, sondern du bist dann mit mir am Morgen rüber zu Theo und bist dann heimgefahren und bist dann mit Finn wiedergekommen. Und dann werde ich halt nicht vergessen, wie er mit uns da reingegangen ist, wie wir ihm das da erklärt haben und wie er glaube ich oder meiner Meinung nach das erste Mal realisiert hat, da ist jetzt

wirklich ein Baby aus Mama gekommen. Auch diese Hand, also er ist dann quasi, wir haben ihn da hingetragen, haben diese Decke hochgeklappt, die da lag, haben ihn da reingucken lassen und dann hat er so die Hand an diesen Inkubator gemacht und stand da so bedächtig, das werde ich nie vergessen, als so der erste Moment war, dass wir zu viert waren und dann folgten noch sehr viele weitere Tage auf dieser Station. Diese Zeit, die man dann dort auf dieser Neonatologie ist, die ist so endlos und die zermürbt einen so und das kann man einfach nicht nachvollziehen, wenn man das nicht erlebt hat. Das konnte ich bei niemandem vorher nachvollziehen. Ich glaube ganz viele können das eben bei anderen Menschen nicht nachvollziehen beziehungsweise war das glaube ich auch schwer für meine Freundinnen zu verstehen, was das für mich bedeutet, weil jeder hat dann das Gefühl, es ist doch in Ordnung, die sind doch jetzt im Krankenhaus und die werden doch versorgt, aber das ist es halt nicht. Du bist da ja jede Minute voller Sorge. Jetzt sind wir hier schon im Domjahmen-Monus. Schön, deine Stimme ist auch schon da. Meine Stimme ist auch schon da. Hallo, Dominik. Alright, Leute. Dann würde ich sagen. Können wir es mit so viel Negativität abschließen? Nee. Ein Freund von uns hatte so schön gesagt, die Neowatt ist der Startplatz der Champions und so läuft das hier auch. Nee, aber das mit den Champions ist doch schön und ich finde, ich glaube, das Neonatologie-Thema ist vielleicht nochmal eine andere Folge wert. Das könnt ihr uns auch gerne schreiben, wen das interessiert. Weil es einfach, weil es ganz andere Emotionen hat. Finde ich großartig. Drück, stopp. Wiedersehen. Das war der wichtige Teil der Folge. Er ist auch noch nicht vorbei. Nicht? Aber du kannst nicht mehr. Klingt das so? Ja. Du schläfst schon halb und deine Stimme ist... Ich bin einfach so innenkrank. Okay. Gut.