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Ich kam supergut mit Stresssituationen und auch anstrengendensituationen zurecht. Das braucht man auch, wenn man mit Franziska zusammen ist. Was mich wirklich erstaunt hat, war, dass wir nicht mehr da sind. Ich kann alles so in Deutschland die Prüfung machen, aber das, das geht? Das fand ich viel krasser. Bei 2024 mit einem Burnout zu Hause. Aber ich wollte nicht weinen bei der ersten Folge. Das war leichter. Das meine ich nicht im Gericht. Auch das war ich. Der war, der war groß. Rückstab, Junge! Tagesabschlussbericht, Tagesabschlussbericht. Dann würde ich sagen, starten wir jetzt. Bist du bereit? Ja. It's Pilot-Time. Ich sitze so wie ein Äpfchen. Ja, und damit herzlich willkommen zur allerersten Folge von Eltern nach Acht. Ich bin hauptsächlich aufgeregt. Okay. Also nochmal herzlich willkommen zur allerersten Folge von Eltern nach Acht. Im Pilot, wo wir euch erstmal so ein bisschen mitnehmen, wer euch hier eigentlich auf eurem Kopfhörern oder Lautsprechern vollquatscht. Wer sind wir als Paar und vielleicht auch als Einzelperson? Vielleicht als Paar, starte ich ganz kurz, sind wir seit, und jetzt wirst du lachen, weil ich es mir einfach nie merke, seit 2009. Was? Oder acht? Nein, Mann! Zusammen. Nee, acht war's, glaube ich. Jedenfalls sind wir schon so lange zusammen. Nein. Keiner mehr von uns weiß. Okay, also wir einigen uns auf irgendwas zwischen seit 2007 und 2009. Sind wir zusammen und seit 2015 verheiratet. Wir leben in Berlin und ich würde sagen eher vorstädtisch als jetzt noch mit dem Hotspot. Aus uns beiden sind inzwischen vier geworden. Wir haben zwei Söhne. Der eine ist drei und der andere ist eins. Vielleicht zu mir persönlich. Ich bin zart, 47 Jahre alt und war 14 Jahre meines Lebens selbstständig als Freelancer, hauptsächlich im Vertrieb. Irgendwann hatte ich dann die glorreiche Idee hier in Berlin, weniger Stress für uns beide und unsere Familie zu haben und mehr Planbarkeit zu bekommen, in einem Start-up anzufangen. Das war vielleicht nicht die schlauste Idee meines Lebens. Rückblickend habe ich Riesenglück gehabt, eine tolle Firma bei uns zu haben und auch viel Impact gehabt zu haben und mich verwirklichen zu können. Ich habe mich dann aber, wie sich das gehört, in einem Start-up schön leer gebrannt und sitze deswegen seit 2024 mit einem Burnout zu Hause und kuriere den aus.

Und damit die Antwort an alle meine Follower, die jetzt zuhören, die sich immer fragen, was mein Mann tut. Heilen. Heilen. Er heilt. Ja, ist ein spannender Deal, weil ich mit einer ganz neuen Rolle seit 2024 auf unsere Vaterschaft, also auf meine Vaterschaft schaue und erlebe das sozusagen aus drei Richtungen. Einmal als Vaterschaft in der Elternzeit, damals noch berufstätig mit unserem ersten Sohn. Nach der Elternzeit dann die Vaterschaft, während ich im Start-up viel gearbeitet habe und faktisch nie Zeit hatte, um mein Kind zu erleben. Und dann die Vaterschaft, wo ich unendlich viel Zeit habe, gemeinsam mit meinen beiden Kindern, aber vielleicht, ja, nur zu x Prozent funktioniere und gar nicht so 100 Prozent am Tag teilnehme. Am Ende des Tages ist vielleicht ganz spannend, über mich zu wissen, dass ich überhaupt kein Typ bin, der gerne vor der Kamera steht oder ins Mikrofon spricht. Ich mache das tatsächlich hier heute zum ersten Mal in meinem Leben. Und witzigerweise höre ich auch keine Podcasts. Ich habe mal vor acht oder neun Jahren zum Einschlafen irgendeinen Geschichtspodcast gehört. Mehr weiß ich über die Dinger nicht. Und ich finde es umso witziger, dass meine Frau die Idee hatte, dass wir zusammen einen Podcast drehen. Mir hat sie die Aufgabe delegiert, es zu machen. Und nach einem schlanken Jahr, Umsetzungsphase, habe ich es dann auch heute geschafft, zum ersten Mal die Aufnahmetaste zu drücken. Ich glaube, das reicht zu mir. Wir hören uns da vielleicht noch öfter. Und es gibt noch ein paar Folgen, wo die ein oder andere Information zu uns droppt. Und jetzt würde ich an Franziska übergeben. Der eine oder andere kennt sie schon. Und wer nicht, der kann sie jetzt kennenlernen. Wer bist du? Franziska. Das sagst du zu mir. Wer ist Franziska? Okay, das bin ich. Ich bin, da muss ich immer überlegen, 38 Jahre. Und mit dir seit 2007 zusammen, habe in der Zeit verschiedenste Berufe ausgeübt. Als wir uns kennengelernt haben, war ich gerade fertig mit der Krankenschwesterausbildung. Ich bin kurzzeitig dann nach Frankfurt gegangen, war auf einer Neurologie. Bin aber parallel schon als Model gestartet und habe mich nach einem Jahr entschieden, dank dir auch, das Ganze hauptberuhig zu machen. Wo warst du mein Support? Mein Einziger. Du warst der Einzige, der gesagt hat, do it. Genau, und dann habe ich 2008 im Dezember aufgehört zu arbeiten und angefangen zu modeln. Und mache das bis heute natürlich jetzt weniger. Aber in der ganzen Zeit konnten wir zusammen ziemlich viel reisen. In New York, in Paris, in London war man nur kurz. Da war es nicht so toll. Aber sind ziemlich gut rumgekommen. Und habe in dieser Zeit des Models, also ich hatte vorhin ein bisschen Angst, dass

du so lange erzählst. Aber jetzt erzähle ich doch so lange. Dominik hatte nämlich ein Skript vorbereitet. Ich nicht. Ja, ist vielleicht ein witziger Funfact, dass wir sehr unterschiedlich ticken. Auf jeden Fall. Franziska wollte schon vor einem Jahr direkt starten und einfach ans Handy sprechen. Und er spricht heute frei. Und ich sitze hier mit schweißnassen Händen vor ungefähr 400 Seiten Bildschirmtext. Okay, ich mache mal schnell zu Ende, damit du deinen Text noch fertig kriegst. Wenn noch jemand wach ist, dann könnt ihr ja noch weiter zuhören. Ich habe zwei Unternehmen gegründet in der Zeit. Ich habe ein Buch geschrieben. Wir kürzen das Ganze ab. Genau, und arbeite jetzt für Instagram. Die haben mich angerufen. Und haben gefragt, ob ich da habe. Genau. Und das ist mein Job. Wow. Okay. Das ist also Franziska, meine Ehefrau. Gut, ich hoffe, es sind noch ein paar Leute wach. War es so lang? Nein, es war super abwechslungsreich und auch ganz kurz. Aber lass uns doch vielleicht zum eigentlichen Ansinnen unseres Podcasts kommen. Und hier soll es um Familie gehen. Das ist das, was die meisten von euch da draußen mit 1, 2 oder 25 Kindern machen. Abends auf der Couch über Familienthemen reden. Und genau das wollen wir auch tun. Heute im Piloten wollen wir uns natürlich auch auf der Seite vorstellen. Und steigen gleich mit dem Thema ein. Wie ist das für dich jetzt? Von vorher waren wir zwei. Du hast gerade erzählt, wie wir zusammen eigentlich zwei oder drei Weltreisen schon hinter uns haben. Und sehr viel Qualität zusammen verbringen konnten. Wie ist es jetzt für dich statt zu zweit, zu viert? Ich finde, von zwei auf drei. Also war es okay, dass wir noch ein paar haben. War es okay, dass wir noch ein paar waren. Waren wir noch ein paar als von drei auf vier. Das hat mich sehr erschrocken. Und das war eines der Sachen, die ich tatsächlich. Nämlich Leute fragen, was war das krasseste? War das schlimm, in Anführungsstrichen schlimm, auf einmal zwei Kinder zu haben? Dann sage ich, nee. Ich fand eben diesen Sprung auch gar nicht so schlimm. Ich fand, ein Kind zu bekommen, in dieses kalte Wasser geworfen zu werden, etc. war viel, viel schlimmer. Aber was mich wirklich erstaunt hat, war, dass wir nicht mehr da sind. Also dafür liebe ich die Idee, die ich hatte, dass wir das jetzt hier machen. Ich glaube, seit langem, also ich weiß nicht, wann ich es letztes Mal so, es ist mittlerweile 21.30 Uhr, da schlafe ich normalerweise schon. Aber ich bin aufgeregt. Ich freue mich, mit dir zu reden. Das ist irgendwie was Neues für uns. Eines der Gründe, warum ich das machen wollte, weil ich, dann haben wir ein Date in der Woche und sind wieder wir. Auch wenn

wir über Kinderthemen reden. Also auf einmal sind da wieder wir, die etwas zusammen machen. Ja, am Ende des Tages geht es mir da natürlich wie dir. Also ich hatte vor meinem Burnout eine sehr, sehr starke Eigenschaft und die hieß Resilienz. Ich kam super gut mit Stresssituationen und auch anstrengenden Situationen zurecht. Das braucht man auch, wenn man mit Franziska zusammen ist. Wir müssen das wirklich zum Film, weil man sollte eigentlich jetzt mein Gesicht sehen. Ich schüttle mit dem Kopf. Und ja, jetzt wohnen dann aus zwei, vier und Dynamik in der Familie mit vier Menschen ist natürlich extrem viel höher. Und dadurch fehlt der komplette Fokus aufeinander. Es gibt an manchen Tagen überhaupt gar keinen Moment, an dem ich Zeit hätte, darüber nachzudenken, wo ich dir mal wieder Blumen kaufe oder mal die Füße massiere. Da warst du so gut drin. Du warst einer der Männer, denen man nicht sagen musste. Ich hatte, also du kaufst deine Frau Blumen oder so, nicht dass man das sagt, aber ich hatte halt immer Blumen von dir. Und dann waren die auch noch schön. Das war halt nicht die Netto 299. Obwohl, damit wäre ich jetzt auch schon zufrieden. Ja, also alles, was uns auch als Paar ausgemacht hat, so diese Dynamik. Also wir ticken sehr unterschiedlich. Ich glaube, das ist aber am Ende des Tages auch unser Erfolgsrezept, weil du immer diejenige warst, die uns so ein bisschen vor die Tür getrieben hat. Und wir dadurch tolle, tolle Sachen erleben konnten. Und beide dann davon gezehrt haben, uns darüber unterhalten konnten und auch später darauf zurückblicken konnten. Und das fällt aktuell alles weg. Zurzeit sitzen wir hier leer ausgebrannt und das Gehirntod abends um neun auf der Couch und haben eigentlich keine Gesprächsthemen. Es ist immer der Kreislauf von, was müssen wir als nächstes planen, wer braucht was, wer hat Geburtstag, was müssen wir noch kaufen, hast du schon bestellt. Morgen ist in der Kita das. Das sind unsere hauptsächlichen Gespräche gerade. Und wir ticken halt nicht so. Und das vielleicht mal, das finde ich mittlerweile, also hat es sich gebessert, aber wir haben halt keine Elterenthemen vor unserem Kind besprochen. Also wir sind ja jetzt zum Beispiel da sehr strikt drin gewesen, dass wir jetzt nicht am Esstisch besprochen haben. Also ich war total erschrocken, dass du mir was über den Podcast erzählt hast, als wir jetzt letztens Abendbrot gegessen haben, weil das nicht unser Usus war. Also wir haben einfach mit dem Kind gesprochen über den Tag und was weiß ich, aber halt nicht über die fiese, weiß ich nicht,

Nachbarin, die mir heute, weiß ich nicht. Also wir reden ja vor Fini nicht irgendwie Alltagsthemen, oder? Du wolltest es einführen. Ich finde es mit einem Dreijährigen schwierig, Alltagsthemen zu besprechen. Er will über seine Bärchenmost reden und lebt dem hier und jetzt und nicht in, was er heute Morgen in der Kita gemacht hat. Im Zweifelsfall weiß ich das schon gar nicht mehr. Daher sind die Gespräche ganz klar infantil am Abendbrotstisch und fassen dann nicht viel zusammen aus dem Tag. Und da ist wenig Rückblick, ja wenig, von dem man am Ende des Tages zehren kann. Und es gibt auch keine Substanz. Also am Ende, mein Tag hier gesteht aus Kindern und ich habe nichts zu erzählen. Ja, du triffst ja auch Leute. Ja, aber wie oft? Es gibt einfach aufgrund der Situation, hier zu Hause zu sein und sich auf die Kinder zu fokussieren am Ende des Tages, nicht viel, das ich mit dir teilen könnte. Deswegen erzähle ich umso mehr. Und ich höre umso weniger zu. Ja, also das ist jetzt natürlich wieder typisch deutsch. Da sind wir beide auch gut drin. Jetzt haben wir viel Negatives gesagt. Was sind denn so die positiven Sachen von zwei auf vier? Was hat sich da für dich verändert? Gebt nichts. An alle, die jetzt noch wach sind, mach bloß nicht zwei Kinder. Doch. Nein. Ich muss mich richtig schlimm überlegen. Und mein Glas ist immer halt voll. Aber es befüllt halt mein Leben auf eine ganz andere Art und Weise, wie ich es vorher hatte. Vorher war halt so ein Durchrauschen von Dingen, die mich irgendwie entertained haben. Oder weiß ich nicht, wo ich sein konnte. Und jetzt hat, also das hört sich so kitschig an, aber das hat einen Sinn. Also ich habe etwas in mein Leben gebracht mit der größten Aufgabe, die man sich, glaube ich, aufhalsen kann. Was zum ersten Mal so richtig sinnvoll ist. Also weißt du, was ich meine? Weißt du, was ich meine? Ich weiß 100 Prozent, was du meinst. Und dann, warte, ich bin noch gar nicht fertig. Ach so. Ich brauche schon eine Ausbestätigung. Okay. Und du verstehst, was ich sage. Ja, und dann ist es lieber. Also das ist ja wohl das Unglaublichste. Wenn Finn mich umarmt, wie Theo mit jetzt knapp einem Jahr mich anschaut. Das hast du nie. Aber halt so anders, wie man es gar nicht. Das ist so eine krasse Liebe. Das ist unglaublich. Du lachst, aber das ist ein Thema, was ich auch mitgebracht habe in meinem Kopf. Das, was ich mit den beiden Jungs erlebe,

diese bedingungslose Liebe, das ist das bessere Wort dafür. Das kennt man nicht. Also am Ende, wir haben uns kennengelernt, verliebt und gute Zeiten, schlechte Zeiten miteinander verbracht, wie das ist in der Partnerschaft. Aber wir sind schon Erwachsene. Und wenn man erwachsen ist, bringt man einen Rucksack mit. Und ich finde, aufgrund all des Negativen, was man lernt oder erlebt im Leben, bringt dieser Rucksack auch immer mehr Bedingungen mit. Und als Erwachsene bedingungslose Liebe zu erleben, ist, glaube ich, etwas. Entweder sehr selten ist oder es gibt es nicht, I don't know. Und mit unseren Kindern erlebe ich, dass die dich einfach so lieben, wie du bist. Egal, wie du aussiehst, was du anhast, was du gerade erzählt hast. Auch wenn du mein Herz und ein Drecks Mundgeruch hast. Ja, es ist vollkommen egal. Du wirst einfach geliebt. Und das ist eine extreme Bereicherung. Und dein anderer Punkt, dass ein Leben dann einen Sinn bekommt. Es ist nicht so, dass unser Leben sinnlos war vorher. Aber wir hatten beide, also als Paar hat man einfach viel Zeit. Es ist noch viel Zeit übrig vom Tag. Und wenn man in so einer Stadt wie Berlin ist, hat man dann halt auch sehr viele Möglichkeiten, sich abzulenken. Und ich bin manchmal nach so einer Woche dann am Sonntagmorgen wach geworden und dachte mir, also meine Fresse, wir machen irgendwie jetzt viermal Essen die Woche und zweimal auf Party. Ich erlebe das gar nicht mehr. Also ich gehe da hin und mache das mit, aber irgendwie gibt mir das gar nichts Also irgendwie wurde das immer sinnloser, vor allem in der Häufung. Und das hat man jetzt nicht mehr so. Genau, also ich meine, wir haben ja schon ein bisschen geschoben, Kinder zu bekommen. Es gab ja nie den richtigen Zeitpunkt, also es gab nie den Moment, wo ich dachte, ja jetzt. Und deswegen bin ich so dankbar, dass das Schicksal in der App oder wer auch sonst entschieden hat. Die App hat gesagt, ich bin nicht fruchtbar, dass ich schwanger bin. Und dann, jetzt habe ich einen Karten verloren. Wollte ich eigentlich was, warte, das passiert mir häufiger wahrscheinlich in diesem Aufnahmeformat. Ja, das ist blöd, nur ein Skript, ne? Ich brauche kein Skript, ich will kein Skript. Ich bin das nicht. Pass auf, ich komme zurück und wollte sagen, achso, genau, das wollte ich sagen, siehst du. Das, es wiederholt sich ja dann auch nur immer wieder alles. Also du machst dann ein großes Ding nach dem anderen oder gründest was neu oder gehst wieder feiern oder gehst ins nächste Sterne oder auch nicht Sterne oder fancy Dreck-Restaurant, wie auch immer. Es ist ja dann auch eine Schleife. Es ist eine gute Schleife, kann man genauso leben. Aber ich bin sehr dankbar, dass, wie gesagt, dieser Turning Point kam und ich jetzt Lautstärke auch in meinem Leben habe, die ich manchmal nicht so gut ertrage. Es ist ja auch so ein Kitsch-Satz, so ein Kinderlachen in der Wohnung ist einfach das

Schönste. Oder so jemand, der da hinten dann irgendwas erzählt und eigentlich bist du gerade, kommst gerade aus einem Emotionsausbruch, denkst gerade, ach du Scheiße und du nimmst selber Bescheid. Du musst einfach nur lachen. Und das finde ich, das ist was, was eigentlich für dich positiv ist, was du durch den Moment noch finden, wahrscheinlich später dann Theo. Du warst immer nachtragend und das kannst du gerade gar nicht mehr sein. Nicht im Sinne, dass du jetzt in nachtragen würdest, dass er einen Emotionsausbruch oder Wutausbruch, wie auch immer man das nennen möchte, hat. Sondern du kannst gar nicht mehr so lange in einer dieser Emotion mit ihm sein, weil er schon weiter ist, also musst du weitergehen. Ich finde, das ist auch was Positives, was ich dir schon unser Leben lang probiert habe zu lernen. Nicht in der Emotion festzustecken, sondern eben weiterzumachen. Aber das ist etwas, was unsere Kinder uns auch gerade nochmal neu zeigen. Ja, wenn wir das mal unter die Kategorie Wachsen packt, wachse ich durch unsere Kinder tatsächlich. Es ist auch mal ein hoch und heiliger Anspruch, immer weiter lernen zu wollen und mich selber weiterzuentwickeln. Und wie du sagst, als dann die ersten Wutanfälle losgingen, als so ziemlich das Beispiel, das alle von euch vielleicht schon kennen, war ich sehr überfordert und bin einfach nur mitwütend geworden und konnte mit der Situation gar nicht umgehen. Und irgendwann schaltet das Kind um von Wutanfall zu, jetzt habe ich es verarbeitet und bin wieder völlig normal. Und ich wusste gar nicht, was jetzt passiert und auf einmal wieder ganz normal weiterspielen, rumalbern, was vorgelesen bekommen. Und am liebsten wäre ich erstmal für eine Stunde ins Schlafzimmer gegangen und hätte gesagt, kein Bock, mach mal alleine deinen Scheiß jetzt hier. Und ja, das hat mich auf jeden Fall schon mal sehr verbessert. Gerade für jemanden wie mich, der ja gerade sehr viel Struktur braucht und Planbarkeit, der sich dann jetzt in den Kopf gesetzt hatte oder mit dem Sohn zusammen den Plan gemacht hat. Wir gehen jetzt auf den Spielplatz, dann spielen wir da. Wenn wir da fertig sind, gehen wir nach Hause Mittagessen und das Kind entscheidet um und kriegt einen Wutanfall, wenn man seinen Plan nicht mitverfolgen will. Damit konnte ich gar nicht umgehen. Aber ich werde besser darin und das macht mich besser und das ist tatsächlich was Positives, sehr Erwähnenswertes. Guter Punkt. Gucken wir mal vielleicht auf, nochmal speziell den Case, und jetzt jährt sich sehr bald, von drei auf vier. Ich finde, das ist auch nochmal eine ganz, ganz andere Nummer. Was hat sich da für dich verändert? Das habe ich ja gerade schon Ich fand den Übergang, es ist einfach eine Situation, die sich so ändert, auf ein Kind fand ich persönlich viel krasser. Weil niemand kann dir vorher, egal wie viel Nähe du zu Kindern hast und das bei

Freunden, Verwandten, wie auch immer miterlebst, erklären, wie es ist, ein Kind zu haben. Und ich fand, also so dieses, man sind mit Finn nach Hause nach drei Nächten, also vier Tage, dachte ich mir, die schicken uns jetzt nach Hause. Die schicken Menschen mit einem Kind nach Hause. Die hatten alle noch kein Kind und die vertrauen, für alles muss man in Deutschland eine Prüfung machen, aber das, das geht, das fand ich viel krasser. Deswegen war der, also diese, wir sind auf einmal jetzt vier, gar nicht so krass. Was natürlich krass war, war, dass ich nicht mehr, also ich musste ja meine Aufmerksamkeit teilen. Das ist diese Sache, die immer alle sagen, so die Liebe teilen, das finde ich nicht, ich muss meine Liebe nicht teilen, die ist da für beide, so viel. Aber dieses, ich kann jetzt meinem ersten Kind, vor allen Dingen im Wochenbett oder vor allen Dingen in unserer Situation, dass ich eben nicht mit unserem zweiten Kind nach drei Tagen nach Hause gekommen bin, sondern noch Tage bevor, also Tage vor der Geburt und Tage nach der Geburt nicht zu Hause sein konnte, hat mich zerfressen. Ich bin das heute tatsächlich auch nochmal durchgegangen und mich das sehe und wenn ich da reingehe, das ist schon dieser Start, was ich quasi, ich muss auf dieses neue Kind, auf das zweite Kind aufpassen, aber ich will doch eigentlich zu meinem ersten Kind, was bisher hundertprozentige Aufmerksamkeit bekommen hat. Das finde ich super krass. Also ich kann mich halt nicht zerteilen und ich muss schauen, wer braucht mich gerade mehr. Und das ist auch jetzt noch so, ich muss entscheiden, wer hat gerade den größeren Miet. Und das finde ich super schwer. Oder also wenn ich Theo ins Bett bringe, weil ich ihn einfach bei uns ins Bett bringe noch, weil ich ihn auch stille abends noch nicht mit Finn ins Abendritual mit reinzugehen oder nicht ihn dann noch mit ins Bett zu bringen. Das finde ich viel, viel, also finde ich super schwer. Das ist etwas, was sich für mich verändert hat und was mir schwerfällt, was ich mich nicht zerteilen kann. Ich habe beides ganz anders erlebt, also ganz, ganz anders. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Der Punkt von drei auf vier, dass das für dich gar nicht so krass war, das war für mich das krasseste überhaupt, weil für mich ist hier von drei auf vier tatsächlich beinahe das komplette System zusammengebrochen. Also als wir unseren ersten Sohn bekommen haben, das war ganz viel schön. Natürlich war da auch ganz viel anstrengend und stressig und auch viel Schlaflosigkeit und so dabei. Unser erster hat nicht so gut geschlafen. Das war schon relativ wild. Aber der Unterschied war, dass wir immer zu zweit sozusagen uns gegenseitig unterstützen, an einem Projekt gearbeitet haben, Projekt gedeiht. Und dann kam der zweite und auf einmal waren wir beide allein. Mit jeweils

einem Kind. Und das haben wir so gehandelt. Und auf einmal hattest du niemanden mehr, der dir helfen konnte. Und du musstest, du hattest ab dem Moment alleine die Verantwortung für einen von den beiden. Und das war ein eklatander Unterschied. Also ich meine, jeder von euch kennt das. Gerade wenn es den Kids mal nicht so gut geht oder sie nicht gut schlafen, die Nächte nicht gut sind. Alleine bist du immer eine arme Sau und kommst da irgendwie schlechter durch. Oft reicht das Wissen, dass der Partner im anderen Raum ist oder in der Nähe. Man nur anrufen muss und zu schon ist man da. Und ab dem Moment, wo wir zu viert waren, da konnte ich keinen mehr anrufen. Da gab es keinen, der mir zur Hilfe kam. Da war ich komplett alleine mit allem. Also du hast immer 100% Verantwortung. Das stimmt. Also wenn wir zu viert unterwegs sind, ist es nicht so, dass man 50-50 machen kann. Also klar, jetzt schon. Weil am Anfang irgendwie, wo Finn auch noch so klein war. Und jeder hatte 100% Verantwortung 24-7. Das wird jetzt wieder mehr. Jetzt fangen sie auch an. Weniger, sorry. Jetzt fangen sie sich an, miteinander zu beschäftigen. Jetzt kann man alleine auf beide aufpassen, weil wenn jetzt drei ist und nicht mehr gerade zwei geworden. Das ist tatsächlich, ja. Also wir machen das so, wir erleben ja auch andere, die schon relativ früh beide Kids zusammen ins Bett bringen oder auf beide gleichzeitig aufpassen. Und daher haben wir dann auch keine Zeit. Und daher haben wir das so erlebt. Das hat alles Vor- und Nachteile. Aber ja, also ich fand es krass. Weil, und das war das, was wir vorhin hatten, von zwei auf vier. Ich meine, man hatte dann aber auch keine Zeit mehr, sich als Paar zu erleben. Wenn ich an die Anfangszeit denke, ich hab alles von uns nach 18 Jahren, 17 Jahren, aber ich hab unterfragt. Das kann doch nicht sein. Ja. Ich war so, wie kann dieser Mensch mich gerade, ich kenn dich doch, das bist doch gar nicht du und du lässt mich doch gerade komplett allein. Also das war so ein Umstrukturieren, das fand ich auch krass. Also nicht krasser, ich kann nicht die ganze Zeit sagen. Die Rollenfindung war eine andere. Also und vielleicht auch schwerer, weil man alleine war, weißt du? Ja. Also die Rollenfindung von zwei auf drei war ja eine gemeinsame Rollenfindung. Die von drei auf vier war für mich gefühlt etwas, was ich alleine machen musste in der Rolle, ich bin jetzt zweifach Mama, in der Rolle, als Paar. Das war dann nicht so in Einklang oder mit Ruhe oder dass man sich richtig austauschen konnte darüber, was da gerade passiert war, da gar keine Zeit war. Deswegen fand ich das auch doller. Ja. Von drei auf vier. Und vielleicht eben auch, weil man da einsamer ist dann ohne den Partner. Total. Also gefühlt, und ich

will es nicht lapidar sagen, weil es für mich ja tatsächlich ein sehr, sehr relevanter Punkt ist, aber gefühlt hatte ich während des Wochenbettes, also ich war nicht im Wochenbett, sondern du. Willst du jetzt von deinem Wochenbett erzählen? Wir haben das mal umgedreht gemacht. Ich habe mal ein Wochenbett jetzt hier gemacht. Ich habe während des Wochenbettes gefühlt, alles was ich bis dahin als Einungsvortritt vom Burnout in die Normalität bis dato hatte, komplett wieder auf null gesetzt, also gefühlt eigentlich direkt nochmal einen Burnout gehabt. Und konnte da zum allerersten Mal nachvollziehen, dass Menschen innerhalb von Familien durch den Familienstress Burnouts bekommen und auch Einsamkeit erleben. Das ging mir 100% genauso. Also ich habe mich einsam gefühlt und vielleicht unser Setup ist ja auch ganz spannend. Wir sitzen hier gerade auf meiner Schlafstätte. Ja. Und jetzt kommt der Tipp an alle Männer. Wenn ihr zusammenzieht, falls ihr nicht schon seid, gebt richtig viel Geld für die Couch aus. Ihr werdet viel Zeit darauf verbringen, eventuell. Hier ist auch eine freiwillige Entscheidung von mir. Das ist auch ein völlig unterschiedliches Erlebnis. Unseren ersten Sohn haben wir zu zweit im Schlafzimmer im Ehebett erlebt. Zusammen halt einfach. Ja genau. Zu dritt. Und seit wir hier zu viert sind, haben wir uns ja aufgeteilt auf Team Frischling und Team Kleinkind. Und ich habe am Anfang relativ viel bei unserem Dreijährigen geschlafen, um ihn sozusagen ans Kinderzimmerbett zu gewöhnen. Und ja, seitdem schlafe ich hier draußen alleine auf der Couch im Wohnzimmer. Und ja, da ist man einfach einsam. Und was ich halt krass finde, ist, durch diese Kombination aus allem, dein Stresslevel steigt extrem, deine Resilienz sinkt, Einsamkeit, Unzufriedenheit, vielleicht sogar unglücklich sein. Wächst. Und auf einmal ist dein Partner und sowas bei mir, ich weiß nicht, wie es bei dir war, wahrscheinlich weniger, immer mehr dein Blitz ableitet. Das heißt, wenn ich etwas blöd fand oder auf ein Problem gestoßen bin, habe ich immer als allererstes, und ich spreche bewusst im Kriteritum, weil es jetzt mittlerweile schon besser ist, versucht, den Weg zu finden, dass du daran schuld warst. Um dir die Schuld geben zu können. Hast du das so reflektiert? Also hast du das so gemacht? Das kam automatisch. Also das macht man nicht. Das passiert. Also mir passierte das so. Und auf einmal ist dein Partner, mit dem du vorher alles zusammengemacht hast, zusammen entschieden hast und eben durch unsere Gegensätzlichkeit auch voneinander profitiert hast, immer diejenige, die alles falsch macht. Und du stellst dir dann auch die Frage, warum, warum ist das so und seit wann ist sie so? Aber eigentlich hat

man sich selbst verändert. Also das fand ich schon krass als Erlebnis. Und deswegen haben wir uns auch heftigst gestritten. Das fand ich halt extrem. Das war, wie gesagt, ich hab alles hinterfragt, das hab ich noch nie. Das hab ich so in diesem Ausmaß noch nie. Ich dachte, das ist völlig in die falsche Richtung ja gerade. Wir haben doch gerade erst das zweite Kind bekommen. Was soll das? Aber ja, das war da, glaube ich, einfach… Kommen wir nochmal separat darauf zu. Ja, guter Punkt. Also es war ein wildes Rodeo bis heute. Ich glaube, auch einer der Gründe, warum ich nur ein flankes Ja gebraucht habe, auf die Aufnahmetaste zu drücken, war, dass wir uns so viel gestritten haben, dass ich am Ende des Tages mir das gar nicht vorstellen konnte, das mit hier zu machen. Jetzt mit spasenweise. Da wäre hier der Rekordschalter angegangen und wir hätten uns nur gezorft, statt über Kinder zu reden. Ich will mal auf einen Punkt nochmal zurückspulen, den hast du mir so ein bisschen vorweggenommen, weil das hab ich auch als Thema mitgebracht. Du hast sehr, sehr selbstverständlich gesagt, ich liebe beide gleich. Wir bringen hier den Vorsatz mit, dass wir hier nicht educaten und euch nicht erzählen, wie es funktioniert, sondern euch eher beim Scheitern mitnehmen und daraus könnt ihr mit uns lernen, wenn ihr wollt. Und was wir uns aber auch mitgenommen haben, ist authentisch und ehrlich zu sein. Und ich finde ganz viele Dinge werden nicht ehrlich nach außen gesprochen, weil sie einfach auch tabu sind. und ich muss ganz ehrlich sagen, ich konnte unseren Zweitgeborenen in der ersten Zeit gar nicht gleich wie unseren Erstgeborenen. Aber das hatte ja auch noch einen anderen Grund. Das hatte zwei Gründe, genau. Auch das ist ein Thema für eine andere Folge, Thema Geburten. Wir hatten zwei Geburten, die nicht unterschiedlich sein konnten, aber darüber will ich nicht reden, sondern das ist dann eher dein Thema. Und die zweite Geburt war eine Frühgeburt und die ersten Tage dachte ich, dass unser Kind sterben könnte. Und was ich dann ab Sekunde eins gemacht habe, als ich dann mit den beiden Ärzten in einem Nachbarraum mit unserem frischgeborenen Kind stand und mir die Diagnose angehört habe, mit Schläuchen im Hals und in der Nase, war umzuschalten zu: Okay, das ist eine Situation, wo ich funktionieren muss. Weil wenn jetzt hier das Schlimmste, was man sich vorstellen kann, gleich passiert, dann muss ich irgendwie versuchen, meine Frau einzufangen und muss funktionieren für unseren Erstgeborenen. Und mit der Verantwortung habe ich unseren zweiten Sohn überhaupt nicht an mich ranlassen können. Und das hat dann Wochen gedauert, bis ich das loslassen konnte. Und dann, und das ist ganz rational, jemanden zu lieben korreliert

auch mit Zeit, also wenn man mit jemandem Zeit verbringt, vor allem auch Exklusivzeit, dann kann man immer beobachten, kann denjenigen oder diejenige sehen. Und sich sozusagen mit allen Sinnen in jemanden verlieben. Und wenn man wenig Zeit zu zweit hat und immer nur zu dritt oder zu viert ist, hat es bei mir gedauert, mich in unseren zweiten verlieben zu können. Und mittlerweile liebe ich den genauso wie unseren ersten und genauso ist nicht das richtige Wort. Ich liebe die beide sehr unterschiedlich, aber in derselben Menge, wenn man das irgendwie in einer Skala 50-50 ausdrücken möchte, dann so. Für dich ist nichts mehr übrig. Das ist nur Tempo, ja. Du bist eh nur mein Körper. Ja, also, Hardcore-Thema und wie gesagt. Ich wollte nicht weinen bei der ersten Folge. Ja, für mich war es nicht selbstverständlich. Krass. Ja, bin ich auch. Also wusste ich schon, weil ich fühle, also ich weiß ja, wie du bist. Und ich kenne mich ja schon seit 2007. Tum ich erst ein Jahr später. Aber, ja, war bei mir nicht so, tatsächlich. Also, klar, war Theo irgendwie neu. Und dann ist es nicht so, dass, also ich hatte bei beiden Geburten nicht den Moment dieses Werbeversprechens, dass man sein Kind ab Sekunde 1 liebt. Hatte ich nicht. Unentspannt, Ja, aber es springt auch im Rahmen. Und deswegen, ne, war das jetzt nicht ab Tag 0 so oder 1 oder wie auch immer. Aber tatsächlich war das bei mir viel schneller so. Das weiß ich auch, ne. Weil, wie gesagt, ich fühle dich ja an. Ja, aber ihr habt ja auch viel Zeit miteinander verbracht, ne. Ihr hast im Wochenbett. Ja, aber ich habe doch auch ganz viel Zeit mit Finn. Ja, aber überleg dir mal, wie unsere Wochenbettzeit mit unserem Erstgewohnen war. Ja, die konnten wir jetzt zu zweit. Und dann mit unserem Zweitgewohnen. wie wenig ich, ich weiß nicht, hatte ich überhaupt Theo mal hier auf der Couch, auf der Brust liegen zum Einschlafen. Ja, ja, ja. Nee, wir waren immer im Schlafzimmer. Das war auch anders. Also bei Finn waren wir viel im Wohnzimmer. Und diesmal hat sich mein Wochenbett ins Bett verlegt. Ja, genau. Weil es nicht anders ging. Weil hier rannte ja ein Zweijähriger, Zweieinhalbjähriger rum. Ne, Zweieinhalb war der nicht. Der war gerade zwei, als Theo geboren wurde. Das Wochenbett ging. Und heute kann ich... Du, ich hatte ein halbes Jahr Wochenbett und bei dir so... Ja, hast du mir so verkauft, dass man hier ein halbes Jahr im Bett liegen muss. Schatz, das machen die alle so. Komm, geh kochen. Ich mach mir einen Benedikt zum vierten Mal heute. Ja, hab ich dir gemacht. Ja, also das war einfach ein ganz anderes Erlebnis. Wie hast du dich als Mensch verändert in den drei Jahren? Sozusagen von

Franziska, die bei Instagram arbeitet. Für. Ja, bitte für Instagram. Für, für, so war es. Zu einer Mama und einer Ehefrau. Also ich war jetzt mal nie... Nee, ich redet nicht schlecht über mich. Keine Angst, das mach ich. Dafür hast du mich... Also, ich bin auf jeden Fall geduldiger geworden. Ich war früher der ungeduldigste Mensch auf diesem Planeten. Und jetzt? Innen, Wutausbruch innen, weiß ich nicht, oder ne, mit Finn. Hätte ich nie gedacht. Ich hatte immer gedacht, du bist das von uns beiden. Aber ich bin tatsächlich die geduldiger und ruhiger. Von uns beiden? Ja. Okay, das ist ja unfair. Also meine Resilienz bei null. Jetzt mittlerweile vielleicht wieder bei 20, Prozent oder so. Und ja, wo ich vorher ganz stoisch und sehr lange Momente aushalten konnte, um dann zu sortieren und zu beruhigen, bin ich momentan der, der aus der Hose schnitt. Ich würde es schon fast cholerisch nennen. Und ja, das... Aber das muss... Also, noch mal vorab, du bist es ja nicht unseren Kindern gegenüber, ne? Ja, es gibt schon zwei, drei Momente, wo ich dann sage, okay, pass auf, wenn, das ist jetzt ein bisschen verrückt. Das machen wir jetzt nicht mehr so. Ja, aber nicht ösat. Die ich normalerweise aber nie so angesprochen hätte. Also, da hätte ich schon sehr viel mehr ausgehalten. Und damit meine ich nicht, dass man Dinge aushalten muss. Man kann schon seine Grenzen zeigen. Aber meine Grenze war sehr viel weiter hinten. Und die ist jetzt ein Stück weiter vorne. Oder ganz große Stück. Ich war leichter. Das meine ich nicht im Gericht. Auch das war ich. Der war groß. Der kam aber ganz frisch. Den habe ich mir nicht so verringert. Der kam von unten und hinten. Wow. Nein, ich war, glaube ich... Mein Glas ist immer noch halb voll. Das war es schon immer. Und das ist es auch jetzt noch. Das hat sich überhaupt nicht verändert. Aber natürlich habe ich viel mehr Themen jetzt, die mich beschäftigen und die nicht mehr so leicht sind. Ich bin, glaube ich, früher einfach... Wie hast du immer gesagt? Einfach die Motte zum Licht. Einfach ich habe alles gemacht. Ich wollte einfach so. Das war mir auch vieles egal. Und jetzt... Ich bin immer noch nicht durchdachter. Das auf jeden Fall nicht. Du lachst. Warum guckst du so? Die sagt ja auch nichts. Naja, ich höre hier auch. Wow. Nein, nein. Stark, stark. Ja, ich bin fertig. Schade. Schade. Ich habe eigentlich in diesem Kapitel doch jetzt schon erschließen. Mache ich das nicht. Tatsächlich vor ein paar Tagen oder wann auch immer zu dir gesagt. Ich vermisse mein... Das fing aber schon viel weiter vorne an. Also mein Vor-Corona-Ich vermisse. Ich bin schon, wenn man uns beide betrachtet, eher der

Durchdachtete oder eher derjenige, der Dinge gerne mal zerdenkt. Das ist die bessere Beschreibung. Aber ich denke schon gerne auch rational über Situationen nach und versuche, das bestmögliche in einer Situation sehr bedacht zu machen. Aber ich war auch... Es gab so viele Situationen, wo ich einfach ohne zu denken rein bin und einfach viel Spaß hatte und Leichtigkeit erfahren habe. Und dieser Mensch bin ich heute nicht mehr. Das fing bei Corona an mit den Lockdowns und dann diese ganze Homeoffice-Nummer. Da stundenlang, wochenlang, monatelang allein am Rechner zu sitzen, instatt mit seinen Kollegen mal am Kaffeeautomaten quatschen zu können. Das ist eigentlich meine komplette Persönlichkeit, ja, irgendwie runtergefahren, schwerer gemacht. Und dann mit den ganzen Rests und den Problemen, die dann auf einen zukamen mit dem zweiten Kind, sodass wir dann zu viert waren. Das war wirklich krass. Das hat in eine Richtung verändert, die man eigentlich nicht haben will. Und diese Leichtigkeit, die will ich mir jetzt auch Stück für Stück wieder zurückholen. Leichtigkeit fetzt. Vielleicht, jetzt haben wir ja auch wieder viel Negatives geredet, nochmal so. Die schönen Momente eben zu viert sein, fange ich vielleicht mal an. Also ich finde das ultra faszinierend, diese zwei kleinen Nervensegen miteinander agieren zu sehen. Das macht wirklich Spaß. Also es gibt so viele Momente, wo ich dann einfach noch nur da sitze und absolut nicht interveniere. Und es genieße, zu sehen, wie der eine mit dem anderen kuscheln will oder der andere einfach so völlig fasziniert ist. Also by the way, Liebe ist hier sehr ungleichmäßig verteilt in diesem Haushalt. Wenn ich in den Raum komme, interessiert es erstmal gar keiner für mich, Gefühl. Wenn Mama in den Raum kommt, da ist Theo ganz verliebt. Sobald aber Finn in den Raum kommt, ist Theo absolut in Finn verliebt. Und das finde ich super süß zu beobachten, wie die miteinander gerade groß werden. Und schon so ihre ersten Abenteuer miteinander erleben. Und dann sitze ich hier als jemand, der Einzelkind hat, auch viel Einsamkeit in meinem Leben erfahren. Als ich jung war und jetzt sitze ich hier mit meiner Familie und erlebe Dinge zu Hause, die einfach auch schön sind. Und das macht mir ultra Spaß zu beobachten. Ich habe eine Schwester und das ist etwas krass Besonderes. Weil auch, wir haben früher super viel gemacht. Sie hat mich immer mitgenommen. Sie ist vier Jahre älter. Wir sind beide Krankenschwester und haben dann auch zusammen gearbeitet. Diese waren da sehr eng. Und dann ging bei uns das Reisen los. Bei ihr eine andere Lebensphase. Wir haben uns auseinandergelehnt.

Ich fand jetzt letztes Jahr zum Beispiel, das habe ich nämlich kürzlich einer Freundin erzählt, ich habe der erste Mensch, den ich von meiner, wie auch immer, zweiten Geburt, nämlich von Theo erzählt habe und das richtig aufgemacht habe, diese Wunde wirklich einmal aufgemacht habe, war meine Schwester. Das habe ich nicht bewusst gemacht. Das ist so, das passiert dann einfach, weil dieses Grundvertrauen, dieses, für mich gehört das eigentlich mehr zu Urvertrauen, was man eigentlich zu den Eltern hat, ist da so, so tief und da. Und wir waren uns jetzt oder sind uns jetzt gerade nicht so nah, wie wir uns schon mal waren und so weiter. Und trotzdem war sie, weil sie diejenige, der ich in einem Café letzten Sommer das erste Mal, und ich habe ja auch super enge Freundinnen, und denen bin ich das auch ein bisschen durchgegangen, aber das so richtig aufgemacht habe und ich wahrscheinlich zum ersten Mal eine Dreiviertelstunde geweint und erzählt habe und das rausgelassen habe. Wenn ich die angucke, die Jungs, denke ich mir so, all diese, all das, was sich manchmal vielleicht ein bisschen anstrengend anfühlt oder wo es sich vielleicht irgendwie ungerecht anfühlt, dass ich gerade nicht bei Fans sein kann und bei Tee, aber ich mache das alles für euch, weil im Best Case haben sie ein Buddy und eine Verbindung fürs Leben. Und das habe ich in einer anderen Freundin letztens probiert zu erklären, dieses, wenn ich die angucke, wie du es schon sagst, wenn ich die beobachte, wie der Kleine, den Großen hinterher eifert, das ist Wahnsinn. Diese Dynamik gibt es nicht zu dritt, es ist trotzdem wundervoll, auch nur ein Kind zu haben, das will ich gar nicht sagen, will ja auch niemand am Schlips treten oder so. Aber diese Dynamik von den beiden ist unglaublich. Abgeburt. Also ich habe jetzt gerade, in diesem Moment werde ich auch nicht vergessen, Theo in diesem Brutkasten und Finn, der einfach in diese, mit uns da reinkommt und das Erste, was er macht, ist an diesem Kasten, Brutkasten heißt das nicht so, ne? Heißt genau so. Da dran fest, wo ich so denke, wo kommt denn das jetzt her, ne? Und da so bedächtig steht, da jetzt nicht dran fest, wie wenn er einen Kühlschrank fest oder so, ne? Das ist Wahnsinn, Wahnsinn. Ja. Ich kenne das nicht, ne? Also ich bin Einzelkind, ich weiß nicht, wie sich Geschwisterliebe anfühlt. So. Und ich finde, das ist aber auch etwas Schönes, was man als Eltern dann erlebt, Dinge wieder zum ersten Mal zu erleben. Also ich weiß nicht, ob ich, bevor unsere Kids geboren wurden, noch Dinge das erste Mal erlebt habe. Wir sind schon jemand als Paar, der sich auch schon immer wieder mal gerne in neue Situationen stürzt. Das heißt, es gab schon Momente, aber viel, viel weniger halt, ne? Und jetzt werde ich zusammen mit zwei

Kindern groß und erlebe zum Beispiel auch diese Geschwisterliebe als etwas Neues und finde es total faszinierend, ne? Lieb ich und macht ultra Spaß, Teil davon sein zu dürfen. Und so ein kleines Wolfpack jetzt schon zusammen zu haben. Ja, auf einmal so ein Rudel. Funfact. Die Idee ist ja, wenn das Babyfone klingelt, dass wir dann sozusagen unterbrochen werden. Und heute ist kein einziger von den beiden wach geworden. Ziemlich witzig. Und warum darf ich das kurz sagen? Ich sehe halt Theo die ganze Zeit wackeln, ne? Und es ist 22.18 Uhr. Ich schlafe seit 48 Minuten. Warte ab, jetzt kommt ja noch eine Stunde Outro. Das war nur die Einleitung. Ich würde dann gehen. Mic drop. Ciao. Ich würde dann jetzt mal anfangen. Seinen Spaß. Tschüss. Wow. San Francisco? Ja, ich bin doch die. Ja. Ciao mit Vau. Ciao mit Vau. Äh, warte. Uh, Gott, das ist du. Wow. Okay. Ich war die mal, die alle verabschieden konnten. Okay, wir hören auf. Ciao. Auf Wiedersehen. Gute Nacht. Auf Wiederhören. Was fehlen, bevor ihr da wart. Ich dachte, es ist vorbei. Jetzt hör doch mal auf. Okay. Da drück ich Stopp, Junge. Okay, ich drück Stopp. Okay. Tschüss. Ich gehe jetzt wirklich. Tschüss. Gehst du jetzt? Ich mache jetzt das Mikrofon ab. Okay, sie läuft wirklich raus. Ich werde mein Handy vergessen. Ich gehe ins Bett. Ja, okay. Es ist super spät. Mach's sowieso jetzt.