Hinweis zum Transkript
Dieses Transkript wurde automatisiert aus der gesprochenen Episode erstellt. Umgangssprache, Satzabbrüche und mögliche Hörfehler bleiben teilweise erhalten. Im Zweifel gilt das Original-Audio.
Zur Zusammenfassung und Episode →das triggert mich ganz, ganz doll schon immer in unserer Beziehung, Du kannst nicht wissen, wie ich das in diesem Moment einschätze. Nur weil wir uns schon so lange kennen. ist Paar ich sein, komme dann nicht zu eben mal dir, schnell sondern Pause. du kommst zu mir, Dich erwische ich ja oft dabei, dass du denkst, bei dir ist es schlimmer auf deiner Seite. Sex? Sehr wenig. Commitment ist für mich einfach ultra wichtig, sonst brauche ich die Nummer hier gar nicht machen. Du kannst den anderen nur bis zur Stirn gucken. Menschen ändern sich. vermisst mich als Partner oder vermisst du diese alte Version von uns, Ich vermisse dich. ein bisschen die Nostalgie, dieses, oh mein Gott, wir machen doch mal so. warum fragst du denn nicht mal? Warum siehst du mich nicht? Ja, weil ich koche und du nicht. Na gut, und ich führe Beziehungen und du nicht. Eltern nach acht, Eltern nach acht. Kinder im Bett, Kinder im Bett. Zwischen Windel, Mief und Snacks. Zwischen Windel, Mief und Snacks. Tagesabschlussbericht. Tagesabschlussbericht. Die Aufnahme hat gestartet. Bitte setzen Sie sich. Der kleine Dominik möchte bitte aus dem Spieleparadies abgeholt werden. Der kleine Dominik, bitte. Hallo. Hallo, Franziska, du kleines Blumenmädchen. Na, das hast du gerade schon gesagt. Warum? Wie geht es dir? Ich hab einen Kater. Ach, die feine Dame. Immer noch, von gestern. Hast du gestern Gas gegeben? Nee, gar nicht. Ich hab's einfach gnadenlos, also ich hab's einfach nicht kommen sehen. Dem Mutti. Wenn man zwei Gläser Wein trinkt, kann man am nächsten Tag keinen Kater haben, oder? Doch, wenn man alt wird. Oder wenn man einfach sehr lange nichts getrunken hat. Funfact, ich bin ja zehn Jahre, knapp zehn Jahre älter als Franziska und ich höre sehr oft den Satz, jammern nicht so viel. Und ich sage dann immer, warte mal ab, in zehn Jahren sprechen wir uns wieder. Und jetzt ist, jetzt sag ich gerade deinem 27-jährigen Ich, haha. Ja gut, aber du bist trotzdem ja immer zehn Jahre wieder älter. Ja, aber jetzt siehst du mal, wie es ist. Ah, das war, also zwei Gläser Wein. Ja. Das hab ich zum Frühstück früher getan. Wow. Da hab ich seht, Prosecco, Cremant, Champagner, oder kein Wein. Nee, aber ich hatte einen sauschönen Abend. Okay. Hat sich trotzdem gelohnt. Und Theo hatte ich auch schon auf Trab gehalten. Das war richtig gemein, weil einfach die Nacht dann heute, ich weiß nicht, was er hatte. Aber die Kids halten einen auch beschäftigt. Ja, das ist auch nicht einfach, dass man mal sagen kann, war ein schöner Abend, komm jetzt schlafen, aber bis morgen früh und dann ist es wieder gut. Nein. Nun ja, Dominik, leite doch einmal die Folge ein. Eltern nach acht, der Tagesabschlussbericht. Heute haben wir eine spannende Folge für euch mitgebracht, die wir eben ganz heiß, frisch aus dem
Ofen benannt haben. Paar sein im Eltern-Game, ständig zusammen, aber gemeinsam einsam. Ich fand's gerade ganz witzig, wir haben gerade einen Freund noch kurz getroffen. Und da hab ich einfach, weil ich mir Gedanken gemacht hab zur Aufnahme, dann hab ich so gemeint, und sag mal, wo steht ihr denn gerade im Paar-Game? Wo seid ihr gerade, ne? Und da sagt er, minus zehn Prozent. Und dann war ich so, okay, das wird mein Intro. Ich hab mir da auch so ein bisschen vorher Gedanken gemacht. Wir sind jetzt dreieinhalb Jahre Eltern und die Phasen, wo es eben nicht gut läuft, vor allem mit viel Fokus auf die Kinder, ist Paar sein, dann gefühlt, dann eben mal schnell Pause. Aber das ist nicht der einzige Moment, ich hab mal so ein bisschen zurückgedacht. Wir haben das Thema ja jetzt nicht nur bei den Kindern, sondern wir haben das auch, wenn ich mich zum Beispiel in der Arbeit verloren habe, und gerade bei den großen Aufträgen, wo du länger dran gesessen hast, hatte ich immer die große Gefahr, dann so tief reinzutauchen. Dass ich da zum Beispiel auch nicht mehr vorhanden war in einem Paar. Und ja, jetzt haben wir das zur Zeit exakt genauso wieder. Das ist also nicht nur bei den Kids, sondern... Nicht ganz, weil wir die ganze Zeit zusammen sind. Zu dieser Zeit, was du da genannt hast, zu dieser Zeit, wo man sich dann auch mal einsam fühlt, war man aber nicht zusammen. Und jetzt sind wir ja immer zusammen. Also wir sind ja nicht getrennt. Das ist total toll, weil ich jetzt war woanders und du warst into Arbeit und ich hab mich dann geflüchtet in meine Freundin besuchen, dort in die Stadt fahren und so weiter. Wir waren nicht zusammen. Aber jetzt sind wir ja physisch zusammen. Tatsächlich. Ich hab eine Frage für dich. Ja. Ach süß bist du. Wie viel Paar sind wir denn gerade für dich? Weil ich Ihnen das ja auch vorhin gefragt habe. Na null. Ja. Also bei null hätte ich uns jetzt nicht eingeschätzt. Ja, dann 10 Prozent plus, aber... Ja, mehr nicht. Ja, genau. Mehr ist es nicht. Also ich glaube, da haben wir beide dieselbe Wahrnehmung. Dich erwische ich ja oft dabei, dass du denkst, bei dir ist es schlimmer auf deiner Seite. Aber nein, hier drüben bei mir ist es ganz genau so, dass ich mich nicht als Paar fühle. Lass uns doch mal abholen, was war denn für dich, vielleicht vor den Kids oder eben vor diesen Phasen, die wir gerade beschrieben haben, für dich Paar sein? Was ist denn das überhaupt für dich? Witzig. Diese Frage habe ich auch für dich vorbereitet. Und die steht genau hier. Was bedeutet für mich Paar sein? Also das habe ich mich als allererstes gefragt. Für mich bedeutet Paar sein, Vertrauen, Nähe, übereinander Bescheid zu wissen. Also wie geht es dir gerade, wo ist der Stand gerade? So dieses, was ist gerade in dir los? Support und Liebe und Sex. Und das habe ich mir auch gleichzeitig beantwortet. Vertrauen ja. Nähe nein. Bescheid wissen nein. Support nein. Liebe? Wenig. Sex? Sehr wenig. Mhm. Was bedeutet für dich denn Paar zu sein? Wir sind beide sehr unterschiedlich. Also ich bin, wie hast du das mal bei Kindern beschrieben? Es gibt Katzen und Hunde. Ach so, ja. Du bist eine
Katze, ne? Ich bin glaube ich eher Katze, tatsächlich. Also es ist nicht so, dass ich Nähe nicht mag und auch nicht, also ich brauche Nähe, ich finde es total schön. Aber man muss eher zu mir kommen. Also ich komme nicht zu dir, sondern du kommst zu mir, ist meine Variante, weil ich das einfach nicht gut kann. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass es mir nicht vorgelebt wurde. Oder das ist ja so ein bisschen die Diskussion, die wir ja auch gerade haben. Wenn du in der Phase wie jetzt gerade nicht so das Paar sein, wie es vielleicht ideal wäre, vorlebst vor den Kindern, lernen die ja auch nicht, was Paar sein ist. Und ich habe es vielleicht auch nicht gelernt. Ich kann es nicht genau sagen, das weiß ich nicht. Da will ich auch keinen Schuldigen suchen. Vielleicht ist es auch einfach Charakter und Genetik. Auf jeden Fall schätze ich es, wenn du mir Nähe gibst. Aber ich bin zum Beispiel keiner, der jetzt ständig Händchen halten will oder umarmt. Warst du früher? Kannst du so nichts sagen. Nee, war ich nicht. Kann ich ganz genau so sagen. Doch, wir waren das Pärchen. Ja, weil du dich gesteuert und geholt hast. Und ich habe natürlich mitgemacht. Also ich nehme nicht meine Hand weg, wenn du mir deine Hand gibst. Aber ich war jetzt nie der, der aktiv auf dich zugekommen ist. Oh Gott, das kann ich nicht rekonstruieren. Aber ich. Wir waren immer dieses Paar, was noch Händchen gehalten hat. Auf den Schoß. Aber ich weiß jetzt nicht mehr, ob ich das wirklich dann nur aktiv gemacht habe und du dann quasi mitgemacht hast. Total. Okay. Was hast du noch auf deinem Stichpunktzettel? Vertrauen, Nähe, Bescheid wissen, Support, Liebe und Sex. Ja genau, Bescheid wissen, das hat man ja schon mehrfach in verschiedenen Episoden. Tue ich teilweise gar nicht. Also ich existiere mit dir, neben dir. Aber lange Zeit haben wir nur nebeneinander existiert. Da habe ich nicht mitbekommen. Vertrauen sowieso. Da kann nichts dran rütteln. Das ist so ein gewisses Urvertrauen, was ich da mitbringe in die Beziehung und auch davon ausgehe, das zahlt sich auch zurück bei dir. Und ja, daher ist einfach insgesamt nicht viel übrig, außer eben das Urvertrauen und bei mir der unbedingte Wille. Ohne Wenn und Aber. Aber wir haben eine Beziehung und wir arbeiten an der Beziehung und schauen, dass das wieder in die richtige Richtung läuft, wenn es mal in die falsche läuft. Commitment ist für mich einfach ultra wichtig, egal was ich mache, weil sonst brauche ich die Nummer hier gar nicht machen. Also brauche ich dir keinen Ring anstecken, brauche ich nicht sagen, wir sind jetzt zusammen. Keine Familie zu gründen, wenn ich es abbreche, wenn es schwierig wird. Genau. So ein 90er Kind, wer A sagt, muss auch B sagen, das ziehe ich halt durch. Natürlich gibt es da wahrscheinlich, da sind wir noch nicht angekommen, aber es gibt schon ein paar Momente, die dem eventuell nahe kommen, wo man dann sagt, okay, jetzt ist vielleicht eine Grenze erreicht. Aber das ist bei mir noch ein Stück hin, da bin ich wie eine Schildkröte, da kann ich mich auch mal zwei Jahre unter die Badewanne legen und komme dann langsam wieder vor. Schönes Bild. Ja. Ja, jetzt hast du so ein bisschen halb vorgegriffen, ich glaube, das bezeichnet unser Paar sein schon mal so ein bisschen, wie wir vorher unterwegs waren. Wir haben, und das haben wir auch damals schon definiert, als es notwendig wurde, das zu definieren. Wir hatten schon immer miteinander
Zeit, wo man auch mal ein bisschen nebeneinander her gelebt hat, vor allem, wenn beide irgendwie busy waren. Und dann gab es eben die Zeit, wo wir gesagt haben, wir verbringen aber jetzt absichtlich Quality Time, zum Beispiel Essen gehen, Handy weg und Abend nur zu zweit und nicht mit Freunden. Erinnere dich, wir hatten auch eine relativ lange Phase, wo wir super viel mit vielen Leuten gemacht haben. Also wir waren auf Events von dir. Genau, und dann waren immer Menschen um uns. Wir haben zwar ganz viel gemeinsam gemacht, aber mit anderen noch gemeinsam. Und da hatte ich dann irgendwann festgestellt, dass wir als Paar gar nicht mehr so richtig existieren, sondern nur noch in diesem Bundle von Freunden und Leuten um uns rum, wo du ja eine andere Rolle spielst. Also als Paar sind wir, betreten wir immer gleich auf, auch untereinander, außer dass wir uns in der Öffentlichkeit nicht vielleicht nicht ganz so oft anscheißen. Okay, das vielleicht nicht, aber sonst ist die Rolle relativ ähnlich, aber doch immer ein bisschen anders, wenn Freunde dabei sind. Und dann haben wir teilweise da nicht stattgefunden. Und dann hatten wir auf einmal wieder die guten Gespräche, weil... Wir es forciert haben. Weil wir das forciert haben halt. Und saßen bei dem Abendessen und haben uns auf einmal wieder gut unterhalten. Und ihr kennt das, ne? Eine Beziehung funktioniert gut, wenn man spricht und eine Beziehung funktioniert nicht gut, wenn man nicht mehr schafft, miteinander zu sprechen. Alles wegtun und sich unterhalten. Und irgendwas kommt dabei raus. Genau, und es gab damals schon immer einen Satz, der für mich immer noch gilt und für das Paar sein, das auch trägt. Du kannst den anderen nur bis zur Stirn gucken. Und das trifft auf alle Beziehungen zu. Egal, wie gut ich dich kenne. Egal, ob ich jetzt 19 Jahre mit dir zusammen bin. Menschen ändern sich. Menschen kriegen neue Perspektiven, verändern sich, haben neue Vorlieben, wie auch immer. Du kannst nicht wissen, wie ich das in diesem Moment einschätze. Nur weil wir uns schon so lange kennen. Und das ist für mich sehr, sehr wichtig. Ich vergesse mich trotzdem auch manchmal. Ich muss dir etwas sagen. Ich kann nicht davon ausgehen, dass du das errätst. Und das habe ich manchmal noch. Ich hoffe, dass du Dinge errätst. Deswegen lächelt Dominik auch gerade in seinem Mikrofon. Das ist nämlich jetzt die Geschichte. Ich überlege noch, was jetzt kommt von den letzten Tagen. Aber im Großen und Ganzen gilt das für mich sehr, dass ich nicht davon ausgehen kann, dass du weißt, was in mir vorgeht. Und dass du dich aber auch auf eine gewisse Weise mir öffnen musst, damit ich weiß, was in dir vorgeht. Ich kann das nicht ahnen. Ja, das ist so ein Ding. Es gibt einfach verschlossene Menschen, die einfach nicht unbedingt ihr Innerstes teilen, auch nicht mit ihrem Partner. Und das haben wir schon mal, und das haben wir ja oft als Thema, kann ich gar nichts teilen, weil ich selber gar nicht weiß, was in mir vorgeht, beziehungsweise ich es noch nicht definieren kann. Und ich glaube, das ist tatsächlich auch einer der Grundpfeiler von Beziehungen. Es muss dann irgendwann das Momentum geben, zu sagen, jetzt fange ich an, außen zu gehen und mit dir zu teilen und mich zu unterhalten. Weil eine ganz große Gefahr ist es, dass man oft Sachen schon sehr weit zu Ende gedacht habe. Und ich glaube, dass es irgendwann einen Point of no return gibt. Das heißt, du hast es dann in deinem Kopf ohne
deinen Partner schon so weit zu Ende gedacht, also dich schon so weit weg entwickelt von dem, was mal der Kern der Beziehung war, dass es dann manchmal eben zu spät ist, wieder umzudrehen. Aber zum Thema zu spät würde ich gerne später kommen. Lass uns doch vielleicht mal... Du erzählst die Geschichte gar nicht, die du erzählen wolltest. Ich will keine Geschichte erzählen. Ich habe mir nur das Thema aufgeschrieben, dass du sagst, gerade man muss sich äußern, weil das ist neu. Ich sammle ja immer Themen für den Podcast und habe da so eine Sammelbox, wo ich alles reinschmeiße, bildlich gesprochen. Und ich glaube, ich habe schon dreimal dort reingeworfen. Wie kann es sein, dass sie immer noch erwartet, trotz dieses Stresses um uns herum, dass ich drauf komme, was sie braucht, weil dafür einfach absolut überhaupt keine Kana mehr übrig ist. Weil es so einfach ist. Weil es ist manchmal überhaupt nicht einfach. Sprich es an. Ich mag Blumen immer noch. Wie zum Anfang unserer Beziehung. Ja, da kann ich ein paar Storys erzählen, wie ich eben auch unseren Kindern beibringe, dass man Blumen mit nach Hause bringt. Nicht nur, weil man Scheiße gebaut hat, sondern weil es einfach schön ist und wertschätzend. Und dann habe ich mehr als drei Storys, wo ich mit unserem damals vielleicht noch anderthalb, dann zwei, dann zweieinhalbjährigen in irgendwelchen Blumenläden stand und eine wirklich sehr in den Strauß verliebte Floristin 25 Minuten gebraucht hat, um einen Brumm drauf zu binden. Ich bin zufrieden mit Supermarktblumen. Naja, die sehen aber auch aus wie Supermarktblumen. Okay, aber lass mal zurück zum Thema kommen. Und zwar habe ich eine super Frage mitgebracht. Wenn du jetzt von Ich fühle mich nicht als Paar sprichst, vermisst du mich als Partner in der Beziehung oder vermisst du vor allem diese alte Version von uns, als wir noch Zeit und Kraft hatten oder mehr Zeit und Kraft hatten, die du noch im Kopf hast? Geht die Frage noch weiter? Nee, die Frage geht nicht weiter. Also, ich wollte schon gleichzeitig mit antworten, deswegen habe ich mich hier gerade... Kann ich auch beides sagen, weil natürlich vermisse ich dich und daraus folgend die Version von uns. Du bist 50 Prozent von uns und wenn du mir fehlst, dann fehlt ja das Ganze. Dann muss es mir nochmal genauer. Dann frage ich es nochmal anders oder ich erkläre es nochmal anders. Warum habe ich mir die Frage so formuliert? Ich finde es gefährlich, so ein bisschen ewig gestrig unterwegs zu sein und Beziehung lebt ja auch davon, mit der Zeit zu gehen und jetzt kommt der beste Vertriebsspruch ever. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Wer nicht mit der Zeit geht. Oh, der geht richtig. Achtung. Kommt schon? Kommt schon? Wow. So, also in der Beziehung ist es ja genauso wichtig wie bei einem anderen, wir entwickeln uns ja weiter und wir beide haben zwei sehr große Lifetime-Events hinter uns. Die Geburt unseres ersten Kindes und das Großziehen dreieinhalb Jahre und die Geburt unseres zweiten Kindes und das Großziehen anderthalb Jahre und das verändert uns ja. Ja, das verstehe ich. Und jetzt ist ja halt eben die Frage, an dich erwartest du die Version, die es vor den Kindern gab oder denkst
du jetzt schon... Hab verstanden. Oh, Dominik, du willst auch mit mir reden. Ja, aber ich finde es so ultra wichtig, deswegen formuliere ich das, indem ich ja auch schon aussage, wie ich das denke, weil ich glaube nämlich, dass wir uns auch in unserer Erwartungshaltung aneinander weiterentwickeln müssen mit dem Ist-Zustand. Also, wo stehen wir gerade als Eltern? Das ist eine andere Version. Also, ich wollte nicht super unhöflich sein, aber ich erinnere dich an die Folge Essen am Tisch, wo du ständig reden wolltest. Ja, weil ich koche und du nicht. Na gut, und ich führe Beziehungen und du nicht. Das ist mein Ende. Ich gehe raus. Chapeau. Wow. Stark. Wow. Okay. Gut. Also, ich glaube, dass dieses... Also, ich verstehe, was du gefragt hast und natürlich ist es Nostalgie. Also, man verliert sich ja dann manchmal in diesen Alten. Dieses, das waren wir früher und das ist normal im Leben. Das ist wie beim Muttersein, dass du... Also, du vermisst halt dein altes Ich, manchmal noch. Aber trotzdem bin ich ja gerne Mutter und so ist es ja auch. Ja, unsere Beziehung ist jetzt und das hat ganz neue Umstände und darauf müssen wir jetzt aufbauen. Aber trotzdem ist es noch so ein bisschen die Nostalgie, dieses, oh mein Gott, wir machen doch mal so. Und manchmal will man das so zurück. Aber dass das nicht die Realität sein kann, ist in den rationalen Momenten ja klar. Trotzdem verliert man sich da manchmal drin. Ich vermisse dich. Wir sind uns gar nicht nach. Genau, aber welche Version von mir? Das ist ja die spannende Frage, weil wir hatten es in einer Auseinandersetzung, dass ich ja auch krankheitsbedingt mich verändert habe, wie ich mich nach außen trage. Ich bin ja von einem sehr, sehr ruhigen Menschen dann doch eher zu einem emotionaleren Menschen geworden, was auch Aggressionsmomente angeht, die ich eben nicht mehr verschlucke. Da hatte ich dir ja auch gesagt, gehst du davon aus, dass diese total ruhige Person wiederkommt, wenn ich hier durch die Nummer durch bin. Und ich glaube da nicht dran, weil ich so weit weg von dieser Person bin, die ich mal war, dass ich tatsächlich selbst nicht daran glaube. Und dann ist halt eben auch der Moment gekommen, wo man vielleicht verstehen muss, aha, okay, wie gehe ich denn mit dieser neuen Version um? Und hier beim Paar sein ist das ähnlich. Und bei mir wächst da dann so ein bisschen die Erwartungshaltung, auch in deine Richtung, dass du das dann in den Momenten, wo du enttäuscht bist, aber auch reflektierst, bist du jetzt nur enttäuscht, weil das eben eine Version ist, die es nicht mehr geben wird vielleicht. Und man die Enttäuschung vielleicht ein bisschen runterfahren kann, weil was immer am Ende des Tages bleibt, ist dann diese Enttäuschung. Es ist halt super schwierig, wenn sich ein Mensch grundlegend verändert. Ich habe eine Sache mal von einem Freund gesagt bekommen. Er hat damals, sind wir spazieren gegangen und da hat er gesagt, hat er gemeint, was er gerade gemacht hat und dann war ich so, krass, du bist zu viel unterwegs und da, da, da, da, da, da, da, da, da. Und dann sagt er, ja, das Ding ist nämlich, in acht bis, weiß ich nicht, zehn Jahren, ich weiß nicht mehr den Zeitraum, den er genannt hat, muss ich mich nicht
mehr 100 Prozent um mein Kind kümmern. Und wenn ich da mein Leben so sehr vernachlässige, dass ich kein Leben mehr habe, auch im Paar sein, das ist auch unser Paradebeispiel für Paar, die machen ja sehr viel miteinander und auch noch sozial, dann habe ich irgendwann in zehn Jahren nicht mehr das Paar sein und nicht mehr soziale Kontakte. Und das fand ich irgendwie sehr einprägsam, weil ich dachte so, ja, wir können jetzt nicht darauf rumreiten und sagen, das ist jetzt ganz kurz, kurz im ganzen Leben gesehen, irgendwie so drei, vier Jahre so, wir sitzen das jetzt nicht so lange aus, sondern wir müssen trotzdem aktiv beim Paar sein bleiben. Also, und wenn das Termine sind im Kalender, die dann bedeuten Paarzeit. Ja. Weil irgendwann ist es nicht mehr so, dass unsere Kinder uns die ganze Zeit brauchen. irgendwann sagen die Papa raus, Mama, ich komme heute Abend um acht wieder. Ja, ja, ja, ja, ja, ja, du, absolut. Das war auch immer meine Grundeinstellung, sowohl in eine Beziehung zu kommen. Also, ich habe mich von dir nicht verändern lassen, als wir unsere Beziehung gestartet haben. Und ich habe auch versucht, dich nicht zu ändern. Also, na klar, man trifft sich auf einen gemeinsamen Nenner sowieso in der Beziehung, weil jeder Ecken und Kanten irgendwie mitbringt. Aber am Ende des Tages sind wir eben im Grundcharakter gleich geblieben in der Beziehung. In dem Moment, wo du dann aber zu viel in die Beziehung investierst und dich vernachlässigst oder eben zu viel in die Familie investierst, das geht ja auch, und dich dort vergisst, dann bildest du ja gar keine Trefferfläche mehr für deinen Partner. Wie du es ja gerade sagst, du hast dich für eine Version damals entschieden. Man wächst gemeinsam, man verändert sich gemeinsam. Aber wenn dann praktisch gar nichts mehr übrig ist, an dem man sich irgendwie spiegeln kann und auch etwas gibt, in was man sich verlieben kann oder was auch immer, dann wird es halt schwierig tatsächlich. Das sehe ich absolut genauso. Jetzt ist ja Paarsein in unserem Status aktuell auch bei dir und von mir beschrieben viel mit Einsamkeit beschrieben. Also bist du hier unter Leuten, aber eigentlich bist du irgendwie alleine in so einer vielkürtchen Familie wie bei uns. Wann fühlst du dich denn von mir am meisten gerade alleingelassen, obwohl ich die ganze Zeit da bin? Bei was? Wo fehle ich dir? Abends auf der Couch. Ich meine das tatsächlich, dass wir dann ja auch ab und zu darin versinken, dass jeder seins macht und da fehlst du mir, weil ich mir denke so, boah, können wir uns dann nicht wenigstens mal in den Arm nehmen? Wir können ja beide was Verschiedenes machen. Wir müssen nicht beide immer dasselbe gucken, hören. Wäre das irgendwie ein Deal? Da fehlst du mir. in ganz normal im Alltag, in ganz normalen Alltag, dass ich einfach mal in den Arm genommen werde, weil ich nähere von Nähe. Also ich brauche das. Und einfach eine Umarmung oder für mich ist Händchenhalten schon ausreichend. Und das war vorhin, ich weiß gar nicht, wer es initiiert hat. Okay. Siehst du, ich vergesse schon, damit ich, es ist ja am Ende ja auch
egal, wer Hauptsache aber macht es, da hat der Freund dann auch gesagt, es sah gerade so schön aus, als er um die Ecke kam, Händchen haltend. Und dann dachtest du, ja, das will ich. Das ist es. Ich brauche nur diese Momente, diese kleinen Berührungen, die fehlen mir so. Aber das ist jetzt nur körperliche Ideen? Gibt es noch irgendwas, wo du sagst, da fühlst du dich gerade alleine, obwohl ich da bin? Ja, du weißt ja, ich habe dir ja schon öfter gesagt, du weißt gar nicht, wie es mir geht. Also du fragst ja sehr, sehr selten, was gerade los ist oder was mich beschäftigt. Ich rücke raus, weil ich dir das dann erzähle, aber manchmal denke ich dann so, warum fragst du denn nicht mal? Warum siehst du mich nicht? Und klar, jetzt hast du gerade am Anfang gesagt, du siehst das und hast mich dann auch darauf angesprochen, dass ich irgendwie müde gerade bin. Das stimmt, aber das war jetzt einmal so, das fehlt mir. Also Austausch mit dir, weißt du, Lachen, das fehlt mir. Lachen mit dir fehlt mir total. Wir haben irgendwie so wenig Momente, wo wir zusammen lachen. Ja gut, we man da jetzt mal schaut. Wie viel Zeit? Wann wir früher zusammen gelacht haben, das war halt meistens beim Socialisen, wenn wir irgendwo unterwegs waren. Da lachst du ja so in diesem Verbund, wenn du draußen unterwegs warst und das Leben zeigt dir was Lustiges. Da hat man ja gemeinsam gelacht. Wir teilen absolut nicht denselben Humor und das kann man nicht anders formulieren. Oh, das stimmt. Das ist ja wirklich, das ist so Ich bin fassungslos, wie meine Frau stumm neben Monty-Python-Filmen sitzen kann und absolut nicht einmal lachen muss. Die liebe ich. Aber wir saßen ja noch nie vor einem Film und haben gemeinsam gelacht, vie mal so ein paar einzelne Comedy-Sachen mit ein paar müden Schwunzlern. Aber so ein herzhaftes Lachen kam ja immer nur im Leben draußen, das ja gerade nicht stattfindet. Es gibt eine Sache, wo wir gemeinsam lachen und ich weiß gar nicht, ob das so gut ist, das jetzt zu nennen. Mein Penis. Also ich wollte erst mal sagen, im Familienalltag lachen wir ja schon mit den Kids, aber ich meine, jetzt lachen wir auch. Guck mal, mit dem Podcast und so ist es auch schon cool. Super. Und wir lachen schon bei TV total gemeinsam. Ja, aber erstes Mal gucken wir das alle drei Wochen. Total, das ist nichts, was wir regelmäßig tun. Selten zusammen, weil einer rennt immer zum Kind und guckt gerade aufs Baby vor. Total, aber was fehlt dir denn? Oh, schön, dass du fragst. Ich wollte schon weitergehen. Stell das doch nicht da, als ob ich hier gar nicht, ich habe ja auch hier einen Fragenkatalog vorbereitet. Fragenkat, du hast deine eine Frage, die du schon gestellt hast, durchgestrichen und da steht noch eine. Wo ist die? Ich habe sie nicht gefunden. Ach so. Hier unten. Ah ja, oder? Siehst du? Sehe ich von hier hinten. Wow. Schön, dass du fragst und die Antwort, seit du unendlich lange geantwortet hast, hatte ich ja viel Zeit zum Denken. Ich denke, dass du mir zuhören solltest, wenn ich antworte und nicht denke. Also ganz ehrlich, das ist auch, also das ist eine Kunst, die muss man wirklich können und bei mir geht es gut in schlechte
Phasen, aber in einem Gespräch jemandem wirklich zuzuhören und nicht nachdem man gesprochen hat, schon über das nächste nachzudenken, was man gleich sagt, weil derjenige ein gutes Stichwort gegeben hat, ist ultra schwer. Also ich ertappe mich sehr oft in Gesprächen, dass ich gar keine Gegenfrage stelle. Ich einfach immer nur erzählen. Das stimmt. Und auch, wenn du mich dann immer fragst, was hast du mit deinen Jungs und halten, keine Ahnung, weiß ich nicht mehr am nächsten Morgen, weil ich wollte ja auch selber reden. Ich kann dir sagen, was ich erzählt habe. Ich finde viel schlimmer, wenn jemand ganz langsam redet. Da will ich immer dazwischen reden. Ja, das bist du ja. Gut, dass du mit mir zusammen bist mit meinen Schachtelsätzen. Also pass auf, du hast mich ja was gefragt und die Antwort ist, ich weiß gar nicht, was ich brauche. Also ich kann dir sagen, wenn ich was schön finde, was weiß ich, wir hatten ja am Sonntag ein One-Time-Live-Event, ich fahre Auto und du hast mir den Nacken gekrault. S, das fand ich schön. Das kann ich sagen, das hat mir Nähe gegeben, das fand ich irgendwie cool. Ganz oft finde ich Umarmungen nicht schön, weil es gerade der falsche Moment ist. Händchen halten. Finde ich manchmal cool, manchmal nicht cool. Aber es ist jetzt nicht so, dass ich davon irgendwie besser existiere oder schlechter. Aber es gibt kurz Nähe und so ein Zeichen, ja, ich bin da und ich könnte jetzt nicht auf ein weißes Blatt Papier schreiben, was ich alles so brauche, um dass ich mich dir näher fühle. Es gibt ein paar Momente, die kommen aber eigentlich ein bisschen später, aber ich kann ja trotzdem mal einnennen. Es gibt so Momente, wo ich mich nicht gesehen fühle, aber dazu kommt gleich als Überleitung dann die Frage, wenn du meine Sachen einfach wegräumst, das ist ja so ein Klassiker in Beziehung, glaube ich, der eine räumt off und der andere sucht. Und bei uns ist es so verteilt, dass du im Wahn dann immer irgendwelche Sachen wegräumst und dabei zum Beispiel überhaupt nicht nachdenkst, was hat es für einen Auslöser für meinen Partner, wenn ich das wegräume und der das dann in einer Situation, wo es Trinken braucht, vor allem wenn ein Kind einen Wutanfall hat, findet, dann fühle ich mich zum Beispiel nicht gesehen und finde es nicht cool, aber das ist jetzt ein sehr haptisches Beispiel im Sinne von partnerschaftlicher Nähe und so, da fühle ich mich wohler, wenn du führst den Tanz und dann mir das dann auch immer ganz viel, aber ich könnte jetzt nicht sagen, was ich brauche. Jetzt habe ich es gerade schon ein bisschen eingeleitet, was denkst du denn oder was sind so die Momente, wo du dich nicht gesehen fühlst? Also so vielleicht ein bisschen konkreter. Ganz, ganz, also das Erste und wahrscheinlich überhaupt nicht Tiefe, das ist gar nicht tieb, wenn ich schön aussehe, ist doch das Einfachste und warum lachst du? Da hat damit gerade einen Lacher runtergeschluckt. reinatmest. Einfach zu sagen, also mich wahrzunehmen, zu sagen, hey, du siehst schön aus oder das, aber das ist ja wirklich gesehen, gesehen, wirklich in diesem Sinne. Aber das ist ja auch spannend, es ist ja schon mal ein Ding, also A, habe ich das schon oft vorher gemacht, vor der Beziehung, vor der Beziehung, blödsinn, vor den Kindern. Bei den anderen Beziehungen.
Und das ist ja bei uns der Running Gag, dass ich das einfach nicht sehe, wenn du vom Friseur kommst oder ähnliche Sachen. Aber es geht doch gar nicht um Friseur. Nee, aber das ist ja, da sieht man ja besonders hübsch aus, glaube ich. Meistens zumindest, wenn der Friseur einen guten Job gemacht hat und das habe ich noch nie zu wertschätzen gewusst. Nein, aber wenn ich zum Beispiel auf ein Event gehe und mich irgendwie anziehe und du bist dann hier und passt auf die Kids auf und ich gehe und dann sage ich ja Tschüss. Ja, okay, fair. Aber das ist ja wirklich, ich denke dann an meine fünf To-dos, die ich jetzt gleich mit den Kids habe und an was ich noch alles denken muss und ja, da fehlt mir jeglicher Fokus auf dir zu sagen, du siehst schön aus. Verstehe. Also Komplimente. Ja. Okay. Nee, aber es geht gar nicht um das Kompliment. Doch, es ist natürlich das Kompliment, aber es ist gesehen. Wirklich, im wahrsten Sinne gesehen werden. Und das andere, naja, das ist ja nicht gesehen werden. Nee, sag dir, du hast jetzt nicht gefragt, wo du mir fehlst. Sag nochmal. Nee, genau, wann du dich nicht gesehen fühlst. Also ich nehme mal das Wort Wertschätzung, das beschreibt es vielleicht nochmal so ein bisschen besser. Was sind die Momente, wo du dich zum Beispiel von mir nicht gewertschätzt fühlst, nicht gesehen fühlst? Ja, wenn ich Erfolge habe. Aber das begleitet uns schon sehr, sehr Ja, das ist nicht erst Zeit der Kinder. Meine Erfolge zu feiern, das finde ich nicht wertschätzend. Aber auch, also dann aufs Familienleben umgemünzt irgendwie, wenn ich was mit Fini toll gemacht habe. Was schönes, nicht gepasst, keine Ahnung, irgendwie so, es ist auch Komplimente. Ich will gar nicht nur auf Komplimente gehen, aber es ist so, ich existiere gefühlt nicht. Nee, das ist für mich nicht ein Kompliment, wenn man oder wenn ich was mit, weißt du, wertschätzt. ich habe gesehen, was du getan hast und ich finde es gut. Ist das ja kein Kompliment. Also, was wir besser geworden sind und darüber mussten wir sprechen, ist, wenn jemand hier die ganze Wohnung aufräumt oder so, das ist auch Wertschätzung für mich, dann zu sagen, Schatz, ich habe gesehen, dass du die Küche heute komplett geschrubbt hast. Danke. Das hat mir gefehlt und das habe ich dir damals gesagt und das kriegen wir jetzt viel besser hin. Also, ich mache das so. Du hast letztens die Küche komplett gemacht. Ich glaube, ich vermische die Frage gerade im Kopf. Das ist total okay, aber ich kann ja vielleicht schon mal so ein bisschen antworten. Tatsächlich, Care-Arbeit ist auch etwas, was ich mitgebracht habe, weil mittlerweile, also ich war noch nie ein Mensch, der gerne aufräumt. für mich ist Aufräumen eine der schlimmsten Zeitverspendungen der Welt, genauso wie Unterhosen bügeln und ich mache das nur, weil ich meinen Kindern ein schönes Zuhause bieten möchte. Ansonsten mache ich das wirklich sehr, sehr ungern und jetzt in den letzten zwei Jahren habe ich mich da sehr weiterentwickelt. Das heißt, wenn ich jetzt hier eine Küche aufräume, dann sieht die danach auch aufgeräumt aus und ich komme von, nach dem Kochen stehen hier 30 Pfannen und 500 Teller und Spritzer überall und jemand anderes räumt das Ding auf. Also da habe ich mich stark verändert und das sehe ich dann auch, so wie du, allein schon aufgrund der Verteilung, dass
ich krank zu Hause und du immer noch im Business, wenn du nicht gerade im Mutterschutz warst, hier mehr Zeit hatte für Care-Arbeit, gab es bei mir wirklich Tage, wo ich mich nicht gewertschätzt gefühlt habe, dass du eben nicht sagst, danke für das Aufräumen. So und das ist kein Kompliment, das ist immer nur, man könnte es ja auch immer anders formulieren, man könnte ja auch immer sagen, hey, mir ist aufgefallen, du hast hier aufgeräumt, ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist, danke, dass du deine Kraft investiert hast. Das ist aber sehr schön ausformuliert. Sehr langer Satz. Es würde mir auch reichen, wenn du sagst, und wie gesagt, das tun wir mittlerweile, ich sehe das, die Küche glänzt, danke. Ja, die Frage ist, genau, warum sagt man sie es nicht? Ich ertappe mich oft dabei, dass ich mir denke, naja, ich muss jetzt nicht loben, dass du das aufgeräumt hast, weil ich habe genauso viel gemacht, nur woanders und oft bekomme ich lustigerweise das Gefühl, dass ich dir Dinge sagen muss. Gestern ist das erst passiert, erinnerlich, da hast du gesagt, du musst mir jetzt nicht aufzählen, was du gemacht hast. Doch, tatsächlich habe ich das Gefühl, ich habe das Gefühl, weil ich dann umgedreht denke, dass du denkst, ich habe nichts gemacht und eher negativ. Ja, darum geht man ja manchmal sogar aus. Ja, also deswegen ist es, glaube ich, auch manchmal ganz gut, wenn man sagt, ich habe heute das Bad gemacht und dazu habe ich noch das Kinderzimmer aufgeräumt und entrümpelt, kommt wahrscheinlich im Alltag nicht oft ein Danke zurück, sondern eher, wie ich gestern, du musst mir das nicht aufzählen, aber eigentlich ist der richtige Satz, ja, danke, dass du das gemacht hast. Genau, dann dieses Thema Erfolge feiern, das ist ja auch komplex. Also ich finde, man sollte sich immer versuchen zu bewahren, sich für andere freuen zu können und seit ich Kinder habe, kann ich das wieder besser. Ich konnte das mal eine Weile nicht mehr, oft aus der Motivation heraus, dass ich vielleicht selber gerade keine Erfolge feiern konnte und mich Erfolge von anderen eher bedroht haben und mir den Spiegel vorgehalten haben, dass ich nicht erfolgreich gerade bin. Und in meinem Leben gibt es gerade wenig Dinge, die mir Erfolg spiegeln. Also in meinem Leben gibt es wenig, also jetzt kann man natürlich sagen, ja, du erziehst gerade zwei Kinder, darin bist du erfolgreich. I don't know. Der Psychologe der Kinder wird es in zehn Jahren sagen, ob ich gute Arbeit gemacht habe oder nicht. So, aber sonst, außer dass wir jetzt zusammen hier den Podcast gemacht haben, was mir sehr geholfen hat, wieder an etwas zu arbeiten, gab es wenig Erfolge. Ich habe eine Holzphase gehabt, da habe ich viel aus Holz gebaut. Also unsere Terrasse sieht super aus. Genau. Dann gab es eine Phase, was habe ich da gemacht? Das Baumhaus für Fini, da hast du den Zimmer gebaut. Das ist einfach super schön. Genau. Aber das sind halt so Sachen, die machst du und dann geht aber das Kind einmal im Jahr in dieses Baumhaus rein und denkst, ja, super. Zu früh, wir sind wieder beim Thema, er wird da reingehen. Genau. Das heißt also, in meinem Leben gibt es gerade wenige Momente, in denen ich
selber Erfolge feiern kann und daher ist es schwer, einen Erfolg von dir zu feiern, für mich, weil ich in die Ecke gehen könnte und heulen, weil ich gerade keine habe. Du hast damals auch Erfolge gefeiert und ich habe Dinge gedroppt oder gemacht und das tut mir auch weh, wenn wir jetzt darüber reden. Ja. Das konntest du noch nie. Ich weiß nicht, warum, das ist ein ganz anderes Thema gerade, aber das triggert mich ganz, ganz doll schon immer in unserer Beziehung, dass ich Dinge tue, und du sie sehr, sehr selten mit mir gefeiert hast, dann gibt es, glaube ich, eher meine Freundin, die das übernommen haben. Also ich habe eine Freundin, also zwei, die Dinge einfach mit mir so krass feiern, die Dinge wertschätzen, die sehen, was man macht, auf unterschiedliche Weise wertschätzen die. Aber die sind dann da und das, egal ob du gerade erfolgreich bist oder nicht, also ich weiß, was du gerade erzählt hast, dass es schwer ist, wenn man selber gerade keinen Erfolg hat oder sich erfolglos fühlt, dass es dann schwer ist, dem anderen das zu geben, das glaube ich dir beim Wort, so ging es mir auch schon, aber dieses da drüber gehen und zu sagen, das hat gar nichts mit mir zu tun, ich muss diesen Erfolg feiern, weil das meine beste Freundin ist, weil das gerade krass ist, was die auf die Beine stellt oder du, ich glaube, das kennen wir alle, aber man sollte da drüber gehen. das finde ich ja total spannend und da bist du nicht die Einzige, die sagt, dass ich noch nie gut Erfolge feiern konnte, ich glaube, jeder, mit dem ich in meinem Leben schon zusammengearbeitet habe, würde genau dasselbe sagen, ich bin da schlecht drin, das weiß ich und ich bin auch völlig bei dir und jetzt gab es ja schon ein paar in der Vergangenheit, ein paar Momente, wo ich dann da auch geschafft habe, rüber zu gehen und mich zu freuen, so gut ich eben kann, das Ding ist, ich habe das nie gelernt, das ist mein Problem dabei, also du redest dann, wenn du sagst, Erfolge feiern von etwas, wo ich, also was bedeutet das haptisch, also du müsstest mir wie in einem Kleinkind eigentlich mal runterschreiben, was für dich das ideale Erfolge feiern wäre, also du kommst hier rein und sagst, ey Schatz, ich hatte heute so ein geiles Momentum, ich habe XYZ gemacht und dann ist das und das passiert und das ist so geil für mich, so und jetzt müsstest du mir wirklich, das ist kein Witz, einmal runterschreiben, was du jetzt erwartest, das ist ein bisschen doof, aber nur, dass ich einmal vielleicht, ich kann mich ja dann von dem Korpus, den du mir da hingeschrieben hast, weiterentwickeln in Eigenideen, ich weiß es nicht, also soll ich jetzt losrennen und dich anspringen und dich umarmen, soll ich zum Kühlschrank rennen und eine Flasche Sekt aufmachen und einen Korken rumschießen, soll ich dir am nächsten Tag Blumen mitbringen und einen Zettel, wo draufsteht,
herzlichen Glückwunsch nochmal, so, keine Ahnung. Exakt. Und das, ich kann das nicht, also ich muss das lernen. Du hast das aber dir doch gerade selber beantwortet. Super. Weil ich aber jetzt gerade darüber nachdenke, ne? Es ist ein Mitfiebern, Aufgeregtsein, es ist ein, ja, einfach dabei sein und ich meine, das beste Beispiel und das wird, keine Ahnung, das ist so ein gutes Beispiel für Lebenssituationen, ist der Marathon gewesen. Da hast du doch auch mich begleitet Da hast du mich durch mitgetragen, mit Jubeln, weißt du, du musst nicht immer jubeln, Ja gut, aber das ist ja was sehr haptisches. Also das, das habe ich in meinem Leben gelernt, weil ich viel Sport Und bei vielen Sportevents war, da habe ich lernen können in meiner Sozialisation, aha, man steht am Rand und klatscht, super haptisch. Exakt. Das ist mir völlig klar. Aber das kannst du auch machen, wenn ich reinkomme und sage, das und das ist gerade passiert, wir haben das und das gerissen, die haben mich jetzt angerufen. Ich sage ja gerade, dass du sagst, dass ich das machen kann, ist schön, weil du weißt, was du willst, ich weiß es und ich habe es so nicht gelernt. Aber du siehst es doch von meinem engen Umfeld auch vorgelebt. Die schicken dann, auf einmal kriegen wir hier einen Blumenstrauß. Der letzte war für uns beide zum Beispiel. In einem Ausmaß, der keine Supermarktblume ist. Aber mir würde schon die Supermarktblume reichen. Weißt du, was ich meine? Also du kriegst es ja vorgelebt, nur weil du... Das du siehst es ja. Also es war ja nicht das erste Mal von ihr jetzt zum Beispiel. Okay. Aber ich habe es verstanden. Was gibt es noch Momente, vielleicht eben, wo du dich nicht gesehen und nicht gewertschätzt fühlst? Beziehungsweise, was müsste denn so im Alltag passieren, damit das Bedürfnis Wertschätzung und gesehen fühlen? Also wie sieht der ideale Tag für dich aus? Dass du ins Bett gehst? Ja, ja. Schatz, hier ist dein Kaffee. Bitte. Ich habe ihn dir schon hingestellt. Dein Rührei ist perfekt zubereitet auf den Tisch der Orangensaft. Den hat Finn gepresst. Wir sind hier. Schon und gehen raus. Du kannst da ganz in Ruhe frühstücken. Wir haben alles für dich vorbereitet. Krass, das habe ich früher mal gemacht. Da habe ich dir Frühstück ans Bett gebracht. Krass. Ja, das schreibe ich mir mal auf. siehst an mich selbst. Nee, das nicht. Ich würde es übrigens übelst gerne sehen, wenn ich dir ein Frühstück ans Bett bringe und dann zwei Kleinkinder auf dem Bett rumspringen und du einfach nur eine halbe Stunde lang Angst hast, dass das Bett schmutzig wird. Nee, aber ich finde, die kleinste, krasseste, was man machen kann, ist einfach, zum Beispiel heute Morgen, du hast mir den Kaffee an den Tisch gestellt. Weil du gesagt hast, bring mal den Kaffee. Nein. Oder lass mal den Kaffee raus. Nein, das war heute Morgen nicht. Du hast ihn mir mitgebracht. Ich habe ihn rausgelassen, aber ich wollte ihn dann holen, bin nochmal aufgestanden und der stand am Tisch. Und ich dachte, oh, er hat meinen Kaffee an den Tisch gebracht. Das ist schon mal für mich das Kleinste. Da habe ich ein super Beispiel mit. Gestern hast du Frühstück gemacht für die Kinder und mir hast du nichts gemacht. Ja. Da war ich sehr verletzt. hast du dir eine Wurstbämme geschmiert und dich daneben gesetzt und dann fing unser Einjähriger an, diese Wurstbämme haben zu wollen, obwohl ich Banana Pancakes zum Frühstück gemacht habe. Könnte ich sie dir aus der Hand
schlagen. Hättest du mir mal Frühstück mitgemacht? Die Banana Pancakes standen auf dem Tisch, auch für dich. Wir kriegen keine davon ab, das weißt du selber. Du hast dir ein Smoothie gemacht, den Kindern die Banana Pancakes. Und esst du bei Tio vom Teller einen mit. Und du kannst bei Finn vom Und wenn ich in der Nähe des Tellers von den Kindern komme, wird sie mir abgebissen. Genau, aber zurück zur Frage. Das sind keine großen Sachen. Das sind einfach die ganz, ganz kleinen Sachen. Der Kaffee stand heute Morgen am Tisch. Ich dachte, wow, er hat ihn mir einfach mit rübergebracht. Also reicht schon. Im Flur eine Umarmung ist für mich immer noch eingebrannt wie Sau. Das Beispiel, wo Tio frisch geboren war, wo einfach keine Zeit war für viel Nähe und viel Reden. Das war nicht so. Man ist dann hauptsächlich im Bett. Das Kind schläft. Das andere muss versorgt werden. Einfach, wenn es nur am Armstreifen ist. So, kurze Berührung. Einmal kurz umarmen. Für mich super. Reicht. Und wenn wir dann abends noch, du möchtest die ganze Zeit was sagen, zusammen auf der Couch. Aber in unserem Flur geht es gar nicht anders. Ich komme ja zumindest mit meinem dicken Bauch schon immer an. Wenn ich durch will. Und du stehst immer am Weg. Man kann gar nicht dich spüren im Flur. Du stehst immer am Weg. Du stehst immer am Weg. Du stehst immer am Weg. Nein, du. Nein, du. Das ist ein schönes Spiel mit unserem Großen. Und wenn ich dann noch abends einen Fuß massiert bekommen würde und du mich dabei fragst, Schatz, wie war dein Tag? Das ist der perfekte Tag. Ja, aber das ist so ein Ding. Nicht gleich abwiegeln. Du hast mich gefragt. Ne, ne, ne. Nimm es an. Ich habe es hier. Steht hier. Fußmassage steht hier. Also es gibt ja Dinge, die macht man gerne und es gibt Dinge, die macht man nicht gerne. Ich habe noch nie gerne Füße massiert. Ich finde Füße jetzt nicht eklig, aber jetzt auch nichts, wo ich sage, na geil, will ich jetzt unbedingt dran rumfassen. Und dann habe ich das früher immer mal gemacht. vor allem aber in dem Moment, wo ich Ressourcen hatte. Und das ist eigentlich das perfekte Beispiel, wo ich dir halt immer sage, wenn du einforderst, dass dir zu wenig passiert, ist ja auch daraus resultierend, dass mir selber nichts widerfährt. Das stimmt nicht. Halt, stopp. Ich bin noch nicht fertig. Und zwar in dem Ausmaß von Füßen massieren. Das ist ja jetzt schon eher ein Akt, wo man sich sogar anstrengen muss. Das ist ja nichts. Wenn ich dir den Nacken kraule, passiert das auch nicht aus meinen Fingernchen raus. Also jemanden kraulen und jemanden die Füße massieren, das ist wie Schnupfen und Angina. Das ist ein ganz riesengroßer Unterschied. Also das sehe ich gar nicht. Mit deinen Füßen. Nein, was ist mit meinen Füßen? Ja, deine Füße. Du bist wie viele Jahre lang hauptberuflich auf High Heels gelaufen. Jetzt bin ich gespannt. Wenn ich mit einem Presslufthammer deine Füße massiere, merkst du es vielleicht gerade so. So ein Quatsch. Die Dinger sind vor zehn Jahren im High Heel gestorben. Taub. Nichts. Und das Einzige, was passiert, wenn ich dir die Füße massiere, ist, Schatz, mach doch mal ein bisschen doller. Aber ich merke es ja gar nicht. So. Das ist ein Kraftakt. Das ist ein beschissener Kraftakt. Und das
ist nicht kraulen. Füße kraulen? Wenn ich jetzt hier hinschreibe, da auf Füße kraulen? Ich schreibe es einfach hier hin. So. Das mache ich gerne. Na, dann bin ich gespannt. Ja. Ich löse auf, ob das nicht gut war, sondern ob das passiert ist. Und da sage ich dir ja immer, weißt du, so ein richtig großes Ding. Da sage ich mir, ja, aber dann muss er auch manchmal liefern. Und das habe ich. Und dann kriegst du was zurückgeliefert. Genau. Pass auf. Dabei, da bin ich ja mittlerweile auch reflektierend genug. Und das habe ich ja auch noch mal. Und das habe ich ja auch noch mal. Und das habe ich jetzt am Wochenende sehr, sehr viel getan. Ich habe dir ja auf die Schulter fast beim Vorbeilaufen. Wie du gemerkt hast, das eine Mal habe ich dir nicht nur einmal den Kopf gekrault. Ich habe dich umarmt. Ich bin auf dich zugegangen. Weil es ist mir klar, wenn ich etwas möchte, dann mache ich es auch vor. Gut. Habe ich. Gut, das kann man doch mal so stehen lassen. Ich nehme dich beim Wort. Ja, aber jetzt sag doch mal der männliche Part, wie sieht dein optimaler Tag mit Wertschätzung aus? Ja, das ist auch genau dasselbe. Ich habe es halt nicht gelernt. Wirklich nicht. Oder verlernt, kann auch sein. Aber ich kann dir das nicht sagen. Wirklich nicht.Ich müsste es erfahren und dann könnte ich dir sagen, ist gut oder nicht gut. Ich weiß es nicht. Das ist das Beschissene. Das ist aber auch, ich meine, ich bin gerade in einer Phase, mittlerweile kann man es schon fast Midlifecrisis nennen, wo ich halt einfach mit 47 mehrfach schon erzählt lernen muss, Hobbys zu haben, die ich einfach nicht mehr hatte. Was genauso bescheuert ist. Sitze ich da, sitze ich an die Töpferdrehscheibe und machst einen Aschenbecher und rauchst nicht malen, weißt du. Also völlig bescheuert. Hey, das ist wirklich hart nervig. Und ich weiß, ich brauche die Dinge, damit es mir gut geht. Aber ich weiß gar nicht, was ich brauche. Okay. Kann ich nicht anders sagen. Also ich fühle mich gewertschätzt, wenn du mir auch mal Frühstück machst. Extra Bananapancake. So eins, was ich auch abbekomme. Und ich hasse Pancakes. Ich esse sehr gerne herzhaft. Du, ich hasse Abendbrot. Und wir haben gestern schon wieder Abendbrot gemacht. Das ist zum Beispiel der Schätzung. Mir nicht irgendein Essen hinstellen, wo du ganz genau weißt, ich hasse es. Nee, ich meinte Abendbrotbrot. Ja, ich hasse es. Ja gut, aber von 50 verschiedenen Essen, die ich mache, ist halt auch ab und zu mal Abendbrot dabei. Naja, gut. Muss er jetzt nicht. Genau. Also ich könnte es dir nicht genau sagen. Vielleicht müsste ich aber, und das ist ja, das schreibe ich mir auch auf, das ist ein guter Punkt, müsste ich es auch öfter mal formulieren, wenn ich vielleicht das Gegenteil verspüre. Also wenn ich mich nicht gewertschätzt fühle in dem Moment. Jetzt habe ich ja eine Sache ausformuliert und habe es dir als Bitte mitgegeben, nach unserer Auseinandersetzung Anfang der Woche, dass es einfach gut finde, wenn du meine Sachen wegräumst, dann einfach vorher darüber nachzudenken, hat das einen Impact, ja oder nein? Und dann mit mir zu kommunizieren, wo du es hinräumst oder mir hinzulegen, dass ich es wegräume. Oder es einfach nicht wegzuräumen, weil es ist vollkommen egal, wo es liegt. Es liegt sowieso rum. Also insofern, das sind so Sachen, wo ich mich dann einfach besser fühle, eben aber auch mit einem Essen. Hast du mir eigentlich schon mal ein Frühstück ans Bett gebracht?
In unserer Beziehung? Ja. Ja, na sicher. Alleine zur Corona-Zeit, zu deinem Geburtstag. Zu meinem Geburtstag, ja. Und einen ganzen Laptop voller Menschen, die da auf deinem Frühstück saßen. Das war total cool, ja. Und das ist nur, da kommen noch mehr. Aha, ich bin gespannt. Das war das eine Mal, an das ich mich auch erinnere. Ja, Frühstück ans Bett, fände ich auch mal schön. Und dann einfach zu sagen, weißt du was, ich mache jetzt hier zwei Stunden mit den Kindern. Wir haben das ewig zelebriert, noch in dieser ganz kleinen Wohnung. Wir hatten mal eine ganz, ganz, ganz kleine Wohnung in der Polder. Da haben wir immer das Bett eingedeckt und haben uns da dann... Wir oder du? Und ich durfte noch liegen bleiben. Ich. Ja, genau. So, das wird eine Fortsetzung, fünf eigene Episoden. Ja. Genau. Also ich finde, das ist erstmal eine gute Einigung. Gerade in den Zeiten, wo es so edgy ist und auch einfach manchmal die Kraft fehlt. Also mir fehlt manchmal die Kraft nach so einem Tag. Und das meine ich eher mental. Das ist jetzt nicht so, dass ich mich körperlich verausgabe, wenn ich die Küche sauber mache. Aber wenn ich so einen Entladetag von einem Dreijährigen hinter mir habe, wo ich alle zehn bis 15 Minuten Eskalation schlichten musste. Die, wir hatten es in der Folge, wo du gesagt hast, dass Theos Lautstärke dich zum Beispiel gar nicht tagsüber triggert, sondern nur die Nächte, wenn er dich wach hält. Mich triggert das. Mich triggert das, weil ich vielleicht aber auch so mitfühle. Das Kind leidet gerade, deswegen ist es laut. Vielleicht ist es falsch in meinem Kopf, aber ich bin dann einfach erschöpft. Und dann noch einen Fuß zu massieren, ist einfach ultra weit weg. Aber ich glaube, es ist eine gute Einigung erstmal zu sagen, wir leben das gegenseitig vor und wir formulieren klare aus in den Momenten, wo etwas fehlt, dass der andere es vor die Nase gehalten bekommt, einer roten Karte. Und weiß, ah okay, stimmt, ich muss mal wieder. Finde ich gut. Und das ist auch für mich frustrierend. Das will ich vielleicht noch als eine der letzten Sätze zu dem Thema sagen. Das ist ja nicht so, dass ich mich geil dabei fühle, dass ich nicht weiß, was du brauchst. Es schwingt immer so eine Unsicherheit dann auch mit, ne? Naja, genau, also man fühlt sich ja, jetzt Versager ist ein großes Wort, ich nehme nur dieses Wort, um den Punkt klar zu machen. Ich nehme letzter Vollhorst, man fühlt sich wie der letzte Vollhorst, weil da deine Frau neben dir rumläuft. Und ich einfach zum Beispiel in vielen Momenten gar nicht sagen könnte, was ist jetzt das, was sie bräuchte. Ja klar. Und das frustriert. Ja, ja, verstehe ich. Dann lass uns doch mal die Nummer hier abrunden. Du hast es vorhin schon mal eingeleitet. hast du Angst, dass wir uns an das, was wir gerade miteinander teilen, wenig bis nichts, dass man sich dann irgendwann zu sehr daran gewöhnt? Und also ich bin ja, ich habe es vorhin gesagt, so wie eine Schildkröte, dann einfach mal den ganzen Winter unter der schlafen und dann
komme ich da wieder raus und hoffe auf ein Salatblatt. Geht das? Nein. Also wann ist der Punkt, der Point of No Return? Also sind wir schon in dem Point of No Return? Das wäre dramatisch. Nö, aber wir sind da, wo ich merke, okay, wir haben aktiv zu tun und auch wenn das ein Kraftakt ist, also es gibt Abende einfach, wo wir beide müde sind und plane ich seit kurzem wieder Date Nights ein. Und das ist manchmal... Sag mal jetzt nicht so sehr, was du machst, sondern... Naja, aber genau, das ist nicht mehr, also noch nicht der Punkt of No Return, es ist aber der davor zu sagen, okay, wir müssen etwas tun, damit wir da nicht hinkommen, also in meiner Welt. Okay, also eine Kernfrage ist ja, kann man es auch einfach mal aushalten, also sozusagen Pause? Auf eine gewisse Zeit schon. Aber wie lange ist die Zeit? Also ich sage mir halt, warum frage ich das? Bei mir gibt es ab und zu Momente, jetzt auch in der letzten Auseinandersetzung, wo ich dann gesagt habe, warum ausgerechnet jetzt? Also kannst du dieses Bedürfnis nicht parken? Wir hatten ja gerade eine sehr anstrengende Zeit hinter uns, mit Krankheit, mit Sprung, Schlafmangel und so weiter. Und das ist ja gerade so eine crunchy Phase, wo ich mir sage, na ja, ganz klar kann ich gerade nichts geben und ich will aber auch nichts, weil ich will hier nur den Tag überleben und freue mich auf mein Bett fertig. Ich glaube, da sind wir so unterschiedlich, weil in den Phasen brauche ich genau das, gehalten werden. Nur mal kurz, gar nicht im Sinne von, du musst mich jetzt durch diese Tage tragen, aber da... Diese ganz kurzen Auflader, um da durchzukommen und deswegen, wenn sie nicht da sind, entlade ich mich. Und da hast du zu Recht die Frage gestellt, ist das in diesen Momenten, wo wir eh beide irgendwie kurz auf dem Zahnfleisch kriechen, dann der richtige Moment? Für dich nicht. Für mich ja, weil ich sonst tiefer als das Zahnfleisch kriege. Aber ist es dann richtig, es zu erwarten und enttäuscht zu sein, dass man es nicht bekommt oder ist es dann richtiger, es genau in dem Moment dann vorzumachen und zu nehmen? Naja, wenn vorher der Lauf stimmen würde, dass man sagt, gut, wir laden auf, ich nenne es jetzt einfach mal aufladen, in den Momenten, wo wir nicht auf dem Zahnfleisch kriechen, dann ist das glaube ich auch nicht so präsent. Aber dadurch, dass das eben nicht war, ist es bei mir total präsent und dann explodiere ich, ja. Obwohl das gar nicht passend ist, weil man eh schon Themen hat, die man durchstehen muss kurz. Und das sind ja, ja, also es sind ja alles temporäre Sachen, aber... Ich glaube, da sind wir beide wirklich antizyklisch unterwegs, ne? Total, wissen wir ja auch. Also das haben wir ja jetzt am Anfang der Woche auch dann ausformuliert, dass das einfach, du dann eben die Schildkröte bist und ich, die, die, du explodiert. Ich weiß nicht, wie ich es zum Schreiben sage. Die explodierende Schildkröte, so halten wir es nicht. Also zu deiner Anfangsfrage, wie lange das, wie bitte? Die explodierende Schildkröte, das haben wir besprochen. Zu deiner Anfangsfrage, das ist natürlich, jeder bestimmt den
Zeitpunkt selber, es gibt ja für jeden einen unterschiedlichen Zeitpunkt, wo das, wo es keinen Rückweg mehr gibt. Und wenn ich merke... Da bestimmt man das? Ne, ich glaube nicht, dass man das merkt. Na doch, das merkst du ja dann. Wenn du kein Interesse mehr an dem Partner hast. Achso, den Point of no return. Ja, den merkst du ja. Aber der Weg dahin merkst du leider nicht, vermutlich. Merkt man auch. Nein, ausschleichen und dann irgendwann feststellen, da ist nichts mehr. Ich glaube, das ist eine Gefahr. Ich habe da keine Angst vor, weil wir doch immer wieder aware zu den Themen sind und miteinander sprechen. Aber sind wir das, weil ich das dann genau wie jetzt gerade wieder forciere? Ja, auch. Ja, definitiv. Weil ich kann es länger aushalten. Wahrscheinlich, genau. Oder auch nicht. Also ich meine, ich bin krank, weil ich vielleicht immer dachte, ich kann Dinge länger aushalten, aber vielleicht konnte ich es nicht. Also nicht nur vielleicht, ich konnte es offensichtlich nicht und bin emotional verkümmert. Mein Burnout-Bullshit. Ja, ist Also für mich ist wichtig, dass man aktiv das beseitigt. Und das heißt halt auch manchmal, über den Schmerz gehen. Wir haben jetzt diese Woche eine Date Night. Ich weiß, dass ich Freitag müde sein werde und ein ganzes Wochenende vor uns steht, wo wir endlich... Und warum wirst du müde sein? Weil du Donnerstag auch schon wieder weggehst. Ja, die Woche ist irgendwie crazy. wähle, wenn sie losgelassen. Okay. Aber genau. Takten, einplanen, Beziehungsarbeit betreiben, gezwungen am Anfang. Aber ist es schön, wenn es im Kalender steht? Oder ist es notwendig, dass es im Kalender steht? Das ist dann auch immer noch schön. Manchmal muss man sich den Druck geben und da erstmal reingehen. Mir graut es ja schon vor Weihnachten. Weil? Zu wissen, was du zu Weihnachten geschenkt bekommen möchtest, ist so... Also ich bin der... Also ruf... Ich sag jetzt nicht irgendeine... Ruf sie an. Die wissen das doch. Das mach ich. Das ist... Ich bin also so einfach zu spielen wie eine Kinderflöte bei Geschenken und das ist ja... Das ist wirklich... Da brauchst du keine Kunst. Das weißt du eigentlich auch. Das Gute ist, wir beide den gleichen Amazon-Account und das gleiche Konto teilen. Das ist auch immer so richtig schön sinnlos. jemanden zu überraschen. Dann muss der nicht über Amazon. Ja genau, weil ich so viel Zeit habe, in die Stadt zu fahren. Witzig, was denkst du denn gerade, was ich zu Weihnachten will? Das hat gar nicht... Keine Ich testiert gar nicht auf Amazon. Poolboy. Kann ich dir zum Aufgelast bestellen. Da habe ich gar keine Kappa zu mir. Ja, gutes Gespräch. Ich habe viel verstanden. Ja, du hast ja viele Notizen gemacht. Gut. Also ich habe so ein kleines Abschlusswort. Ne, ich habe mich... Ne, es ist kein Abschlusswort. Ich habe mir die Frage gestellt. Eine Freundin hat mal gesagt, im ersten Jahr trennt man sich nicht. Das war schön Ostdeutsch. Im ersten Jahr trennt man sich nicht. Nur aber. Aber schön, aber. Grüße gehen raus nach Apolda. Im ersten Jahr trennt man sich nicht, sagte sie. Und ich habe das beim ersten Kind nicht so richtig verstanden. Das war aber auch, weil wir eine Ausnahmesituation hatten. Wir
sind ja dann gereist und so. Das ist ja nicht... Das war kein Alltag, ne? Da gab es gar nicht diesen Alltag, wo man dann... Einer geht arbeiten, einer macht Kehrarbeit, man bettelt sich, wer hier gerade mehr arbeitet oder ob die Mutti nicht zu Hause nur Kaffee trinkt. So Gespräche gab es ja nicht. Und ich habe mich dann gefragt... Und bei zwei Kindern... Trennt man sich dann nicht zwei Jahre? Also multipliziert sich das... Gute Sichtweise. ...an Kindern? Also doch, drei Jahre Pause. Pauseknopf und dann wieder Start. Na, wieso denn jetzt drei? Wir haben erst zwei Kinder. Naja, einmal zwei Jahre, einmal ein Jahr. Ach so, einmal ein Jahr. Das haben wir gerade so überlegt. Ja, vielleicht muss man das so sehen. Beim zweiten Kind trennt man sich in den ersten zwei Jahren nicht und beim fünften dann fünf Jahre lang. Das ist dann die Pause, die man aushält. Und dann wäre das... Ich glaube, das ergibt rechnerisch keinen Sinn. Aber bei zwei kann man es doch noch sagen. Wird eine lange Pause. Ja. Ja, dann würde ich sagen, lasst uns gerne einen Kommentar da, wie es euch mit dem Thema geht. Ja, vor allen Dingen auch, wie ihr das vielleicht, das Paarsein im Elternsein einbaut. Ja, also vielleicht habt ihr ja Kniffe, die gut funktionieren. Tipps? Bin gespannt. Kann man brauchen. So hast du eine schöne Verabschiedung für alle. Gute Nacht. Schön. Tschüss. Das bringt's. Das bringt's auf den Punkt. Schlaft gut. Gehabt euch wohl. War schön, bevor ihr da wart. Das ist echt dein Spruch. In diesem Sinne, HDGDL. Wow. Tschüss. Ciao. Jetzt müssen wir noch ein bisschen was raushauen für einen Hittentrick hier.
Naja, ich frage mich halt tatsächlich, weil das ist ja, wie beendet man eine Folge? Der gehört jetzt gerade so schön leer. Da klingelt gerade keine Glocke mehr. Sag mal, ich bin müde. Ich habe aber auch gerade so geguckt. Weißt du, als ich mich die ganze Folge gefragt habe? Du hast zum Anfang gesagt, na du, Das ist typisch habe ich am Anfang einen Satz gesagt und jetzt hast du eine Stunde zwanzig darüber nachgedacht. Ja, nee, das war noch im Fahrstuhl. Das war noch im Fahrstuhl. Ach so. Also seitdem denke ich darüber, ne. Du hast zu mir gesagt, ich habe noch was bei hochgeladen bei Insta und dann sagst du, Schatz, bleib mal bitte da, wir nehmen jetzt gleich auf. ich mag das nicht, wenn du andere Sachen machst und du trägst ja den Podcast. Und dann habe ich ja gesagt, hey, warum trage ich den denn? Das Thema. Das Thema. Das Thema. Genau, also heute den Podcast. Sorry, genau, ich meine heute. Das ist ja genau das. Und dass du sehr viel mehr aware bist, was dir gerade fehlt und was dich frustriert beim Gewertschätzt und nicht gesehen Ah ja, okay. Und ich eben nicht. Deswegen sitze ich ja hier und sage, ich habe nur Fragen mitgebracht, weil ich selber, ich habe wenig Inhalt, weil ich einfach nicht selber weiß, was ich brauche. Und wenn ich nicht weiß, was ich brauche, kann ich ja auch nicht die ganze Zeit rumhören und sagen, mir fehlt was, mir fehlt was. Und deswegen habe ich gesagt, du trägst die Folge heute. Deswegen brauche ich dich aware und unabgelenkt, weil ich den Schmerz nicht habe. Ich bin immer aware. Sobald ich meine Augen öffne, b ich. Ja, die einen sagen so, die anderen was ganz anderes. Heute Morgen war ich nicht aware. Da war ich ganz weit weg. Da war ich noch im Schlafzimmer. Ah ja, okay. Na ja, hat sich ja gelöst. Hatte ich vielleicht auch direkt am Anfang. Gern geschehen. Immer wieder gern. reic für heute. Danke. Wäre schön, wenn du jetzt gehst. Opa. Gute Nacht.